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An Dreistigkeit kaum zu überbieten: Gestohlene Marmorsteine in der Brunnenallee wurden ersetzt

Von Denen ist wirklich nichts heilig: Kurdirektor Ralf Wolter ärgert sich über die Stein-Diebe von der Brunnenallee. Die müssen gut vorbereitet gewesen sein.
Die Kur- und Kongreß-GmbH nutzte die Gunst der Stunde und ließ auf der Brunnenallee auch Stolperfallen entfernen. Foto: Jochen Reichwein Die Kur- und Kongreß-GmbH nutzte die Gunst der Stunde und ließ auf der Brunnenallee auch Stolperfallen entfernen.
Bad Homburg. 

Gestohlen wird, was nicht niet- und nagelfest ist. Aber Pflastersteine aus der Brunnenallee reißen und fortschleppen? Das gibt’s doch gar nicht, möchte man sagen. Stimmt nicht! „Ich habe das schon mal in meiner Zeit als Eppsteiner Bürgermeister erlebt. Da haben uns Diebe das historische Pflaster am Bahnhof herausgekloppt“, erinnert sich Kurdirektor Ralf Wolter. Doch der jetzige Diebstahl sei in seiner Dimension und Dreistigkeit schon einzigartig.

Zur Erinnerung: Unbekannte Täter haben zwischen dem 23. und 24. sowie zwischen dem 28. und 29. August insgesamt acht laufende Meter weiße Marmorsteine mit einem geschätzten Wert von rund 1000 Euro aus der Brunnenallee im Kurpark gerissen. Wolter ist sich sicher: „Hier waren Profis am Werk.“ Denn die Steine seien sauber entfernt worden. Auch Polizeihauptkommissar Markus Hoffmann ist von der Dreistigkeit der Täter überrascht. „Das ist eine schöne Menge an Steinen, die kannst du nicht mal eben so mit einem Eimer wegtragen“, sagt der Polizeisprecher. Zudem müsse irgendwer die Täter eigentlich gesehen haben. Hoffmann geht davon aus, dass die Täter nicht nur entsprechendes Werkzeug, sondern auch ein Fahrzeug im Einsatz hatten, schließlich mussten die Steine abtransportiert werden. Was das Tatwerkzeug angeht, glaubt Hoffmann, dass die Täter ein Brecheisen benutzt haben könnten. „Damit lässt sich der erste Stein heraushebeln, anschließend ist es dann einfach, weitere Pflastersteine zu entnehmen“, so Hoffmann.

Die gestohlenen weißen Marmorsteine wurden bereits ersetzt. Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
Die gestohlenen weißen Marmorsteine wurden bereits ersetzt.

Finanziell, so der Kurdirektor, sei der Diebstahl nicht so dramatisch. Dennoch ärgert er sich, „dass es Menschen gibt, die vor gar nichts mehr Respekt haben“. Denn zumindest der Aufwand, alles wiederherzustellen sei schon ordentlich gewesen. In den vergangenen Tagen hatte eine Fachfirma die ausgebauten Steine erneuert und gleichzeitig die Gelegenheit genutzt, unterspülte Stellen auf dem Pflasterstein-Streifen im Kurpark auszubessern.

Wann genau der rund zweit Meter breite Pflasterstreifen in der Mitte der Brunnenallee angelegt wurde, geht nicht aus den Unterlagen bei der Kur- und Kongreß-GmbH hervor. „In den 1960er Jahren wurde die Allee zubetoniert“, weiß Wolter zu berichten. Erst im Frühjahr 2000 wurde der hässliche Asphaltbelag abgetragen und der alte Zustand wiederhergestellt. Ein Teil des Streifens wurde erst kürzlich im Zuge der Sanierung von Orangerie und Musikpavillon neu angelegt – und in genau diesem Bereich haben die Diebe zugeschlagen.

Einen ähnlich dreisten Diebstahl hatte es im Mai 2013 gegeben. Da hatte die Firma Löw an einem Freitagmorgen eine neue Wetterfahne – aus Kupfer in Form einer Lokomotive – auf dem Dach des Bahnhofs angebracht, am nächsten Morgen war sie weg. Wenig später wurde übrigens eine neue Wetterfahne angebracht.

Hinweise auf die dreisten Stein-Diebe nimmt die Polizei in Bad Homburg unter der Telefonnummer (0 61 72) 1 20 - 0 entgegen.

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