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Hessens Umweltministerin: Priska Hinz erläuterte in Neu-Isenburg ihren ambitionierten Klimaschutzplan

Von Das Land Hessen will beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle spielen. Wie dieser Plan konkret aussieht, erläuterte jetzt Priska Hinz, hessische Umweltministerin, Politikern und Bürgern der Stadt Neu-Isenburg. Doch zuvor unterstrich Bürgermeister Herbert Hunkel erst einmal die Anstrengungen der Hugenottenstadt in Sachen Klimaschutz.
Hessens Umweltministerin Priska Hinz war zu Gast in Neu-Isenburg und stellte ihren Klimaschutzplan vor. Foto: Leo F. Postl Hessens Umweltministerin Priska Hinz war zu Gast in Neu-Isenburg und stellte ihren Klimaschutzplan vor.
Neu-Isenburg. 

Das Land Hessen will beim Klimaschutz eine besondere Rolle spielen. Die Hessische Landesregierung hat daher im März bereits den verbindlichen „Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025“ verabschiedet. Dieser Aktionsplan wurde am Donnerstagabend von der zuständigen Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz (Grüne), den Neu-Isenburger Parlamentariern und interessierten Bürgern vorgestellt.

Bevor die Ministerin loslegte, stellte Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) die lokalen Anstrengungen der Hugenottenstadt in Sachen Umwelt- und Klimaschutz vor. „Schon unsere Stadtväter haben 1880 in weiser Voraussicht ein getrenntes Abwassersystem eingerichtet. Seit 1983 gibt es in unserer Stadt die AG Umwelt, seit 1985 haben wir einen städtischen Biologen, seit 2010 die AG Radverkehr, und in diesem Jahr haben wir auch die Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“ unterzeichnet“, nannte Hunkel ein paar Beispiele. Seit der neuen Legislaturperiode gibt es mit Dirk Wölfing sogar einen Dezernenten für Klimaschutz und Energiewende.

Klimaschutzplan

„Ja, Neu-Isenburg ist die erste Kommune, die mich zur Vorstellung des Hessischen Klimaschutzplanes eingeladen hat“, lobte Ministerin Priska Hinz auch diese Initiative aus der Hugenottenstadt und erläuterte anschließend, wie ein solcher Klimaschutzplan zustande kommt. „Wir haben auf sehr breiter Basis von Fachleuten, Politik und Bürgern eine Ideen und Vorschlagssammlung erstellen lassen, wie man die geforderten Ziele des Klimaschutzes erreichen kann“, so Hinz. Dann wurden die Hauptverursacher des „Klimakillers“ ausgemacht.

„Das ist der Autoverkehr und hier liegen wir in der Bundesrepublik an der Spitze, denn Hessen ist das große Durchfahrtsland“, betonte Ministerin Hinz. Doch auch Industrie und Haushalte sind beträchtliche Emissionierer des umweltschädlichen Co2-Gases.

Gemäß dem vorgelegten Klimaschutzplan sollen bis 2020 rund 30 Prozent, bis 2025 dann 40 Prozent und bis 2050 mindestens 90 Prozent der Co2-Emissionen eingespart werden. „Dies käme einer Klimaneutralität gleich“, schilderte Priska Hinz den Idealfall.

Nun lag es daran die Vorgehensweise abzustimmen. „Aus den vorgelegten 174 Handlungsaktionen wurden 140 als notwendig bestimmt, daraus wiederum eine Priorisierung festgelegt“, so die Ministerin. Im „Kuchen“ mit den Anteilen der Fördermittel des Handlungskonzeptes entfällt ein großes Stück auf die Information und Beratung (34 Prozent), weitere 21 Prozent auf direkte staatliche Förderung.

„Es hat sich gezeigt, dass die Anreize mit einer gezielten Förderung eine größere Akzeptanz finden als gesetzliche Vorschreibungen, die ja nur wieder gerichtliche Auseinandersetzungen nach sich ziehen“, verwies Hinz auf den holprigen Atomausstieges.

Vorreiter Landesregierung

Bei der Umsetzung der Ziele zum Klimaschutz will die Landesregierung selbst mit bestem Beispiel voran gehen. „Wir wollen alle Verwaltungsgebäude des Landes Hessen; dazu zählen auch die der Regierungspräsidien und Hochschulen, Klima fit machen, den Fuhrpark umstellen und ein Jobticket nach Beispiel des Schüler-Jahrestickets für 365 Euro im Jahr einführen“, erklärte die Ministerin.

Den Kommunen soll in erster Linie mit der Förderung von Beratungsleitung unter die Arme gegriffen werden. Hier erhielt Neu-Isenburg kürzlich einen Förderscheck von fast 30 000 Euro. Generell soll der Rad- und Fußverkehr in den Städten neu konzipiert und auch die Verkehrsstruktur in ländlichen Regionen neu aufgestellt werden.

„Im Städtebau müssen wir für mehr Frischluftzufuhr sorgen“, betonte die Ministerin. Aber auch in der Wasserwirtschaft, dem Landbau und der Forstwirtschaft gebe es Handlungsfelder. Hinz war sich sicher, dass die vorgegebenen Ziele erreicht werden können, wenn sich alle einbringen.

Neu-Isenburgs Umweltdezernent Dirk Wölfing stellte danach die aktuellen Vorhaben zum städtischen Klimaschutz vor.

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