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Erneute Ausschreibung: Zugang kommt, wird aber teurer

Von Nach monatelangen Diskussionen hat die Schmittener Gemeindevertretung im August vergangenen Jahres beschlossen, einen barrierefreien Zugang zur Jahrtausendhalle zu schaffen. Inzwischen haben die Bauarbeiten begonnen. Weil bei der Ausführung Leckagen an der Wasserleitung entdeckt wurden, wird die Maßnahme nun teurer als die geplanten 23 000 Euro.
Nicht nur der Gehweg wird erneuert, damit die marode Rampe durch eine Rampe für Rollstuhl- und Rollatorfahrer ersetzt werden kann, auch die Wasserleitung wird erneuert. Foto: Evelyn Kreutz Nicht nur der Gehweg wird erneuert, damit die marode Rampe durch eine Rampe für Rollstuhl- und Rollatorfahrer ersetzt werden kann, auch die Wasserleitung wird erneuert.

Vor der Jahrtausendhalle wird derzeit schwer gebuddelt. Hier wird nicht nur der geplante barrierefreie Zugang neu gestaltet. Im Rahmen der Baumaßnahmen lässt die Gemeinde dort auch die Wasserleitungen erneuern. Weil bei den Arbeiten Leckagen an der Leitung entdeckt wurden, ist ein größeres Stück Bürgersteig entlang der Königsteiner Straße aufgegraben worden, um neue Rohre zu verlegen.

Wie Bürgermeister Marcus Kinkel (parteilos) mitteilt, sind die Kosten für diese ungeplante Maßnahme über den Gebührenhaushalt gedeckt. „Zum Glück haben wir da Rücklagen“, teilt er mit.

Auch der barrierefreie Zugang wird teurer als geplant, weil in der technischen Ausführung noch Änderungen nötig waren. Zur Geschichte: Als die Jahrtausendhalle in Oberreifenberg 1967 als Bürgerhaus errichtet wurde, war barrierefreies Bauen noch kein Thema. Beide Eingänge sind für Rollstuhl- und Rollator-Fahrer sowie Gehbehinderte über Treppen bisher nur schwer oder gar nicht erreichbar.

Unter Federführung des Vereinsrings Reifenberg sind Vereinsmitglieder seit einigen Jahren dabei, in Eigenhilfe mit Material, das die Gemeinde finanziert, den Innenbereich und so weit möglich die Außenanlage zu sanieren. Doch die marode Treppe am Haupteingang einfach zu erneuern, hätte immer noch keinen barrierefreien Zugang ermöglicht. Der ist jedoch nötig, weil die Halle seit der Sanierung wieder häufiger nicht nur für Training und Proben, sondern auch für Veranstaltungen genutzt wird.

Politischer Wille

Ein barrierefreier Zugang für das öffentliche Gebäude war zwar politischer Wille. Allein an der Ausführung schieden sich die Geister. Ein neuer Eingang von der Straße aus? Lift oder Rampe? Nach monatelangen Diskussionen beschlossen die Gemeindevertreter, eine 15 Meter lange Stützmauer mit Rampe zu bauen. Für ein Eigenhilfeprojekt ist diese Maßnahme eine Hausnummer zu groß. Für die Ausführung über eine Fachfirma stellten die Politiker 23 000 Euro in den Haushalt 2018 ein.

„Um den rechtlichen Vorgaben zu genügen, haben wir eine neue Ausschreibung angefertigt, und die ist etwas teurer als die Summe, die im Haushalt eingestellt ist“, so der Bürgermeister. Wie viel mehr die zusätzlichen Arbeiten kosten, kann Kinkel nicht genau sagen. „Aber wir haben noch bereits eingestellt Mittel übrig, die im Vorjahr nicht für die Jahrtausendhalle ausgegeben wurden, außerdem nicht benötigtes Geld aus der allgemeinen Gebäudeunterhaltung, das kommt hin“, versichert der Bürgermeister. Der Gemeindevorstand habe die Mehrkosten und deren Finanzierung beschlossen.

Und wie sieht es mit dem Zeitrahmen aus? Aller Voraussicht nach sollen die Bauarbeiten bis Ende des Monats beendet sein. Zur Not gibt es auch noch den zweiten Seiteneingang, denn schon am 20. Oktober steigt in der Jahrtausendhalle die große Schlagerparty zum 20. Geburtstag des Jugendfußballclubs (JFC) Eintracht Feldberg Schmitten.

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