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Tipps von Sparfüchsen: Energiesparen lässt sich lernen

Wie lüftet man richtig, wo im Haus gibt es Kältebrücken? Diese und ähnliche Fragen beantworten die „Energiesparfüchse“ des Rhein-Lahn-Kreises. Einer von ihnen besuchte jetzt Landrat Frank Puchtler in Oberneisen.
Der ehrenamtliche Energieberater Werner Reuter (links) untersuchte auch den Haushalt von Landrat Frank Puchtler auf Energieschwachstellen. Der ehrenamtliche Energieberater Werner Reuter (links) untersuchte auch den Haushalt von Landrat Frank Puchtler auf Energieschwachstellen.
Rhein-Lahn/Oberneisen. 

Vor dem Hintergrund, dass die Energieressourcen endlich und der Einsatz regenerativer Energieformen noch ausbaufähig ist, hat das Energiesparen große Bedeutung. Seit 2012 bildet das Seniorenbüro des Rhein-Lahn-Kreises dazu ehrenamtlich tätige Energiesparfüchse aus.

Diese beraten und informieren ihre Kunden zu Energie- und Umweltfragen, ohne dass sie damit den Rat professioneller Experten, vor allem im Hinblick auf größere Investitionen, ersetzen wollen. Ihr Ziel ist es lediglich, Anstöße zu geben und ein Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit Energie zu schaffen. Vor kurzem besuchte der Energiesparfuchs Werner Reuter den Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler (SPD), in seinem Privathaus in Oberneisen. Hier leben drei Generationen unter einem Dach.

Direkt ins Auge fiel dem Sparfuchs schon am Eingang des Hauses, das in den 70er Jahren Puchtlers Vater erbaut hat, die Türkonstruktion aus Metall. „So ein Türrahmen ist eine Kältebrücke“, sagte der Energiesparfuchs. Weitere Schwachstellen im seinerzeit auf dem neuesten Stand errichteten Wohngebäude seien die Durchführungen für den Rolladengurt am Rolladenkasten oder die obere Geschossdecke mit ihrer Dachbodenluke. Mit geringem Aufwand könne ein geschickter Heimwerker Abhilfe schaffen, so Reuter. Einige baulichen Gegebenheiten ließen sich aber gar nicht oder nur mit hohem technischen und finanziellen Aufwand verändern.

Dass nicht alles an dem Altbau schlecht sein muss, erfuhr der Landrat, als es um seine Heizungsanlage ging. Einzeln abschaltbare Nachtspeicheröfen eröffnen individuelle Möglichkeiten der Raumheizung. Dazu kommt ein Kachelofen, der mit Holz befeuert wird und besonders in diesen Tagen, wenn es tagsüber auch schon mal wärmer wird, eine gute Alternative zur Zentralheizung bietet.

Werner Reuter, der meistens mit seinem Kollegen Werner Kaiser auf Beratungstour ist, erzählte, dass er in einigen Haushalten dauergekippte Fenster vorgefunden habe. Viel energiesparender sei es, das Fenster weit zu öffnen, stoßzulüften und dann das Fenster wieder zu schließen. „Das sind die kleinen Dinge, die jeder beachten kann“, so Reuter. Auch rät er dazu, Elektrogeräte wie Fernseher oder Computer immer komplett abzuschalten und die Standby-Funktion nicht zu nutzen. Diese Regel wird im Haushalt der Familie Puchtler vorbildlich umgesetzt.

Mehr kostenlose Informationen zum Energiesparen gibt es jeden zweiten Dienstag im Monat im Mehrgenerationenhaus Kreml-Kulturhaus in Zollhaus. Auf Wunsch kommen die Sparfüchse auch zu den Bürgerinnen und Bürgern wie im Falle der Familie Puchtler nach Hause. Die Beratung ist kostenfrei, nur die Anfahrtskosten (0,25 Euro/km) müssen dem Energiesparfuchs ersetzt werden. Inhalte der Beratung können folgende Themen sein: Richtig Heizen und Lüften, Strom- und Heizkostenabrechnung verstehen, Stromverbrauchsmessung, stromsparende Haushaltsgeräte, Energiesparleuchten, Elektroautos, Strom- und Gasanbieterwechsel, persönliche Klimabilanz – eigenes Verhalten und Konsum und Übersicht über weitere Beratungsmöglichkeiten. Anmeldung: Werner Reuter, Tel. (0 64 86) 8751, oder im Kreml-Kulturhaus unter Tel. (0 64 30) 92 97 24.

(red)

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