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Verliebt in Bad Homburg: Was die Kurstadt unternimmt, um Bürger und Firmen zu locken

Von Was kann man tun, um Neubürger und Firmen in die Kurstadt zu locken? Eine ganze Menge, weiß Wirtschaftsförderer Stefan Wolf. Vor allem eine Willkommenskultur kann mitunter Wunder wirken.
Symbolbild Symbolbild
Bad Homburg. 

Für Jörg Brand, Geschäftsführer der First Data Deutschland, war es so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Insgesamt 12 Städte buhlten um die Gunst des Unternehmens, ein Experte in der Abwicklung von Zahlungstransaktionen. 12 Stadtoberhäupter umwarben Brand und seine 435 Mitarbeiter, die Bad Vilbel verlassen und auf der Suche nach einem Standort waren. Das Rennen macht Bad Homburg. „Ich habe die Stadt gesehen und mich verliebt“, fasst der Geschäftsführer seinen ersten Eindruck von der Kurstadt zusammen.

Doch es waren nicht die hübschen Fassaden und die Parks, die Brand davon überzeugten, den Firmensitz in die Marienbader Höfe zu verlegen. Da gibt es noch die „sehr gute verkehrliche Anbindung“, die Nähe zur Innenstadt, die vielen fußläufig zu erreichenden Restaurant. Vor allem aber war Brand von dem herzlichen Willkommen begeistert, das First Data von der Stadt gemacht wurde. „Dass OB Alexander Hetjes (CDU) mich und meine Mitarbeiter bei einem Rundgang sogar persönlich begrüßt hat, kam sehr gut an“, so Brand.

Der Musterschüler

Auch bei der IHK hat man erkannt, dass man in Bad Homburg eine sehr ausgeprägte Willkommenskultur pflegt. Daher wurde die Kurstadt nach 2014 bereits zum zweiten Mal als „ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ prämiert. Es ist jetzt allerdings nicht so, dass diese Auszeichnung nicht schon andere Kommunen ergattert haben – im Hochtaunuskreis Steinbach, Oberursel, Usingen, Kronberg und Friedrichsdorf. Es ist aber so, dass Bad Homburg in diesem Reigen die Rolle des Musterschülers einnimmt.

Wohnen, leben, arbeiten – Horst Platz, Vorsitzender des IHK-Ausschusses Hochtaunus/Main-Taunus, lobte vor allem diesen Dreiklang. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die exzellente Ausstattung mit Kindertagesstätten, die hohe Aufenthaltsqualität oder das mannigfaltige Kultur- und Freizeitangebot seien ohnehin dicke Pluspunkte für die Kurstadt. Doch auch bei der Betreuung von Neubürgern überzeuge die Stadt. Platz nannte in diesem Zusammenhang die Serviceangebote für Neubürger auf der Homepage der Stadt. Dort gibt es alle Infos für Neubürger auf einen Blick – und das auch auf Englisch. Zudem lobte der Ausschussvorsitzende die vielen Stadtteil- und Familienzentren sowie das reiche Angebot des Stadtladens. Allein die Öffnungszeiten seien ein praktisches Beispiel für guten Service. „Der Stadtladen öffnet seit diesem Frühjahr an jedem Werktag bereits um 7.30 Uhr. So haben Berufstätige die Möglichkeit, ihren Gang ins Rathaus noch vor der Arbeit zu erledigen.“

Insgesamt musste die Stadt zu 31 Kriterien in sechs Handlungsfeldern Stellung beziehen. Da ging es um Fragen wie: Gibt es in Ihrer Kommune einen Neubürgerservice? Erhalten Neubürger eine individuelle Beratung über die Betreuungssituation vor Ort? Gibt es Angebote, die zum Dialog zwischen den Kulturen einladen?

Platz warnte aber auch, dass der Konkurrenzkampf um Bürger und Unternehmen zwischen den einzelnen Städten im Rhein-Main-Gebiet noch zunehmen werde. „Noch profitieren viele Kommunen vom Zuzug in die Region, aber es sind erste Rückgänge zu verzeichnen“, so der Experte. Umso wichtiger sei es, dass alle relevanten Börden – Bürgerbüro, Ausländerbehörde oder Wirtschaftsförderung – Hand in Hand arbeiten würden.

Kontakt ist wichtig

Und Bad Homburgs Wirtschaftsförderer Stefan Wolf hat noch weitere Ideen, wie er die kurstädtische Willkommenskultur ausbauen will. So ist geplant, weitere Abschnitte der Homepage ins Englische zu übersetzen. Zudem denkt der Wirtschaftsförderer an Info-Veranstaltungen für Neubürger. „Der Face-to-Face-Kontakt ist einfach wichtig“, sagt Wolf. Oder wie drückte es First-Data-Geschäfstführer Brand aus: „Es ist toll für ein Unternehmen, so eine fantastische Aufnahme zu spüren.“

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