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Whisky Fair: Erst das Aroma, dann der Genuss

Alles rund um den Whisky: Am Wochenende pilgerten Tausende Liebhaber des „Wassers des Lebens“ nach Limburg. Also, beste Gelegenheit nachzuhaken: Was war denn das erste, schönste oder schrägste Whisky-Erlebnis? Wann und wie genießen sie ihr Lieblingsgetränk?
Schnuppern und Probieren: Das wurde am Wochenende wieder groß geschrieben bei der „Whisky Fair“ in der Limburger Innenstadt. Foto: Johannes Koenig Schnuppern und Probieren: Das wurde am Wochenende wieder groß geschrieben bei der „Whisky Fair“ in der Limburger Innenstadt.
Limburg. 

Mit über 100 Ausstellern hat die Limburger „Whisky Fair“ sich längst einen festen Platz im Terminkalender von Whiskyfreunden im In- und Ausland erobert. Dabei bringt jeder der Besucher seine ganz eigene Geschichte mit.

Es begann mit einem Scherz

<span>Florian Wolf</span> Bild-Zoom Foto: Johannes Koenig
Florian Wolf

Florian Wolf aus Kassel: Alles begann mit einem Abend in Nordengland. „Ich war dort zusammen mit einem Studienfreund auf einer Ausstellung, und wir gingen dann abends gemeinsam noch einen trinken.“ Sehr zum Missfallen des Wirtes orderten die beiden einen schottischen Whisky. Der griff dann ins höchste Fach des Regals und schenkte den rauchigsten Whisky aus, den man sich vorstellen kann. „Wahrscheinlich wollte er uns eins auswischen und mein Freund schaffte es tatsächlich nicht, das kleine Gläschen auszutrinken. Aber ich fand’s total lecker.“ Natürlich sei Whisky ein Genussmittel, das man zusammen mit Freunden trinkt. Um betrunken zu werden, sei er viel zu schade. Und was das Geschlecht angeht, so glaube er, dass Whiskys eher weiblich sind: „Schließlich liebe ich sie ja.“

Bilderstrecke 17. "Whisky Fair" lockt Besucher nach Limburg
Zum Mekka der Whiskyliebhaber wurde Limburg an diesem Wochenende: Zur inzwischen 17. "Whisky Fair" kamen wieder Tausende von Besuchern aus dem In- und Ausland in die Domstadt. Foto: KoenigZum Mekka der Whiskyliebhaber wurde Limburg an diesem Wochenende: Zur inzwischen 17. "Whisky Fair" kamen wieder Tausende von Besuchern aus dem In- und Ausland in die Domstadt. Foto: KoenigZum Mekka der Whiskyliebhaber wurde Limburg an diesem Wochenende: Zur inzwischen 17. "Whisky Fair" kamen wieder Tausende von Besuchern aus dem In- und Ausland in die Domstadt. Foto: Koenig

Mit Wasser die Aromen wecken

<span>Martin Klumpp </span> Bild-Zoom Foto: Johannes Koenig
Martin Klumpp

Martin Klumpp aus Haiger: „Schöne Whisky-Erlebnisse hatte ich viele, da ist es schwer, eines rauszugreifen.“ Nach etwas Bedenkzeit fällt ihm aber  schließlich doch eine nette Anekdote ein: Bei einer Geschäftsreise wartete er im Dubliner Flughafen auf den Anschlussflug. Während er durch den Duty-Free-Bereich streifte, kam er auch an einem Whisky-Stand vorbei. „Der junge Mann hinter dem Tresen versuchte mir etwas aufzuschwatzen, merkte aber schnell, dass ich mehr Ahnung hatte als er.“ Eine Erfahrung, die der junge Ire aber sportlich nahm: „Zum Abschied schenkte er mir einen Druck einer alten Destillerie, die es nicht mehr gibt.“ Zum formvollendeten Whisky-Genuss gehört wiederum nicht nur ein guter Whisky, sondern auch das geeignete Wasser zum Verdünnen. In Fassstärke abgefüllter Whisky muss ohnehin auf Trinkstärke herunter verdünnt werden. „Aber auch zwei, drei Tropfen Wasser in den normalen Whisky mit 40, 42 oder 46 Prozent Alkohol öffnen noch einmal zusätzlich die verschiedenen Aromen.“ Puristen nehmen dazu aber nicht irgendein Wasser, sondern idealerweise, dasselbe, aus dem auch der Whisky hergestellt wurde. „Das wird auch angeboten. Da kostet eine Flasche 40 Euro, die hält dann aber auch entsprechend lange.“ Unter den Whisky-Anhängern finden sich übrigens auch immer mehr Frauen: „Auch und gerade solche, die vorher überhaupt keinen Vertrag damit hatten und schließlich auf den Geschmack gekommen sind.“

Ein gelungener Start in den Tag

<span>Dirk James Römer</span> Bild-Zoom Foto: Johannes Koenig
Dirk James Römer

Dirk James Römer aus Darmstadt: Fragt man Whisky-Enthusiasten nach einem geeigneten Whisky für Einsteiger, werden sie sicher nicht den rauchig-torfigen Laphroaig von der Insel Islay empfehlen. Genau diesen eher speziellen Whisky kostete Dirk Römer erstmals als 16-Jähriger. „Wir haben in einem Haus gewohnt, wo mit einem Ofen geheizt wurde. Das Rauchige war ich also schon gewohnt.“ Prinzipiell kann man Whisky zu allen Tageszeiten genießen – im Urlaub sogar zum Frühstück. „Frische Pancakes mit Sirup und dazu einen Whisky, das ist ein toller Start in den Tag.“

Mit Whisky schottische Lieder schmettern

<span>Freddy the Piper (Alfred Sattler) </span> Bild-Zoom Foto: Johannes Koenig
Freddy the Piper (Alfred Sattler)

Freddy the Piper (Alfred Sattler) aus Eitorf: Sein erstes Whisky-Erlebnis war spektakulär. Auf dem Marktplatz in Bonn erlebte er die aus dem schottischen Edingburgh stammende Band „Ceolbeg“, die traditionelle Weisen mit Rockmusik verband. Nach dem Konzert hatte er Gelegenheit, mit den Musikern zusammenzusitzen und Gary West, der Dudelsackspieler der Gruppe, spendierte einen Single-Malt-Whisky, „Ich gab dafür ein Bier aus, dann sangen wir gemeinsam schottische Lieder.“ Spezielle Tage für den Whisky-Genuss pflege er nicht, er müsse aber zu Hause sein und nicht mehr fahren müssen. „Sonst könnte ich das ja gar nicht mit allen Sinnen genießen.“ Zum Genuss gehört auch, jeweils nur ein paar Tropfen Whisky zu verkosten. „Es ist immer wieder spannend, wie sich da eigene Geschmacksstrukturen herausbilden.“ Einen guten Single Malt vertrage man übrigens problemlos. „Es ist der Fusel, der am nächsten Morgen zu Kopfschmerzen führt.“ Und das bei Frauen und Männern: „Whisky ist für beide Geschlechter da. Er heißt ja nicht umsonst ,Wasser des Lebens‘.“

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