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Spatenstich für Erweiterungsbau: Standort für Hospitz in Niederreifenberg gesichert

Von Die Bauarbeiten für den Anbau an die Arche Noah in Niederreifenberg haben begonnen. Die Hospizverwaltung achtete beim ersten Spatenstich auf symbolträchtige Details.
Königsteins Erster Stadtrat Walter Krimmel, Bürgermeister Marcus Kinkel, Pflegedienstleiterin Nicole Ludwig und Herbert Gerlowski, Vorsitzender der Hospizgemeinschaft, brachten den Anbau tatkräftig auf den Weg. Foto: Frank Saltenberger Königsteins Erster Stadtrat Walter Krimmel, Bürgermeister Marcus Kinkel, Pflegedienstleiterin Nicole Ludwig und Herbert Gerlowski, Vorsitzender der Hospizgemeinschaft, brachten den Anbau tatkräftig auf den Weg.
Niederreifenberg. 

„Im Bewusstsein geht der Anfang mit dem Ende Hand in Hand“, trug Gisela Stumm vor. Die Lyrikerin hatte sich Gedanken über die Hospizarbeit gemacht und lenkte den Blick auf das, was in dem nunmehr begonnenen Neubau mit Sinn erfüllt wird: das Leben im Angesicht des Todes.

Für Techniker und Bauleute ist es sicher ein ganz normales Gebäude, zu dem am Samstag der erste Spatenstich erfolgte, aber als Erweiterung des Hospizes Arche Noah ist es mehr: ein Tor zur Unendlichkeit oder ein Hort der Gegenwart, wie aus den Worten des Vorsitzenden der Hospizgemeinschaft, Herbert Gerlowski, abzuleiten war: „. . . betrachte die Gegenwart als dein Eigentum, alles andere überlasse dem Schicksal“, zitierte er Euripides.

Der Moment zählt im Hospiz mehr als anderswo, deshalb wurde auch dem Moment des symbolträchtigen ersten Spatenstichs besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Nicht nur, dass die Freunde und Gönner des Hauses dazu eingeladen und gekommen waren, auch Details wurden besonders gestaltet. So waren die vier Spaten mit Blumen geschmückt, und außer Gisela Stumm rahmte Werner Erker die feierliche Handlung mit Trompetenklängen, die über die Grundstücksgrenzen weit hinaus schallten.

Wie verwurzelt das Hospiz in der Gemeinde Schmitten und besonders im Ortsteil Niederreifenberg ist, unterstrich Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG). Der Erweiterungsbau sei auch eine Standortsicherung für Niederreifenberg, sagte er. Wie aus den Ausführungen des Rathauschefs und des Hospiz-Vorsitzenden hervorging, verliefen die formalen Voraussetzungen für den Neubau, sprich die Eigentumsübertragung, und alles, was zu einem Bauvorhaben gehört, einvernehmlich und reibungslos.

„Hier ist ein guter Weg gefunden worden“, stellte Kinkel fest, bevor er mit Gerlowski, der Pflegedienstleiterin Nicole Ludwig sowie dem Königsteiner Ersten Stadtrat Walter Krimmel (CDU) zum Spaten griff.

Die ersten Stiche wurden gemacht und die Erde zu einem Haufen aufgeworfen. Um das Wir-Gefühl zum Ausdruck zu bringen, bat Gerlowski alle Anwesenden, danach ebenfalls den Spaten in die Hand zu nehmen und einen „Turm“ aus Erde zu bauen.

Begrünte Dachterrasse

Ein weiteres Detail: Die Umrisse des Anbaus waren mit rotem Farbspray auf dem grünen Rasen markiert und veranschaulichten den sich weit in den bestehenden Garten hinein schiebenden Baukörper, dem nun Gänseblümchen, Butterblumen und Klee weichen müssen. Ein Teil des Gartens mit der Laube sowie mit Blumen und Gewächsen bleibt für die Gäste des Hauses erhalten, und der schon hohe Ginkgo-Baum, der auf der Baufläche steht, wird versetzt. Außerdem wird mit einer großen begrünten Dachterrasse Ersatz geschaffen.

Der Anbau war nötig geworden, weil der Altbau den Standards für solche Einrichtungen nicht mehr entspricht. So werden die Zimmer jetzt größer und modern ausgestattet und die Türen für das Rangieren mit Betten breiter sein.

Außerdem ist ein neuer Aufzug, der auch für Betten groß genug ist, Bestandteil der Planung. Wer mehr über diese wissen wollte, konnte die Grundrisse und Ansichtszeichnungen des Schmittener Architektenbüros „Hofmann und Partner“ an Ort und Stelle studieren und sich darüber hinaus von den anwesenden Architekten erklären lassen. So werden acht Gastzimmer im Neubau untergebracht, im Altbau verbleibt ein Gastzimmer.

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