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Am Freitag geht's los: Usingens Straßen werden eine große Baustelle

Von Der Usinger Diplom-Ingenieur Clemens Konieczny blickt sozusagen im wahrsten Sinn des Wortes auf einen Berg Arbeit auf seinem Schreibtisch. Denn was in Usingen in den nächsten Jahren an Straßensanierungen ansteht, deren Planungen sich im Büro stapeln, ist in der Stadtgeschichte einmalig. Schon am Freitag geht’s in der Obergasse los.
Der Leiter des technischen Bauamtes im Usinger Rathaus, Dipl.-Ing. (FH) Clemens Konieczny, hat mit der umfangreichen Straßen-Planung alle Hände voll zu tun. Der Leiter des technischen Bauamtes im Usinger Rathaus, Dipl.-Ing. (FH) Clemens Konieczny, hat mit der umfangreichen Straßen-Planung alle Hände voll zu tun.
Usingen. 

Eigentlich sollten die Bauarbeiten in der Neutorstraße, Kreuzgasse und Zitzergasse längst begonnen haben, wenigstens der erste Bauabschnitt der rund eineinhalb Jahre dauernden Straßensanierung. Doch eine Sperrung ohne Umleitung macht keinen Sinn. Und weil am Freitag erst einmal die Obergasse komplett dicht gemacht wird – Umleitung über die Weingärten – um dringende Hausanschlüsse am Prinzenpalais herzustellen, verschiebt sich alles um eine Woche.

Bis Dienstagabend ist die Obergasse zu, ebenso wie im Stockheimer Weg, der aber nur halbseitig gesperrt ist. Mittwoch, also Feiertag, ist eine Schnaufpause. Baustellen gibt’s derzeit sowieso genug.

Vollsperrung

Aber am Donnerstag dann ist die Neutorstraße dran und wird für den Verkehr komplett zugemacht. Erst einmal von der Wilhelm-Martin-Dienstbach-Straße bis zur Egerländer Straße. Dort erfahren Kanal, Wasser, Straße und Gehweg eine Rundumerneuerung. Bis etwa November, so rechnet das Bauamt, soll der Abschnitt fertig sein.

Da derzeit dort auch die große Wohnanlage entsteht, musste das Bauamt mit der Baufirma in die Verhandlungen gehen, damit Material und Mannschaft weiterhin zur Baustelle kommen. Auch neben dem Gasthaus Schöne Aussicht blickt man momentan in eine tiefe Baugrube.

Zeit zum Luftholen für Autofahrer bleibt nicht, direkt danach geht’s in den zweiten Abschnitt von der Egerländer bis Fritz-Born-Straße. Hier sind nur Hausanschlüsse, Gehweg und Straße zu machen. Bis Ende des Jahres könnte nach der jetzigen Planung die Baufirma weiterziehen.

Zeitpläne schwierig

Um dann im Januar der dritten Abschnitt von Fritz-Born-Straße zum Alten Marktplatz zu erneuern. Straße, Gehweg und Hausanschlüsse stehen auf der Agenda.

Weitere Zeitpläne will Clemens Konieczny erst gar nicht mehr nennen. Denn ob das alles so hinkommt mit der Planung, steht wegen Wetter und Überraschungen beim Bauen in den Sternen.

Im vierten Abschnitt geht’s vom Marktplatz bis zum Forum, der fünfte Abschnitt nimmt sich die Zitzergasse vor. Und waren dann die bisherigen Bauarbeiten wegen der Straßenbreite gut zu bewerkstelligen, wird’s dort, nomen est omen, eng. Und es muss alles gemacht werden – auch Kanal und Wasser.

Bauabschnitt sechs sieht den Bereich vom Forum gen Sonne vor, bevor dann die Wilhelmjstraße zum Rathaus hoch gemacht wird.

Obergasse in Planung

Und wenn dann in eineinhalb Jahren der Verkehr endlich wieder ohne Umleitungen fließen kann, besser könnte, rückt Hessenmobil als Bauträger der Bundesstraßen gleich wieder an mit dem Bagger.

Denn zügig wollen die Hessen-Planer auch die Obergasse von der Ampel an der Seniorenwohnanlage Kortheuer-Haus bis zur Polizei erneuern. „Aber wir haben gebeten, dass die Usinger eine Verschnaufpause bekommen“, sagte Konieczny.

Die Kosten belaufen sich für alle Maßnahmen auf rund 3,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind aber auch der Beitrag von Hessenmobil für den neuen Belag der Bundesstraßen sowie die finanziellen Beiträge der Bürger für die Hausanschlüsse. Denn diese müssen sie bezahlen. Bei den Gehwegkosten sind sie anteilig gefordert.

Was den Alten Marktplatz betrifft – dort geschieht nichts. Denn er wurde ja erst vor sechs Jahren komplett saniert.

Stellt sich die Frage, ob der ganze Aufwand lohnt, wenn sich die Pläne für die Umgehungsstraße sich durchsetzen. Konieczny: „Ein klares Ja. Wenn wir mit der Öffnung der Nordostumgehung die innerstädtischen Straßen übernehmen müssen, da diese ja dann zurückgestuft werden, müssen wir nicht erneut an die Substanz, sondern haben sanierte Wege. Hessenmobil wollte ja eigentlich nur den Asphalt erneuern. Aber genau deshalb hat die Stadt die Federführung der Planung übernommen, denn der Unterbau, vor allem in der Neutorstraße, hätte nicht mehr lange der Belastung stand gehalten. Ob und wie die Straßen mit der Umgehung zurückgebaut werden, das muss die Politik entscheiden.“

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