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Staffelfinale: „Ein Fall für Zwei“: Ermittlungen im Gustavsgarten

Für das Staffelfinale von „Ein Fall für Zwei“ hat sich das Produktionsteam die Homburger Villa Wertheimber als Drehort ausgeguckt. Unser Reporter Tobias Wieck war am Set und warf einen Blick hinter die Kulissen. Sein Eindruck: Was sich im Fernsehen oft vermeintlich simpel darstellt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Ergebnis ausgefeilter Detailarbeit.
Film ab für Kommissar Oswald (alias Wanja Mues) im Gustavsgarten Foto: Jochen Reichwein Film ab für Kommissar Oswald (alias Wanja Mues) im Gustavsgarten
Bad Homburg. 

Die Villa Wertheimber hat schon was – das wissen nicht nur die Homburger, sondern auch einige Film- und Fernsehschaffende. Der Prachtbau im Gustavsgarten bildete schon mehrfach die Kulisse für Dreharbeiten. Ganz aktuell wird hier das Staffelfinale von „Ein Fall für Zwei“ gedreht. Mittendrin statt nur dabei: Kommissar Leo Oswald (Wanja Mues). Er begibt sich, so sieht es das Drehbuch vor, für Ermittlungen auf das Grundstück der Familie Kuhn. Ein Erpresser setzt ihren Lebensmittelkonzern „Kuhnfrisch“ unter Druck. Nach einer missglückten Geldübergabe und einer Vergiftung sitzt der frühere Chef der Lebensmitteltechnik, Klaus Tebbe (Tim Wilde) in Haft. Für Kommissar Oswald beginnt die Spurensuche.

Noch mal von vorn

„Wir starten mit einer Probe“. Regisseur Thomas Nennstiel blickt konzentriert in seinen Monitor. „Habt ihr ein Bild? Ja? Gut, dann Probe und bitte.“ Wanja Mues verharrt im Dickicht eines der historischen Bäume des Gartens. Er hat die Front der Villa im Blick und telefoniert. „Pause, danke“. Nennstiel unterbricht die Situation. Sah doch eigentlich schon gut aus. Der Regisseur aber ist noch nicht zufrieden. Es hakt bei den Details. „Es ist nicht so leicht, wie man sich das möglicherweise vorstellt. Wir proben den Ton, die Kamera, das Schauspiel. Alles muss übereinstimmen und flüssig sein. Schon die kleinste Veränderung der Lichtverhältnisse lässt uns von vorn beginnen“, erklärt Frank Himmel, „Producer Serien und Reihen“ bei Odeon TV. Nicht nur das Licht- und Schattenspiel stellt das Team um Thomas Nennstiel vor Probleme. Von oben dröhnt es. „Wir warten das Flugzeug ab“. Regie-Assistent Sasha Koszinowski koordiniert über Funk und schaut gen Himmel.

In der Zwischenzeit läuft Marcus Pund umher. Er ist der Oberbeleuchter und positioniert einen Reflektor, die Sonne strahlt mit voller Kraft. Immer wieder werden die Linsen der Kamera gewechselt, verschiedene Aufnahme-Entfernungen ausprobiert und an Mues Position gefeilt. Während das Bild des umherschleichenden Kommissars im Kasten scheint, greift Staatsanwältin Claudia Strauss (Bettina Zimmermann) ins Geschehen ein. Sie steht im Eingang der Villa. Die Vorbereitungen beginnen von vorn.

„Thomas Nennstiel ist in seiner Arbeit wirklich akribisch. Das schätze ich aber sehr. Zwar müssen wir ein Bild umso öfter drehen, doch lohnt sich das allemal. Wir sind auch ein eingespieltes Team, das funktioniert richtig gut“, schwärmt Wanja Mues. Ähnlich angetan ist er vom Drehort. „Die Location ist toll, die Natur, alles saftig und grün. Ich liebe es draußen zu sein, gehe in der Heimat oft am See joggen. Hier war ich allerdings auch schon das ein oder andere Mal. Früher besuchte ich meine Großtante in Oberursel. Wir waren oft auf dem Feldberg, eine wundervolle Gegend.“

Inzwischen ist Pause und das Team bewegt sich Richtung Catering. Gute Verpflegung ist nicht zu unterschätzen, wenn es um die Stimmung am Set geht. Bettina Zimmermann spricht aus Erfahrung: „Das kennt man doch. Man ist daheim, öffnet den Kühlschrank und er ist leer. Hier ist es anders. An einem langen Drehtag ist das Essen mit das Wichtigste. Die Leute freuen sich schon darauf und uns fehlt es hier wirklich an nichts.“ Sogar an Vegetarier und Kollegen mit Unverträglichkeiten werde gedacht.

Wenige Minuten im Kasten

Auch wenn die Rahmenbedingungen und Mittagspause passen, ist am Ende eines Drehtags oft nur wenige Minuten an Material im Kasten. Ungewöhnlich ist das nicht, wie der Regisseur selbst erklärt. „Grundsätzlich bin ich nie zufrieden. Das ist aber normal, denke ich. Mit dem heutigen Tag bin ich bisher auch nicht einverstanden, das liegt aber nicht am Team. Es muss alles stimmen und grade dieses Zusammenspiel ist sehr schwer zu erreichen“, betont Thomas Nennstiel. Heute habe auch noch die sonst so zuverlässige Wetter-App der Crew einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nennstiel: „Man muss sich wirklich auf alles gefasst machen, immer den Überblick behalten und natürlich Ruhe bewahren. Zeit haben wir leider keine. Der ein oder andere Schauspieler hat auch noch Anschlusstermine. Mit den Begebenheiten müssen wir uns eben zurechtfinden– wie immer.“

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