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Hattsteiner hatten schlechten Ruf

Königstein/Falkenstein. 

Zu einer spannenden Themenwanderung hatte Königsteins Stadtführer Hermann Groß eingeladen. Treffpunkt war das Rote Kreuz, und von dort sollte es Raubritterspuren entlang Richtung Königstein gehen. 26 geschichtsinteressierte Wanderer hatte dies bei schönstem Laufwetter auf den Plan gerufen. Aus Oberursel, Bad Soden und Bad Homburg hatte es sogar neugierige Naturliebhaber mit dem Bus dorthingezogen.

„Da es keine Rundwanderung ist, sind wohl fast alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist“, vermutete Groß und begann auch gleich mit der Geschichte aus dem 19. Jahrhundert von den beiden Mädchen, die im Schneesturm auf dem Feldberg gestorben seien, und dass deshalb heute die Station des Roten Kreuzes dort angelegt sei.

Alte Römerwege

Doch schon ging es los. Die angenehm kühle Waldluft und die durch die Zweige verspielt tanzenden Sonnenstrahlen wurden von der Wandertruppe als sehr angenehm empfunden. Überwiegend bergab ging es auf breiter, befestigter Route, eben die alten Wege der Kelten und Römer entlang. Auf diesen sei früher mit Pferden und Wagen zwischen den Burgen Hattstein und Falkenstein den Falkensteiner Pfad entlang, der laut Groß etwa Ende des 13. Jahrhunderts entstanden sein müsse, Verkehr betrieben worden.

„Die Hattsteiner waren die Schwerenöter der Taunusregion“, erklärt Groß seinen aufmerksam lauschenden Zuhörern, das brachte Falkenstein auch den Titel „Raubritternest“ ein. Die Hattsteiner hätten sogar dereinst Frankfurter Bürgern eine Schafherde gestohlen, und später seien etliche Kaufleute nach Falkenstein verschleppt worden, erzählt der Stadtführer. 200 Jahre hätten die Ritter auf Burg Falkenstein gelebt, berichtete er weiter. Zwischendrin werden die mitgebrachten Getränke und Pausenbrote auf einem Baumstamm sitzend vertilgt.

Nach etwa zweieinhalb Stunden und gut zwölf Kilometern kam die muntere Gruppe in Königstein in der Altkönigstraße an, wo jeder um einiges reicher an Wissen über die Hattsteiner und den Falkensteiner Pfad sowie zufrieden ob der schönen Wanderung wieder seines Weges zog. Die Teilnahme an der Tour war kostenlos.

Informationen über weitere Themenwanderungen gibt es im Kur- und Informationsbüro Königstein.

(rosa)
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