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Pferdefreizeit: Wenn aus Ponys Models werden

Von Die Pferdefreizeit auf dem Pony war für 15 Kinder ein Ferienauftakt nach Maß. Sie lernten viel über Pferde und das Reiten, hatten Spaß beim Pflegen der Vierbeiner, waren mit diesen im Gelände unterwegs und putzten sie für einen Wettbewerb heraus.
Stolzer Häuptling: Charly ließ sich bereitwillig als Winnetou über den Laufsteg führen. Foto: Frank Saltenberger Stolzer Häuptling: Charly ließ sich bereitwillig als Winnetou über den Laufsteg führen.
Neu-Anspach. 

So könnte es weitergehen. In der ersten Ferienwoche ging es für 15 Kinder auf den Rücken der Pferde, und da ist die Welt ja rosarot, möchte man meinen. So 100-prozentig stimmt es wohl nicht, aber es ist sicher auch was dran. Wo Pferde sind, gibt es aber auch viel zu tun, und wer reiten will, der muss sich auch um Pferd und Stall und Zubehör kümmern. Aber auch das taten die Teilnehmerinnen der Pferdefreizeit auf der Wintermühle mit Begeisterung.

Der Reit- und Fahrverein und seine Reitschule richten seit vielen Jahren für die Stadt Neu-Anspach die Pferdefreizeit aus und erreichen mit dem Angebot hauptsächlich Mädchen. „Schmusen und pflegen, führen und geführt werden, misten und kehren, spielen und turnen, mit Zügeln reiten und natürlich in der Natur ausreiten“, so macht die Homepage des Vereins Geschmack auf die Woche. Die Ponys sind dafür besonders ausgebildet und kinderlieb, und es war unübersehbar, dass es beiden Seiten Spaß gemacht hat. Die Mädchen hatten die Ponys schnell ins Herz geschlossen und jedes hatte schnell ein Lieblingspony ausgesucht.

Großes Ereignis

Josi hätte sie bestimmt gleich alle mit nach Hause genommen: „Das ist Vanilla, die wird ein Einhorn, das ist Hector, der wird zu Rudolph, The Red-Nosed Reindeer, Charly wird Winnetou, Stern wird Batman, Deitina zum Tiger und Basta ein Hippie“, zählte sie auf und fieberte schon dem großen Ereignis entgegen. Am vorletzten Tag findet meist das große Schaulaufen statt, ein Schönheitswettbewerb ganz nach dem Motto „Germanys next Topmodel“ mit Jury und Publikum.

Als Josi die Ponys und ihre Rollen aufzählte, drehte Basta gerade einige Runden in der Reithalle zu poppiger Musik. „Die Ponys werden an die Musik gewöhnt“, erklärte Irmlind Wolter, die zusammen mit Michaela Winter für die Kinder da ist.

Aber die Musik brachte kein Tier aus der Ruhe, im Gegenteil. Basta legte aus Übermut ein „Tänzchen aufs Parkett“ und kam dann brav, um das Leckerli abzuholen, und Indianerhäuptling Charly schritt ganz stolz zur bekannten Filmmusik durch das Sägemehl.

Geputzt und gekämmt

Dann ging es aber erst noch zum Schminken in die Garderobe. Das heißt, die Pferde wurden geputzt, gekämmt und frisiert. Charly – alias Winnetou – bekam Zöpfchen geflochten und Federn in die Mähne steckt, und der Hippie wurde auch ziemlich bunt. Batman bekam eine coole Kappe auf, Rudolf mit der roten Nase ein Elchgeweih, der Tiger seine Tigerstreifen und Vanilla ihr Einhorn auf die Stirn.

Gruppenweise waren die Kinder für das Zurechtmachen der Pferde verantwortlich, und Vanilla war mit ihrem weißen Fell besonders gut für das Schminken geeignet. Eine goldene Sonne bekam sie auf das Hinterteil gemalt, dazu weitere traumhafte Verzierungen, so dass sie schnell als Favorit für den Wettbewerb gehandelt wurde. Dieser Rolle wurde sie schließlich auch gerecht und erntete den Applaus des aus vielen Eltern bestehenden Publikums, das sich am Mittag zur Präsentation der „Models“ einstellte. Aber auch die anderen Gruppen und Vierbeiner wurden mit Preisen bedacht und drehten noch eine Ehrenrunde, bevor sie wieder abgeschminkt wurden und die spannende Woche dem Ende zuging.

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