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„Jesus ist keine Mythenfigur“

Von Die meisten Gläubigen auf der Welt gehören den christlichen Religionen an. Für Menschen, die sich mit dem Glauben schwer tun, gibt es Angebote, wie die Glaubenswoche der Methodisten.
Der Glaubenskurs von Pastorin Cornelia Trick (in Rosa) war wieder gut besucht. 	Foto: Appel Der Glaubenskurs von Pastorin Cornelia Trick (in Rosa) war wieder gut besucht. Foto: Appel
Brombach. 

„Wer ist Jesus?“, lautete die erste Frage, die Pastorin Cornelia Trick an ihre rund 20 Gäste stellte. Und dann folgte die provokante Frage: „Hat er überhaupt existiert?“. Hierzu gibt es verschiedene Meinungen. Eine, die Trick vorlas, war: „Glauben an Jesus ist, als würde ich meinen Verstand abgeben.“ Doch Jesus sei überhaupt keine Mythenfigur, meinte die Pastorin zu Beginn der Glaubenswoche in der evangelisch-methodistischen Kirche. „Aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist klar, dass Jesus gelebt hat“, stellte sie fest.

Und sie erklärte, worauf diese wissenschaftlichen Erkenntnisse basierten: „Es gibt zehn Bücher aus der Zeit, in der Jesus gelebt hat.“ Diese wurden übersetzt, abgeschrieben und in der ganzen Welt verteilt. Nun könnte man vermuten, dass dabei einiges hinzu gedichtet, anderes weggelassen wurde. Doch dem sei nicht so: „Man hat sie verglichen und sie sind kompatibel.“ Aber nicht nur christliche Texte hätten über sein Leben, sein Wirken und seinen Tod berichtet, auch aus gegnerischen Quellen gäbe es solche Berichte.

Er sei ein Mann mit offensichtlich prophetischer Begabung gewesen, der die Menschen seiner Zeit berührt habe. Und er habe sich Johannes dem Täufer zwar angeschlossen, aber dessen Weltuntergangstheorie nicht geteilt. Vielmehr sei Jesus sehr positiv vorgegangen, und war mit seinen Gleichnissen am Puls der Zeit. Auch muss er ein Heiler gewesen sein, was vor 2000 Jahren nicht außergewöhnlich war.

Soweit die Feststellungen, dass Jesus gelebt hat. Doch wie wirkt sein Leben und sein Tun sich auf die heutigen Christen aus? Darum ging es in der Glaubenswoche. Und um das Beantworten einiger Kernfragen des christlichen Glaubens wie: Worauf kommt es im Leben wirklich an? Und was lässt mein Leben gelingen?

Die Glaubenswoche enthält Elemente des Alpha-Kurses, der überkonfessionell in vielen Ländern der Erde durchgeführt wird, berichtete die Bad Sodener Pastorin. „Er ist daraus entstanden, dass viele Menschen mit dem Glauben nichts anfangen können.“ Daher sei das Kursangebot so konzipiert, dass er den Verstand anregen soll, vor allem wenn die Menschen erfahren, dass der christliche Glaube auf realen Grundlagen beruht.

Nach einer Einstimmung mit Imbiss, angenehmen Unterhaltungen und Gesang, wandten sich die Teilnehmer in der ersten Ferienwoche jeden Abend einem anderen Thema rund um den Glauben zu. Während der Gesprächsrunden ergaben sich viele Möglichkeiten, die eigene Sichtweise darzulegen und Fragen zu stellen. Beispielsweise: „Was bedeutet Jesus in meinem Leben. Oder: „Warum sagt er nicht klarer, was er will?“

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