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Feuer und Flamme für Brandschutz

Die Kinder der Grundschule Niederbrechen und des Gemeindekindergartens sind Feuer und Flamme für die Feuerwehr nach dem Besucher der Niederbrechener Brandschutzerzieher. Die lieferten zum Abschluss ihrer Aktion einen echten Knaller.
Wenige Momente vor dem großen Knall: Die Feuerwehr zeigte den Grundschülern, was Feuer anrichtet.	Foto: NNP Wenige Momente vor dem großen Knall: Die Feuerwehr zeigte den Grundschülern, was Feuer anrichtet. Foto: NNP
Niederbrechen. 

Eine Stichflamme erhellte den Hof des Feuerwehrgeländes in Niederbrechen. Offene Kindermünder, Grinsen; die Gesichter zeigten sowohl Respekt als auch Neugierde. Die Feuerwehrmänner des Brandschutzteams der Feuerwehr Niederbrechen um Jens Müller standen etwas dichter an der Explosion. Sie zeigten den Kindern, was alles passieren kann, wenn man mit Feuer sorglos umgeht. Dem kleinen Männchen mit dem gestreiften Pulli ist aber nichts passiert. Als Dummi der Feuerwehr brennt und explodiert er öfter. Natürlich löschten die Feuerwehrmänner das entstandene Feuer sorgfältig. Kein Wunder, dass da die Kinder der drei vierten Klassen der Schule im Emsbachtal und des Kindergartens auch Lust bekamen, sich als Brandbekämpfer auszuprobieren.

Manchem war der Übungsfeuerlöscher dann doch noch etwas zu groß, aber der Wille war stark, genau so wie die Feuerwehrmänner, die helfend zur Hand gingen.

Nach den drei Theorie-Tagen, an dem die Feuerwehr die Kinder in der Schule besucht hatte, war das ein gebührender Abschluss. Der Brandschutz ist trotz sinkender Einsatzzahlen im Kreis ein wichtiges Aufgabenfeld der Feuerwehren. Jedes Jahr sterben mehr als 140 Kinder und 400 Erwachsene durch Brände, die von Kindern und Jugendlichen ausgelöst werden. Dem will das Brandschutzerziehungsteam der Feuerwehr Niederbrechen entgegenwirken.

An drei Tagen zu jeweils sechs Unterrichtsstunden erklärte die Feuerwehr den Kindern wie der Notruf funktioniert, die Feuerwehr aufgebaut ist und welche Aufgaben sie hat. Danach experimentierten die Wehrleute mit der Brennbarkeit von Stoffen. Die Drittklässler konnten beobachten, wie lange es dauert, bis Papier, Jeans, Heu oder Eisen anfangen zu brennen. Das Brandschutzteam legte besonderen Wert darauf, den Kindern einen respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit Feuer beizubringen.

Auch im Gemeindekindergarten wurde zwei Tage lang der Ernstfall geprobt. Wie setze ich einen Notruf ab? Wie verhalte ich mich wenn es brennt? All diese Fragen sind auch schon für die Mädchen und Jungen im Kindergartenalter wichtig.

 

Den Traumberuf gefunden

 

Den kompletten Lehrinhalt, mit 22-seitigem Arbeitsheft für den Unterricht, hat das Brandschutzerziehungsteam der Feuerwehr Niederbrechen in Eigenregie erarbeitet. Marco Pressler, Ralf Stahl, Michael Gläser, Patrick Druck, Florian Roth, Richard Unkelbach und Volker Pressler widmen jährlich sehr viel Freizeit und Urlaub, um im Brandschutzerziehungsteam aktiv zu sein. Etwa 240 Stunden waren es allein in diesem Jahr.

Doch das Engagement lohnt sich. Als am letzten Tag auch noch die Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehr gezeigt wurden, und sich die Kinder in das große Feuerwehrauto setzten, da glänzte es in vielen Augen. Vielleicht haben manche einen neuen Traumberuf gefunden.

(nh)
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