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Luxus über den Wolken

Zu einer Reise in die Vergangenheit brach die Klasse 3 b der Hans-Christian-Andersen-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Irmgard Gittermann auf. Im Zeppelinmuseum erfuhren sie viel über die Luftschifffahrt.
Die Klasse 3 b der Hans-Christian-Andersen-Schule aus Neu-Isenburg im Zeppelinmuseum. Bilder > Die Klasse 3 b der Hans-Christian-Andersen-Schule aus Neu-Isenburg im Zeppelinmuseum.
Neu-Isenburg. 

Wir, die Klasse 3 b der Hans-Christian-Andersen-Schule, kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wir besuchten das Zeppelinmuseum in Zeppelinheim, wo wir von Jessica Siebeneich, der Leiterin des Hauses, viel Erstaunliches erfuhren: Wie in einem Luxushotel reisten damals die Passagiere. Damals, das war die Generation unserer Urgroßeltern, also zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Drei Tage dauerte zu jener Zeit der Flug von Frankfurt nach Rio in Brasilien. Doch langweilig wurde es den Passagieren nicht. So ein Zeppelin hatte einen Speisesaal, ein Schreib- und Lesezimmer, eine Bar, einen Rauchsalon, Schlafkabinen und eine Küche. Mit eigenen Augen konnten wir einen nachgebauten Speisesaal bewundern, in dem die Herrschaften ihr mehrgängiges Menu von feinstem Porzellan und mit Silberbesteck speisten. Anschließend konnten die Herren eine Zigarre im Rauchersalon – hier war das Mobiliar aus unbrennbarem Leder – rauchen, die von einem Stuart angezündet und hinterher nur von ihm mit Wasser ausgemacht werden durfte. Es war natürlich sehr wichtig, dass es zu keinem Brand kam,

Wir staunten über so viel Luxus über den Wolken und wollten abschließend noch wissen, wer denn damals überhaupt mit einem Zeppelin fliegen konnte: Dies blieb nur einigen wenigen Bürgern vorbehalten, die auch das nötige Kleingeld besaßen: Umgerechnet kostete ein Flug von Frankfurt nach Rio 20 000 Euro.

Als wir nach der sehr informativen Führung von Jessica Siebeneich wieder nach draußen in die heutige Zeit zurückkehrten, sahen wir zum Himmel und entdeckten ein Flugzeug. Beinahe banal und langweilig erschien es uns. Jessica Siebeneich schenkte uns zum Abschied einen mit Helium gefüllten kleinen Zeppelin für das Klassenzimmer. Dort schwebt er heute und erinnert uns an die Zeit vor 100 Jahren.

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