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„Ich will die größte Frischzelle sein“

Warum will Karl-Heinz Bös gerade in Schmitten Bürgermeister werden? Das wollte TZ-Redakteur Andreas Burger von dem Bürgermeisterkandidaten wissen, und dieser antwortete voller Überzeugung: „Weil es mein Heimatort ist.“

Er habe 54 Jahre in der Gemeinde verbracht, diese liege ihm am Herzen, und hier wolle er auch alt werden. Außerdem: Jahrelang habe er in der Politik mittendrin gesessen, jetzt habe er entschieden, deren Geschicke auch lenken zu wollen. „Ich mache es für mein Schmitten“, sagte Bös und gab zu, von Andreas Burger nach seiner Frau gefragt, diese mit seiner Entscheidung für die Kandidatur vor vollendete Tatsachen gestellt zu haben. Dies sei aber sein Wesen, das habe er schon häufiger getan. „Aber jetzt stehen alle hinter der Idee.“

Der Christdemokrat appellierte im Verlaufe des Abends an die Schmittener, mehr zusammenzurücken, das Wir-Gefühl zu stärken und gemeinsam für die Gemeinde zu kämpfen. Mit dem Ortsteildenken müsse es ein Ende haben, sagte Bös und machte auch gleich den Anfang für ein neues Bewusstsein: „Ich bin Schmittener, ich wohne nur in Reifenberg.“

Er versprach außerdem, mehr Bürgernähe leben zu wollen, indem er die Menschen an Entscheidungen beteilige und Stimmungsbilder einhole. Er wolle eine Vertrauenskultur aufbauen, und das gelte auch für die Gemeindevertretung. Viele Infos aus dem Rathaus habe es für die Politiker bislang nur scheibchenweise gegeben. Auch anständige Vorlagen habe es nicht gegeben, sagte Bös und nannte das Thema Sommerrodelbahn als Beispiel. „Man kann als Politiker nur entscheiden, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen.“

Natürlich kam, nachdem sich der Kommunalpolitiker wegen seiner Aussage, das Rathaus benötige eine Frischzellenkur, zuletzt eine Auseinandersetzung mit Hauptamtsleiter Heinz-Otto Freiling geliefert hatte, auch das Verhältnis zur Verwaltung zur Sprache. Es sei ein Ping-Pong-Spielchen gewesen, sagte Bös und versicherte, das Gespräch gesucht zu haben. „Das ist erledigt.“

Bös sorgte dabei noch für den größten Lacher des Abends. Er erklärte, neue Impulse geben und einen frischen Wind ins Rathaus bringen zu wollen und meinte schließlich: „Ich will die größte Frischzelle sein.“

(pet)
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