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Tipps für Hundehalter: Das richtige Training für Hund, Herrchen und Frauchen

Von Zu einem ganz besonderen Spaziergang trafen sich Hundebesitzer in Stahlhofen am Wiesensee: Sie erhielten nützliche Tipps für den richtigen Umgang mit ihrem Tier.
Eine der ersten Aufgaben für die Hundeführer war das Flanieren mit dem eigenen Vierbeiner an den anderen Hunden vorbei. Foto: Klaus-Dieter Häring Eine der ersten Aufgaben für die Hundeführer war das Flanieren mit dem eigenen Vierbeiner an den anderen Hunden vorbei.
Stahlhofen am Wiesensee. 

Fast teilnahmslos reihte sich der Deutsche Kurzhaar „Henko“ in die lange Reihe der Hunde ein, die sich gemeinsam mit ihren Frauchen und Herrchen zur „Naturerlebniswanderung mit Hund“ der Tourist-Information Wäller Land am Rande des Wiesensees eingefunden hatten. „Henko“ ist seit Beginn dieses beliebten Termins dabei, ist sein Herrchen Gerhard Frank doch gemeinsam mit Hundetrainerin Manuela Janz Leiter der Wanderung.

Bereits im vierten Jahr wird das Treffen angeboten, das sich wachsender Beliebtheit erfreut. Dies hat die Verantwortlichen zu einer Erweiterung veranlasst. Gab es bisher nur einen Anfängerkurs, so soll es am 27. Mai erstmals auch einen Termin für Fortgeschrittene geben.

Warnung vor der Hitze

Für „Henko“ gab es nichts Schöneres, als seine Artgenossen freudig zu begrüßen. Darunter Mischlinge, wie der rumänische „Collin“ oder reinrassige Collies, Dackel oder ein Labrador. Das sonnige, warme Wetter war für Gerhard Frank der Anlass, gleich zu Beginn eine der wichtigsten Empfehlungen auszusprechen. „Bei den 22 Grad Wärme erhitzt sich ein Auto innerhalb von 15 Minuten im Inneren auf 37 Grad“. Dies bedeute für die Hundebesitzer, dass sie „nicht mal eben schnell einkaufen“ gehen und ihr Tier im Wagen zurücklassen können. Denn im Auto bildet sich Stauhitze, und der Hund gerät in Panik. „Sie wollen doch nicht als Tierquäler dastehen, wenn die Autoscheibe eingeschlagen wird?“

Gemeinsam ging es anschließend in den schattigen Fichten- und Buchenwald, der an das Gelände des Wiesensees angrenzt. Hier erfuhren die Hundebesitzer so einiges über den richtigen Umgang mit ihrem Vierbeiner, wie sie auf Gesten des Hundes achten und diese richtig deuten. Die Gruppe musste zwei Reihen links und rechts des Weges bilden, um anschließend mit ihrem Hund in der Mitte zu laufen. Einige am Rand stehende Hunde waren nicht zu bändigen: Sie zerrten in die Mitte und wurden mit der Leine wieder zurück an den Rand gezogen. „Lassen Sie das“, empfahl Gerhard Frank. Der Hund, der in die Mitte ziehen wollte, habe „nur Hallo sagen wollen“. Schon nach wenigen Sekunden wäre das Interesse an seinem Partner in der Mitte des Weges erloschen.

Übungen bestätigten dies am Ende auch. Die Besitzer von Rüden ließen ihre Hunde in der Mitte eines Weges laufen, da andere Rüden zumeist am Rande ihre Spuren hinterlassen. Wer mit seinem Tier auf der Spur eines Rüden laufe, müsse immer wieder stehenbleiben, da der Hund an der Spur riecht und eine eigene Spur hinterlassen will.

Nicht ohne Leine

Eindringlich appellierte Gerhard Frank an alle Teilnehmer, ihren Hund im Wald an die Leine zu nehmen. Es gehe ihm dabei nicht so sehr darum, dass Hunde Rehe jagen oder sich ihnen nähern. „Schnüffelt der Hund an einem Kitz, wird es von der Mutter abgelehnt und verhungert.“ Weiter ging der zertifizierte Natur- und Wanderführer mit den Kursteilnehmern immer tiefer in den Wald. Am Beispiel von „Henko“, der einen Stock apportierten sollte, vermittelte Gerhard Frank die Bedeutung von Gesten. Wichtig sei vor allem der „Behang“, das sind die Ohren, „die sehr viel aussagen“. Hängen die Ohren wie bei Henko eher lässig herab, während der zu apportierende Stock vor ihm auf der Erde liegt, deute dies auf Teilnahmslosigkeit hin, so Frank, der daraufhin den straffen Befehl erteilte, den Stock wieder aufzunehmen. Am Ende gab es ein verbales Lob für Henko und gleichzeitig ein derbes Klopfen am Körper des Hundes, was viele Teilnehmer zunächst ebenfalls als Lob deuteten. Weit gefehlt. Laut Gerhard Frank bedeutet das Klopfen für den Hund eine Strafe und die Aufforderung, es in Zukunft besser zu machen.

Wichtig sei die Bindung des Hundes zum Menschen, die allerdings vom Gehorsam zu unterscheiden ist. Für die Bindung sind nach Aussage von Gerhard Frank die Frauen zuständig, weil die Männer zu „burschikos“ seien. Für den Gehorsam seien eher die Männer zuständig, die allein durch ihre Stimmlage auf Hunde wirken könnten. Für Teilnehmerin Manuela Mergenthaler waren dies nichts Neues. Sie ist von Beginn an mit ihrem Mischling „Collin“ dabei und freut sich schon auf den Fortgeschrittenenkurs im Mai.

Weitere Termine

gibt es im Internet unter der Adresse
www.wällerland.de.

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