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900-Jahr-Feier wackelt: Vereine klagen über mangelndes Engagement und hohe Verwaltungsauflagen

Von An einigen Stellen in Merzhausen ist der Wurm drin. Wo zum Beispiel offenbarte die jüngste Ortsbeiratssitzung.
Ob nun die neue Boulebahn ans Bürgerhaus oder den Weiher kommt, soll in den nächsten Tagen entschieden werden. Foto: Tatjana Seibt Ob nun die neue Boulebahn ans Bürgerhaus oder den Weiher kommt, soll in den nächsten Tagen entschieden werden.
Merzhausen. 

Latente Unzufriedenheit herrscht offenbar unter manchen Ehrenamtlichen in Merzhausen. Das machte die Ortsbeiratssitzung am Dienstagabend deutlich. Dabei hatte der Beirat selbst keine großen Themen beizusteuern, die für Unmut sorgten, wohl aber Kerbevater Joachim Rühl. Sein Fazit der Kerb fiel weitaus weniger positiv aus, vor allem auf Grund der vielen Auflagen die die Organisatoren zu erfüllen hätten. „Allein fürs plakatieren mussten wir schon in jeder Gemeinde zahlen“, schilderte Rühl.

Hinzu komme, dass jeder unterschiedlich hohe Preise fordere. Ein weiterer Punkt sei das geforderte Sicherheitskonzept gewesen und auch noch die Auffassung, dass für eine kleine Kerb wie Merzhausen ein Sicherheitsdienst beauftragt werden müsse. „Da waren über zwei Tage verteilt vielleicht 650 Besucher da“, zählte der Cheforganisator auf, aber weitaus weniger Helfer als möglich gewesen seien. Der Frust ob dieser vielen Widrigkeiten sitzt zumindest derzeit noch so tief, dass Rühl für die Zukunft nicht mehr bereit sei eine Kerb zu organisieren. Und er war nicht der einzige, der über mangelndes Engagement unter den Ehrenamtlichen ein Ausrufezeichen setzte.

Auch Benno Ningel, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, berichtete, dass die Ausrichtung der 900-Jahr-Feier in zwei Jahren womöglich zu scheitern drohe. Auch an dieser Stelle seien es mangelnde Bereitschaften sich zu engagieren, obgleich das Interesse zur ersten Bürgerversammlung noch recht groß gewesen war, „aber auch hier fehlen die Menschen, die nicht nur reden, sondern auch etwas bewegen wollen“, brachte es Ningel auf den Punkt. Einen Anlauf werde die Dorfgemeinschaft noch zur Herbstversammlung unternehmen und das Thema zur Sprache bringen. Sollten sich dann aber nicht mehr Menschen zur Hilfe bereiterklären, werde es wohl keine 900-Jahr-Feier in Merzhausen geben.

Fehlende Antworten

Weitaus weniger aufgeregt war hingegen die Abarbeitung der Antworten aus dem Rathaus auf gestellte Anfragen. Die Grünpflege auf dem Friedhof und öffentlichen Flächen wie dem Weiher sei noch nicht hinreichend seitens des Bauhofs erfolgt, stellte der Beirat fest. Hinsichtlich der immer noch nicht montierten Pumpe am Brunnen teilte die Verwaltung mit, dass sich in der Vergangenheit ein Anwohner darum gekümmert hatte. Nun müsste die Pumpe überholt werden, doch die Geräusche seien zumindest einem Nachbarn zu laut. Doch der Beirat plädierte für den Erhalt und die Montage, „allerdings muss der Bauhof nach der Sauberkeit schauen, wie er es in der Kernstadt auch macht“, sagte Ortsvorsteher Johannes Stenzel (SPD). Das wiederum hätte die Verwaltung zwar gerne an einen Anwohner abgegeben, doch darauf will sich der Ortsbeirat nicht verlassen.

Boule-Spiel

Im Haushalt ist in diesem Jahr Geld für eine Boulebahn in Merzhausen vorgesehen. Ortsbeiratsmitglied Heinz Schüttrumpf (SPD) will sich in den kommenden Tagen mit der Verwaltung treffen, um einen Standort auszudeuten. Dabei stehen Flächen an der Rauschpennhalle und dem Weiher zur Diskussion, präferiert werde seitens des Beirats und einiger Bürger der Weiher. Boulespieler gibt es übrigens, so weit bekannt, in Merzhausen keine. „Die kommen wenn die Bahn da ist“, war sich Schüttrumpf sicher. Gute Beispiele dafür gebe es in der Kernstadt und Wilhelmsdorf.

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