Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Usingen 21°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Kreisjugendfeuerwehr: Wettkämpfe und Zeltlager

Von Üblicherweise arbeiten die Jugendwehren im Hochtaunuskreis für sich. Dass sie aber auch gut zusammen etwas auf die Beine stellen können und sich so ganz neue Perspektiven ergeben, das zeigte der jüngste Wettbewerb der Kreisjugendfeuerwehr. Mit interessantem Hintergrund.
Auch so kann das Ergebnis der Arbeit in der Jugendfeuerwehr aussehen: Die Teilnehmer aus Bad Homburg, Laura (15), Zoulikha und Nico (beide 12) mit Jugendwart Daniel Adolph (27), sind stolz auf ihren Pokal. Foto: Anne-Rose Dostalek Auch so kann das Ergebnis der Arbeit in der Jugendfeuerwehr aussehen: Die Teilnehmer aus Bad Homburg, Laura (15), Zoulikha und Nico (beide 12) mit Jugendwart Daniel Adolph (27), sind stolz auf ihren Pokal.
Usingen. 

Was wollen Jugendliche in ihrer Freizeit? Dieser Frage ist die Kreisjugendfeuerwehr derzeit auf der Spur. Ebenso die Frage, wie Teambildung bei Jugendlichen funktioniert. Mit ihrem Laser-Tag Wettbewerb hat die Kreisjugendfeuerwehr einen Anfang gemacht. Ein „Ballerspiel“ als Freizeitaktivität? Innerhalb der Wehren wurde das von einzelnen durchaus kritisch hinterfragt. „Doch der Wunsch nach einem solchen Wettbewerb kam von den Jugendlichen“, schilderte Pressesprecher Matthew Scharf.

„Wir haben das schon mal gemacht und es war wirklich super“, schilderte Zoulikha (12) von der Feuerwehr Bad Homburg. Die Kurstadt ging gleich mit drei Teams an den Start. Pro Team traten sechs Spieler an, um gegnerische Mannschaften zu markieren. „Dazu mussten sich die Mannschaften zusammenraufen sich vor allem miteinander absprechen“, erklärte Jugendwart Daniel Adolph (27) aus Bad Homburg.

Handgriffe müssen sitzen

Mehr noch. Absprechen, aufeinander achten und dabei auch noch das was gut gelaufen ist, voneinander übernehmen. „Das wir gut miteinander arbeiten können, das ist gerade auch bei Löschangriffen besonders wichtig“, sagte Nico (12). Da müsse jeder Handgriff sitzen und die Jugendlichen müssen sich aufeinander verlassen können.

Für Scharf kommt hingegen noch eine weitere Komponente hinzu. „Die Jugendlichen lernen sich bei solchen Veranstaltungen kennen und bauen Vorurteile gegenüber anderen ab.“ Dass die Jugendwehren häufig miteinander zu tun haben, ist zwar im praktischen Alltag nicht zu erwarten, doch mit solchen Begegnungen werde der Grundstein für eine spätere wichtige Aufgabe gelegt: Als Team zusammenzuarbeiten wenn es drauf ankommt. Das sei ein entscheidender Faktor für die Einsatzabteilung, wenn sich die Helfer bei ihrer Rettungsaktion aufeinander verlassen müssen. So etwas schweißt zusammen.

Die Jugendwarte

Das weiß auch Frederike Scuhr, die nicht nur in Wehrheim als Feuerwehrjugendwartin Erfahrung gesammelt hat, sondern auch Kreisjugendwartin ist. Aus einzelnen Jugendlichen im besten Fall eine eingeschworene Gemeinschaft zu formen, vor allem aber ein Team zu schaffen, dass sich gut versteht, ist das Ziel der Jugendwarte der einzelnen Kommunen neben der Ausbildung.

Doch wie wird aus einem Haufen Jugendlicher eine Mannschaft? „Spielerisch“, ist Scuhr überzeugt. Das Kennenlernen funktioniere an besten über entsprechende Spiele, der Zusammenhalt lässt sich zum Beispiel über ein Zeltlager stärken. Dann, wenn die Jugendlichen möglichst mit wenig auskommen müssen und nur sich selbst und die anderen haben, gelinge der Prozess häufig am besten.

Solche Freizeiten seien zwar oftmals Aufgabe der jeweiligen Jugendwarte, diese dann aber in einem größeren Kontext miteinander zu vernetzen, hat sich die Kreisjugendfeuerwehr auf die Fahne geschrieben. „Wir können da Hilfestellungen bieten, aber wir können auch Rahmen schaffen, die eine solche kreisweite Vernetzung ermöglichen“, sagte Scuhr. Dass das funktioniert, zeigten die Wehren aus Kransberg und Oberreifenberg, die in Ermangelung von genügend Teilnehmern, prompt eine gemeinsame Mannschaft bildeten. Dass sie normalerweise eher weniger miteinander zu tun haben war kein Hindernis.

Auch Nachwuchssorgen

Schwieriger zu beantworten sei hingegen die Frage, wie sich neue Jugendliche für die Wehr gewinnen lassen. Bei Zoulikha machte ein Flyer die Familie aufmerksam, Lauras (15) und Nicos (12) Eltern hingegen sind selbst in der Wehr engagiert. Für die Bad Homburger gibt es offenbar viele Wege, wie sie die Jugendlichen ansprechen. Und wie ist es mit dem Rest? „Oftmals sind es die Freunde und eine gute Mundpropaganda, die neue Jugendliche anlocken“, wusste Scharf. Auch dieser Frage müsse sich die Kreisjugendfeuerwehr stellen. Ebenso, wie sie die Bemühungen der Wehren unterstützen kann. Zwar verstehe sich diese übergeordnete Institution in erster Linie auch als Sprachrohr für die Bedürfnisse und Belange der Jugendwehren, aber nicht nur. „Unterstützen und Gemeinschaft fördern, das ist uns wichtig“, sagte Scuhr abschließend.

Zur Startseite Mehr aus Usinger Land

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse