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Ideenwerkstatt: Warum nicht eine Disco im Taunusbad?

Von Die Puschen haben die Bürger bei der Fortsetzungsveranstaltung der SPD offenbar lieber anbehalten. Diese hatte nach dem Auftakt „Komm aus den Puschen für Usingen“ zur nächsten Diskussionsrunde eingeladen, fand sich dann aber weitgehend allein auf weiter Flur. Diskutiert wurde trotzdem.
Wenig attraktiv ist das Taunusbad derzeit. Dabei könnte man es mit pfiffigen Ideen zu einer Anlaufstation für Jugendliche machen. Bilder > Foto: Tatjana Seibt Wenig attraktiv ist das Taunusbad derzeit. Dabei könnte man es mit pfiffigen Ideen zu einer Anlaufstation für Jugendliche machen.
Usingen. 

„Komm aus den Puschen, Usingen braucht dich“, so war die erste Veranstaltung der SPD überschrieben. Das Ziel war es, möglichst viele Stimmen, Meinungen und Menschen zu hören, um zu erfahren, wie sich Usingen attraktiver und lebenswerter gestalten lassen könnte. Die SPD wollte dann die Anregungen in die politischen Gremien tragen. Bis zum Herbst sollten sich die Menschen aber nicht nur zum Reden treffen, sondern auch Arbeitsgruppen sollten daraus entstehen, die sich auch mit den Möglichkeiten der konkreten Umsetzung befassten.

Am Dienstagabend stand das erste Folgetreffen an. „Die Erwartungen sind nicht allzu hoch“, sagte Ortsvereinschefin Birgit Hahn. Zumal sich einige entschuldigt hätten, die Themen wie Innenstadtentwicklung, Infrastruktur, Jugend und andere Themen angestoßen hatten. Und die SPD tat gut daran: Denn mit gerade einmal acht Teilnehmern, wovon die meisten aus den eigenen Reihen kamen, gestaltete sich die Runde nicht allzu groß.

Sponsor für Bus

Doch wie sich in der kleinen Gruppe zeigte, gehen der SPD die Themen nicht aus. Und so konzentrierte sich das Gespräch schnell auf einige Kernthemen. Da wäre zunächst das Thema Einkauf und Mobilität. Wie Jürgen Maibach auch aus eigener Erfahrung in Wernborn festgestellt hat, fehlt es den älteren Bürgern häufig an der nötigen Mobilität, um auch noch im fortgeschrittenen Alter selbstständig einkaufen zu können. Als Lösung kamen mehrere Möglichkeiten in Betracht. Der Gewerbeverein hatte angekündigt den von ihm gesponserten Bus reparieren zu lassen, sofern sich jemand findet, der 8000 Euro dafür hinblättert. Wünschenswert wäre allerdings ein Bus, der die Stadtteile anfährt, Senioren mitnimmt und dabei möglichst über einen barrierefreien Einstieg verfügt. Ein Fahrer könnte auf ehrenamtlicher Basis die Fahrgäste befördern, die Versicherung und Kosten möglicherweise über einen Verein aufgefangen werden. Eine Alternative seien vielleicht auch Händler, die in die Stadtteile fahren und dort aus dem Auto heraus ihre Waren verkaufen. Dazu will die SPD nun Kontakte knüpfen und Möglichkeiten eruieren.

Mehr für Familien

Dass Usingen mit Blick auf die Jugend nicht gerade viel zu bieten hat, sei ein Problem, das sich schon seit Jahren in der Stadt halte. Eine Möglichkeit, etwas für Jugend und Familie anzubieten, könnte da das vom Kreis wenig geliebte Taunusbad sein. Bekanntlich will der Kreis das kostenintensive Hallenschwimmbad loswerden, die Stadt hingegen sich den teuren „Badetempel“ nicht ans Bein binden. Verzichten will die SPD auf das Bad aber auch nicht. Was also tun?

Mehr Besucher müssten kommen, um das Schwimmbad rentabler zu gestalten, doch allein mit den zwei Schwimmbereichen sei es um die Attraktivität des Bades nicht groß bestellt. Und einen Umbau, darin waren sich die Diskutierenden einig, sei zu teuer. „Ein Spaßbad wird es nicht werden“, war sich Rainer Schröder sicher, der auch schon die Auftaktveranstaltung moderiert hatte. Doch Schwimmen mit Musik, Disco oder Filmabend, das könnte auch vielleicht doch den ein oder anderen locken, der sonst nicht kommt.

Dass die Stadt das Bad übernimmt stand in der Vergangenheit vor allem deshalb nicht zur Diskussion, da sich die übrigen Kommunen im Usinger Land, die von dem Hallenbad ebenfalls profitieren, finanziell nicht beteiligen wollten. Deren Bürger könnten für die Nutzung etwas mehr, Usinger hingegen etwas weniger zahlen, um so einen Anreiz für die übrigen Kommunen zu schaffen, sich monetär dennoch zu beteiligen.

Wer muss, der muss. Gemeint ist dabei der Gang zur Toilette. In Usingen fehle es an öffentlichen Toiletten – und vor allem auch der Hinweis auf solche. Darüber hinaus könnte die Stadt Vereinbarungen mit den Gastronomen treffen, die auf die kostenfreie und ausschließliche Nutzung ihrer sanitären Anlagen mittels Hinweisschild aufmerksam machen. Und vielleicht bleibe der ein oder andere Gast dann doch auch noch etwas länger.

Bis zum nächsten Treffen am Mittwoch, 2. Mai, will der Arbeitskreis weitere Informationen beschaffen. Wer Lust hat mitzuarbeiten, der ist zu diesem Termin um 19.30 Uhr im Cafe Mittelpunkt in der Kreuzgasse ebenfalls willkommen.

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