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Wegen Trockenheit: Wasserzapfstelle am Friedhof steht momentan nicht zur Verfügung

Von Bleibt im Sommer der Regen aus, wird es für die Wasserzapfstelle am Friedhof schnell eng. Weil es zu weinig Niederschläge gab, war in diesem Jahr besonders schnell Schluss. Noch dazu gibt es weiteres Ungemach: Denn die kostenlose Zapfstelle kam in der jüngeren Vergangenheit auch bei Ortsfremden gut an. Und das ist nicht im Sinne der Erfinder.
Die Zapfstelle am Wehrheimer Friedhof ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit mittlerweile gesperrt. Die Zapfstelle am Wehrheimer Friedhof ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit mittlerweile gesperrt.
Wehrheim. 

Die Wasserzapfstelle am Wehrheimer Friedhof ist eigentlich für die heimischen Landwirte gedacht. Das Vieh will getränkt, das Land bewässert werden. Und wenn ab und an mal ein Wehrheimer einen Kanister auffüllt, etwa um den privaten Kleingarten vor dem Verdursten zu retten, sagt in der Regel niemand etwas.

Doch das Konzept geht nur auf, wenn alles im Rahmen bleibt. Wenn ab und an etwas Nass über der nahen Höhe runterkommt und kein exorbitanter Wassertourismus entsteht, läuft das System – und das Wasser mit ihm. „Da gerade in der jetzigen, sehr trockenen Phase natürlich auch immer mehr private Gartenbesitzer dort Wasser geholt haben und derzeit auch keine grundlegende Änderung der Witterungsverhältnisse zu sehen ist, so habe ich am Freitag die Schließung der Wasserzapfstelle veranlasst“, teilte Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) jetzt mit.

Denn das Wasser, das aus dem Rohr kommt, ist nicht allein für diesen Zweck bestimmt. Der alte Hochbehälter „Löwenhain“ speist auch das Freibad, die Anlage der Geflügelzüchter und die Wasserstellen des Friedhofes Wehrheim. „Um hierfür gerade bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen für ausreichend Wasser zu sorgen, wurde die Maßnahme getroffen“, führt Sommer aus. Dass auswärtige Wagen in der jüngeren Vergangenheit an der Zapfstelle Wasser geladen haben, ist Sommer indes nicht bekannt, der Rathauschef wollte es aber auch nicht ausschließen.

Ortsvorsteher Stefan Velte (CDU) war in den vergangenen Tagen darauf angesprochen worden. Sommer: „Alleine schon die Überlegung, sein Wasserfass mehrere Kilometer mit dem Auto nach Wehrheim zu fahren, um es dann voll zu machen und wieder zurück zu fahren, entbehrt ja eigentlich schon rein ,finanztechnisch‘ jeder Grundlage. Wer einmal über das Benzin und die Abnutzung nachdenkt, wird sicherlich eigentlich zu dem Schluss kommen müssen, das Wasser sinnvollerweise zu Hause abzuzapfen.“

Wann die Zapfstelle wieder geöffnet wird, steht indes in den Sternen. Zumindest für die kommenden 14 Tage stehen die Zeichen nicht unbedingt auf Landregen. Und das ist für die Natur doppelt schlecht. Zum einen kommt kein Wasser nach, zum anderen muss vermehrt Wasser entnommen werden, um Menschen, Tiere und Pflanzen zu versorgen – nicht nur am Löwenhain.

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