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Lücke auf der Fußgängerzone in Bad Homburg wird gefüllt: Das Comeback des Jahres: Kaufhaus Woolworth kehrt in die Kurstadt zurück

Von Acht Jahre nach der Schließung seiner Filiale auf der Louisenstraße kehrt Woolworth nach Bad Homburg zurück. Ganz nebenbei wird so auch eine schmerzhafte Lücke in der Einkaufsstraße geschlossen.
Seit vier Jahren steht das ehemalige Hugendubel-Domizil auf der Bad Homburger Louisenstraße schon leer, doch im kommenden Frühjahr will Woolworth hier einziehen und auf drei Etagen seine Waren anbieten. Foto: Jochen Reichwein Seit vier Jahren steht das ehemalige Hugendubel-Domizil auf der Bad Homburger Louisenstraße schon leer, doch im kommenden Frühjahr will Woolworth hier einziehen und auf drei Etagen seine Waren anbieten.
Bad Homburg. 

Es ist ohne Frage das Comeback des Jahres: Woolworth kehrt nach Bad Homburg zurück. Das Warenhaus wird im Frühjahr 2018 eine Filiale in der Louisenstraße 23 – das Gebäude, in dem einst Hugendubel beheimatet war – eröffnen. Der entsprechende Vertrag wurde am Montag unterzeichnet. Ein Magnet kehrt zurück, eine Lücke auf der Fußgängerzone wird geschlossen – diese Neuigkeit sorgt in der Kurstadt regelrecht für Euphorie. Der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, Eberhard Schmidt-Gronenberg, ist begeistert: „Das ist eine super Nachricht. Da sage ich im Namen der Aktionsgemeinschaft: Herzlich willkommen!“ Und auch OB Alexander Hetjes (CDU), der früher aus dem alten Woolworth seiner Oma immer Stoffe mitbringen musste, freut sich riesig. „Das ist eine riesige Aufwertung für die obere Louisenstraße, aber auch eine tolle Sache für die gesamte Einkaufsstraße“, so der OB.

So präsentierte sich die Woolworth-Filiale in der Kurstadt bis Ende 2009. Bild-Zoom
So präsentierte sich die Woolworth-Filiale in der Kurstadt bis Ende 2009.

Der Eigentümer des Gebäudes, Dr. Achim Landvogt, bestätigte gestern auf Anfrage dieser Zeitung den Woolworth-Deal. „Es soll zeitnah mit den Umbauarbeiten begonnen werden“, so Landvogt, der ebenfalls froh ist, dass der Leerstand in der Immobilie beendet ist. 2013 hatte der bisherige Mieter Hugendubel das 1999 bezogene Gebäude verlassen und sich auf der gegenüberliegenden Seite verkleinert. In den vergangenen Jahren hatte eine Zeit lang ein Billiganbieter das Erdgeschoss angemietet, die meiste Zeit stand das Gebäude jedoch leer.

Kein freiwilliger Leerstand

Kein freiwilliger Zustand, wie Landvogt erklärt, schließlich sei das Gebäude noch nicht abgezahlt. Man habe also zuschießen müssen. „Wir hatten am Ende alle Filialisten in Deutschland durch, die in der Lage sind, ihre Waren auf drei Etagen anzubieten“, so Landvogt. Und auch an den Mietforderungen habe der Leerstand nicht gelegen. Landvogt: „Es hatte einfach niemand Interesse. Bad Homburg steht halt auf den Expansionslisten der Filialisten nicht an oberster Stelle.

Auch die Pressestelle des Unternehmens in Unna bestätigte den langfristigen Vertragsabschluss. „Gerne bestätigen wir Ihnen die geplante Neueröffnung in Bad Homburg. Im Frühjahr 2018 werden wir die Filiale voraussichtlich eröffnen und unser Sortiment auf drei Etagen präsentieren“, so die Referentin Unternehmenskommunikation, Olga Bakanow. Woolworth wolle sich nachhaltig und langfristig am Markt etablieren und seine Expansion weiter vorantreiben.

Das schlimme Jahr 2009

Das zweite Halbjahr 2009 war ein düsteres Kapitel für das alte Woolworth und vor allem für die damals 43 Angestellten. Am 11. April hatte das britische Unternehmen Argyll Partners für den deutschen

clearing

Das Unternehmen vertreibt Artikel des täglichen Bedarfs. So bietet das Kaufhaus Kurzwaren, Dekorationsartikel, Elektronik, Schreib-, Haushalts- und Spielwaren, Kosmetik und Drogerieartikel, Accessoires, Geschenkartikel, Heimtextilien, Tierzubehör sowie Bekleidung für Damen, Herren und Kinder an. Im Sortiment finden sich zudem neben Eigenmarken auch Markenprodukte, ergänzt durch besonderer Aktionen. Derzeit betreibt Woolworth über 330 Standorte in Deutschland – will mittelfristig aber auf 500 Filialen anwachsen.

Gelungener Relaunch

„Der Relaunch ist gelungen, der Wackelkandidat Woolworth hat wieder in die Spur gefunden“, lobt Schmidt-Gronenberg und fügt hinzu: „Das ist eine Idealbesetzung. Das Unternehmen passt nach Bad Homburg wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.“ Und auch Hetjes ist überzeugt, dass ein Angebot wie das von Woolworth der Stadt gut tue.

Zwischenzeitlich hatte sich der Immobilienentwickler HGI um das Gebäude gekümmert. „Wir hatten verschiedene Ideen aufgezeigt“, erzählt Geschäftsführer Harald König. Unter anderem hatte er vorgeschlagen, das Erdgeschoss in mehrere kleinere Läden aufzuteilen, den Keller als Lagerraum zu nutzen und im Obergeschoss Büros oder Ärzte unterzubringen. Dass es nun ganz anders kommt, freut König dennoch: „Es wird der Stadt gut tun.“

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