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Trauer um die „Kräutermarie“ Ursula Buddeus

Ursula Buddeus hat vielen Menschen im Taunus die Natur und die Kräuter nähergebracht und ihnen einen neuen Blick auf die Dinge gegeben. Anfang der Woche starb die stets wissbegierige Naturliebhaberin.
So wird man Ursula Buddeus in Erinnerung behalten.	Foto: uko So wird man Ursula Buddeus in Erinnerung behalten. Foto: uko
Usinger Land. 

Wenn es um das Thema Naturheilverfahren ging, kam kaum jemand an ihr vorbei: Ursula Buddeus aus Usingen, die allwissende „Kräutermarie“ aus dem Hessenpark, die jedes Gewächs und jeden Strauch kannte.

Buddeus kämpfte seit Jahren erfolgreich dafür, dass die Kräuterkunde und das Wissen um Heil- und Küchenkräuter nicht in Vergessenheit geraten. Und sie kämpfte gegen den Krebs. Diesen Kampf hat sie jetzt verloren: Ihre Krankheit, die sie in den vergangenen Monaten bereits gezeichnet hat und dazu führte, dass sie ihren kleinen Laden aufgeben und ihr Engagement im Freilichtmuseum zurückfahren musste, ließ sich nicht aufhalten. Buddeus starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 54 Jahren in einer Klinik in Berlin.

Buddeus, die im Sauerland aufwuchs, war gelernte Pharmazeutisch-Technische Assistentin und sammelte zunächst Praxiserfahrung in mehreren Apotheken. 1984 kam sie mit ihrem Mann Peter nach Wernborn. 15 Jahre machte sie die legendären Kräuterführungen im Hessenpark, wo sie 2010 auch den Kräuterladen pachtete und sich damit einen Traum erfüllte.

Hessenpark-Geschäftsführer Jens Scheller äußerte sich bewegt und betroffen: „Ursula Buddeus war eine Person, die für das Museum stand hat wie nur wenige andere. Sie war sehr engagiert und ihre Angebote passten perfekt ins Profil des Freilichtmuseums.“ Zwar sei auch den Kollegen die Krankheit bekannt gewesen, trotzdem sei die Nachricht von ihrem Tod ein großer Schlag. „Man hat ja doch immer die Hoffnung, dass alles gut wird. . .“, so Scheller.

Auch außerhalb des Freilichtmuseums war Buddeus aktiv: Im Taunus war sie als Naturparkführerin unterwegs. Dabei reflektierte sie bei ihren Angeboten immer auch den Volks- oder Aberglauben, wenn es um die Nähe zur Natur ging. So gab es auch Führungen am Ostersonntag zu einer Quelle, die an diesem magischen Datum als Jungbrunnen dient. „Etwas Esoterik gehört eben dazu“, meinte sie bei solchen Gelegenheiten gerne. Buddeus bildete sich dabei immer auf dem alternativen Heilsektor weiter, machte ihren Reiki-Meister und arbeitete über fünf Jahre bei einer Heilpraktikerin als Assistentin in Bad Homburg.

Mit der Reportage „Schmausen im Hessenpark“ war sie 2013 im Fernsehen zu sehen. Auch die Taunus Zeitung hat durch ihr Wissen mehrfach profitiert. 2012 hat sie uns mit einer Kräuter-Serie durch den Sommer begleitet und dabei wertvolle Tipps zu den Pflanzen gegeben, die meist unbeachtet am Wegesrand wachsen.

(hko)
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