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Fahndung: Noch immer keine Spur von Mudasar Ali Rana

Von Der 27 Jahre alte Flüchtling, der unter Verdacht steht, vergangenen Donnerstag seinen Zimmergenossen getötet zu haben, ist noch auf der Flucht. Die Polizei hat jetzt ein neues Fahndungsfoto veröffentlicht.
Dieses Foto zeigt den Verdächtigen im Bad Homburger Schlosspark. Dieses Foto zeigt den Verdächtigen im Bad Homburger Schlosspark.
Bad Homburg. 

Man mag es kaum glauben, aber Mudasar Ali Rana, der 27 Jahre Pakistaner, der im Verdacht steht, seinen Mitbewohner getötet zu haben, ist immer noch auf der Flucht. Die Polizei hat am Wochenende ein neues Fahndungsfoto veröffentlich, dass Ali Rana im Bad Homburger Schlosspark zeigt. Derweil fahndet die Kriminalpolizei nach eigenen Angaben mit Hochdruck nach dem Flüchtigen.

Der 27-Jährige ist dringend tatverdächtig, am frühen Donnerstagmorgen seinen Mitbewohner in der Flüchtlingsunterkunft am Niederstedter Weg mit einem „beilartigen“ Messer getötet zu haben. Zeugen hatten Hilferufe gehört und daraufhin die Polizei verständigt. Die fand das 41 Jahre alter Opfer, der ebenfalls aus Pakistan stammt, tot in einer Blutlache in seinem Zimmer. Sein 27-jähriger Mitbewohner wird seitdem von der Polizei gesucht.

Die Bluttat hat die Verantwortlichen bei Stadt und Kreis geschockt. „Wir bedauern den Tod eines Menschen und hoffen, dass Gewalt mit derart schrecklichen Folgen sich nicht wiederholt“, sagte Bad Homburgs Sozialdezernent Meinhard Matern. Die Unterkunft am Niederstedter Weg kenne man als eine gut geführte Einrichtung des Hochtaunuskreises. Und wie der Kreis verfolge auch die Stadt Bad Homburg in den von ihr getragenen Einrichtungen das Ziel, solche Vorfälle von vorneherein zu verhindern. Matern: „Nach Vorliegen der Ermittlungsergebnisse der Polizei werden wir prüfen, ob sich aus dem Vorfall möglicherweise Schlüsse für die Arbeit in den Unterkünften ziehen lassen.“

Einer, der die Einrichtung aus erster Hand kennt, ist Materns Vorgänger im Amt, Dieter Kraft. „Was jetzt im Niederstedter Weg passiert ist, geschieht leider auch in anderen Städten. Das kommt dabei heraus, wenn Menschen jahrelang in solchen Einrichtungen leben müssen“, sagt der ehemalige Sozialdezernent der Grünen, der in dem Zusammenhang mit den Totschlag von einer „zwischenmenschlichen Katastrophe“ spricht. Ein paar Rangeleien habe es im Niederstedter Weg auch früher schon geben, aber keine körperliche Auseinandersetzung in dieser Art. „Das Heim wird vom DRK sehr gut betreut, zudem gibt es viele freiwillige Helfer“, so Kraft weiter, der aber hinweist, dass seine Infos ein halbes Jahr alt seien.

Auch HTG-Präsident Ralph Gotta weiß um die Tücken, die ein solches Lager-Leben mit sich bringt. Der Feri-Sportpark des Turnvereins liegt in direkter Nachbarschaft zur Flüchtlingsunterkunft. „Da prallen unterschiedlichen Nationalitäten und Religionen aufeinander, das schürt schon einen gewissen Grad an Aggressionen.“ Er selbst habe schon den einen oder anderen Streit miterlebt, bei dem es zur Sache gegangene sei. Gotta: „Ab und an musste ich auch schon mal rübergehen und eine deutliche Ansage machen.“ Die HTG habe sich von Anfang an mit besonderen Angeboten um die neuen Nachbarn gekümmert. Dieses Angebot habe man mittlerweile zurückgefahren, da die meisten Flüchtlinge tagsüber beschäftigt seien. Zudem sei schade, dass gerade weibliche Bewohner nicht sehr häufig auf die Angebote der HTG zurückgreifen würden.

Über das Motiv des Täters gibt es noch keine Erkenntnisse. Dass es sich um eine Beziehungstat handeln soll, ist derzeit nicht mehr als ein Gerücht.

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