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Helden des Alltags: Taunus-Sparkasse verleiht den Bürgerpreis

Von Sie opfern ihre Freizeit für andere. Bringen sich in Vereine und Instituitionen ein und stellen dabei ihre eigenen Bedürfnisse oftmals hintan. Bei diesen Menschen bedankt sich die Taunus-Sparkasse mit dem alle zwei Jahre vergebenen Bürgerpreis.
Für den verstorbenen Robert Rohr nahmen seine Frau und Tochter Nora Geis die Ehrung in Empfang. Außerdem wurden Walter Gernhard und Rosemarie Steinkamp (vordere Reihe von links) ebenso gewürdigt, wie Uwe Meyer-Teske (Mitte, hinten). Die Landräte Michael Cyriax (links) und Ulrich Krebs sowie Markus Franz (rechts) vom Vorstand der Taunus-Sparkasse gratulierten. Foto: MATTHIAS KNAPP Für den verstorbenen Robert Rohr nahmen seine Frau und Tochter Nora Geis die Ehrung in Empfang. Außerdem wurden Walter Gernhard und Rosemarie Steinkamp (vordere Reihe von links) ebenso gewürdigt, wie Uwe Meyer-Teske (Mitte, hinten). Die Landräte Michael Cyriax (links) und Ulrich Krebs sowie Markus Franz (rechts) vom Vorstand der Taunus-Sparkasse gratulierten.
Hochtaunus. 

Seit 30 Jahren schon bringt sich Rosemarie Steinkamp bei den Grünen Damen ein. Seit 2010 ist die Bad Homburgerin sogar Vorsitzende der 160 Frauen und Männer, die Kranke und Einsame in den Kliniken der Umgebung besuchen, aber auch in Seniorenwohnheimen und Behinderteneinrichtungen, die Cafés und Büchereien betreiben oder ein gemeinsames Frühstück organisieren. Für ihr Engagement bekam sie jetzt den Bürgerpreis der Taunus Sparkasse in der Kategorie Lebenswerk.

Zum 13. Mal schon ehrt das Kreditinstitut damit das ehrenamtliche Engagement von Bürgern im Main-Taunus- und Hochtaunuskreis, diesmal unter dem Motto „Aus Überzeugung engagiert“. Im roten T-Shirt mit der Aufschrift „Ich mag dein Lachen“ ist Uwe Mayer-Teske ins Hofheimer Landratsamt gekommen, wo die Ehrung gestern stattfand. Seit einigen Jahren engagiert sich der Friedrichsdorfer als „Nasenbotschafter“ für die Dr. Eckard- von- Hirschhausen-Stiftung „Humor hilft Helfen“ zur Förderung von Klinikclowns und ist zudem Juror und Coach für die Initiative „startsocial- Hilfe für Helfer“. Hier fördert er das preisgekrönte Projekt „Bike Bridge“, das sich um die Integration weiblicher Flüchtlinge durch Fahrradkurse bemüht und bald auch in Frankfurt an den Start geht.

Auch Inklusion liegt ihm am Herzen. Fürs gemeinsame Ballspiel mit Behinderten setzt er sich im Rollstuhl-Sport-Club Frankfurt regelmäßig selbst in einen Rollstuhl. Aus den Händen von Landrat Ulrich Krebs, gleichzeitig stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der Bank, nimmt er bei der Feierstunde eine Glasstele und einen Scheck entgegen, dazu ein großes Dankeschön für sein Engagement. Fürs anschließende Foto setzt der Geehrte dem Landrat werbewirksam noch eine rote Nase, Symbol der Klinikclowns, auf...

Engagierter Unternehmer

Über den Bürgerpreis in der Kategorie „Engagierter Unternehmer“, freut sich der Oberurseler Kreishandwerksmeister Walter Gernhard. Seit 1981 gehört er der Kreishandwerkerschaft an, seit 1987 ist er im Vorstand. Er etablierte Mitte der 90er Jahre einen Berufsinformationstag an den Schulen im Hochtaunuskreis und trieb die Neuorganisation der Berufsschulen voran. Auch in seinem Wohnort Oberstedten ist er aktiv im Ortsbeirat, in Vereinen und Kirche.

Für sein Lebenswerk sollte eigentlich Robert Rohr ausgezeichnet werden. Jahrzehntelang hat er sich in der Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) eingebracht hatte und dabei seine Aufwandsentschädigung als Stadtverordnetenvorsteher regelmäßig aufgerundet und gespendet. Den Preis entgegennehmen konnte er nicht mehr. Wie berichtte, ist Rohr am Wochenende nach langer Krankheit gestorben. Stattdessen traten Frau und Tochter von Robert Rohr nach vorne und erzählten, wie sehr sich der Verstorbene sich kurz vor seinem Tod noch über die Nachricht seiner Ehrung gefreut habe.

Schnelles Eingreifen

Aus dem Main-Taunus-Kreis wurden fünf Bürger ausgezeichnet: Als Alltagshelden Marc Fleischer-Pratschke und Paul Thiele, die bei dem Großbrand im Kelkheimer Rettershof durch ihre schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindert hatten. Ein Alltagsheld ist auch Übungs- und Schwimmtrainer Frank Bender aus Bad Soden, der seit seinem 16. Lebensjahr Kinder und Jugendliche im erfolgreichen Ersten Sodener Schwimm-Club 1927 unterrichtet.

Über den Bürgerpreis in der Kategorie „U 21“ freut sich die 16-jährige Schwalbacherin Charlotte Schlosser, die sich als Stammesführerin eines Pfadfinderstamms einbringt. Für sein Lebenswerk wird der Hofheimer Karl Hennemann ausgezeichnet, der sich zwei Jahrzehnte lang als ehrenamtlicher Bahnhofspate für den Hofheimer Bahnhof engagiert hat, im Wasserwirtschaftsamt, im Vorstand von Haus und Grund, in Caritas und im Vereinsring. Die Laudation hält Landrat Michael Cyriax. Für alle gibt es belegte Brötchen und Getränke. Vorstandsmitglied Markus Franz verspricht, auch im kommenden Jahr wieder engagierte Bürger auszuzeichnen. „Dann haben wir die 100 voll!“ 90 waren es bis jetzt. Erstmals habe man in diesem Jahr die Vorschläge nur digital entgegengenommen, was sehr gut geklappt habe.

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