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Ortstermin: Kreiselbau: Anwohner fürchten Verkehr

Welche Auswirkungen haben die Erschließungarbeiten des Gewerbegebiets "Im Gründchen" auf den Verkehr? Darüber informierte die FDP bei einem Ortstermin.
Erster Stadtrat und FDP-Chef Lars Knobloch (r.) erklärt, wie die Umleitung während des Kreiselbaus geregelt werden soll. Foto: Jochen Reichwein Erster Stadtrat und FDP-Chef Lars Knobloch (r.) erklärt, wie die Umleitung während des Kreiselbaus geregelt werden soll.
Steinbach. 

Die Eckdaten für die Erschließung des Steinbacher Gewerbegebiets „Im Gründchen“ stehen: zwölf Monate Bauzeit, davon acht für den Kreisel an der Industriestraße/Bahnstraße, vier mit starken Folgen für den Verkehr. Die Bahnstraße ist mit rund 14 000 Fahrzeugen am Tag eine Hauptverkehrsachse.

Um die Verkehrsführung zu erklären, hatte die FDP für Donnerstag zu einem Ortstermin eingeladen, wo die liberale Magistratsspitze – Bürgermeister Dr. Stefan Naas und Erster Stadtrat Lars Knobloch – die Planungen in Erinnerung rief: Die Haupterschließung beginnt wohl im Juni, zu den Behinderungen kommt es voraussichtlich von Oktober an. Dann ist die Bahnstraße an der Baustelle nur einspurig befahrbar. Überörtliche Umleitungen sollen 20 bis 30 Prozent des Verkehrs abfangen.

Berliner Straße im Fokus

Und der Rest? An der Baustelle können Autos nur in eine Richtung, gen Weißkirchen oder Steinbacher Zentrum, fahren. Das wird per Ampel geregelt und ist die mit übergeordneten Behörden besprochene Lösung. Der Wunsch, eine weitere Ampelphase für die Industriestraße zu haben, blieb unerfüllt, der Rückstau auf der Bahnstraße würde zu groß. Die Folge: Es geht in die Industriestraße rein, aber die Abfahrt aus dem Industriegebiet führt über die Berliner Straße.

Unter anderem hatte es im benachbarten Oberursel Bedenken gegeben, die Straßenverkehrsbehörde des Landes, Hessen Mobil, schloss sich dem an. „Wenn wir durch die Berliner Straße fahren müssen, ist das der Stadt Oberursel völlig egal“, sagte Knobloch.

Anwohner der Berliner Straße waren unter den etwa 40 Besuchern des FDP-Termins. „Wird die Straße für den Schwerlastverkehr ertüchtigt?“, lautete eine Frage im Hinblick auf Lkw. Nein. „Die Straße in ihrer Langlebigkeit muss das aushalten“, entgegnete Naas.

Außer dem Straßenzustand bereiten den Bürgern zusätzlicher Lärm und Verkehr an sich Sorgen. Nach Darstellung der FDP-Vertreter gibt es aber keine andere Lösung für die Umleitung. Woran eine Behelfsstraße über die Flächen des künftigen Gewerbegebiets gescheitert sei – die als zweite Spur parallel zur Bahnstraße laufen könnte –, wollte Wolfgang Schütz wissen. „Unter anderem an den Kosten“, antwortete Knobloch. Die Behelfsstraße ist eine Umleitungsidee, die auch die CDU zur Sprache bringt; sie hat dazu einen Antrag fürs Stadtparlament gestellt.

Die Gewerbetreibenden im Industriegebiet müssen sich ebenfalls auf die Umleitung einstellen. Verpackungsmittel-Unternehmer Jürgen Reichard plant veränderte Schichten, nach denen er seine Laster losschickt, damit sie nicht zu lange im Stau stehen. Er gibt sich entspannt: „Es wird rumgehen.“

Schleichweg ist tabu

Deutlich wurde: Ja, auch wer aus dem Industriegebiet Richtung Weißkirchen fahren will, muss den Umweg über die Berliner Straße nehmen und sich auf der Bahnstraße hinten einreihen. Schleichverkehr über die Schanz und den Fußweg zwischen Berliner Straße und Industriegebiet funktioniert nicht – die Stadt plant Hindernisse.

Apropos Stadt: Diese plant ebenso eine Infoveranstaltung zur Umleitung – zum Beispiel eine Bürgerversammlung oder eine öffentliche Sitzung. Der Termin ist noch nicht bekannt.

(she)

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