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29. Erntedankmarkt: Spaß, Unterhaltung und ein wenig Nostalgie zeichnen den Erntedankmarkt aus

Von Die Besucher des Erntedankmarktes kamen aus der ganzen Region, um das Flair und die vielen Angebote zu genießen, welche die Landjugend auf die Beine gestellt hat. Zumindest für eine Frankfurter Familie ist jetzt schon klar, dass sie im nächsten Jahr wieder kommt.
Auch die Hühner waren ein Blickfang für die kleinen und großen Besucher auf dem Wehrheimer Erntedankmarkt. Auch die Hühner waren ein Blickfang für die kleinen und großen Besucher auf dem Wehrheimer Erntedankmarkt.
Wehrheim. 

Klaus Schubert brauchte nach diesem Sonntag kein Fitnesstraining mehr. Er stand am Nachmittag an der alten Presse, und presste den letzten Saft aus Apfelschnitzen. „Ganz ohne Elektrik.“ Das ist dem Mitglied des Vereins Historische Landbearbeitung Hochtaunus wichtig. Dieser Saft ging beim 29. Erntedankmarkt weg wie warme Semmeln oder gleich nebenan Reibekuchen mit Apfelmus nach Omas Rezept. Die Menschen mögen alles was alt ist, und dem trägt der Verein Rechnung. Obwohl heute sich wohl kaum noch jemand an die Handpresse stellen würde, um für seine Familie Apfelmost zu bekommen. Dafür gehen die Leute in den Supermarkt, aber für einen Sonntag zum Angucken sind solche Gerätschaften wie der alte Häcksler, betrieben vom Traktormotor, genau richtig. Die Vereinsmitglieder sind mit Eifer dabei, die alten Geräte wiederherzustellen und in Betrieb zu nehmen.

Wenn Wolfgang Bachmann von der alten Presse berichtet, die sie erst kürzlich in der Wetterau erworben haben, glänzen seine Augen. Sie sei aus den 50er Jahren, genau könne er das nicht zu sagen, aber: „So etwas habe ich noch nicht gesehen.“ Immer, wenn der Traktor zu tuckern begann, bildete sich eine Menschentraube rund um den Stand. Die gehäckselten Schnitzen kamen in die Presse und es gab frischen Süßen. „Wie schön, wenn man die Produktion so gut beobachten und gleich genießen kann“, meinte einer der Zuschauer.

Das Anschauen der gackernden Hühner und der schnatternden Gans war für die Kleinen ein Höhepunkt. Zugucken war aber auch bei Holzschnitzer Pentti Lepistö angesagt, beim Stuhl-Flechter oder Henning Doderer, dem Zupfinstrumente-Macher, der zusammen mit Volker Bauroth mit selbst gemachter Musik über den Markt zog.

Angebote für alle

Eine Besucherin durfte bei Gaukler Friedrich mehr als zugucken: Jessica Kaulfuß machte als seine Assistentin mit. Aber als er mit seinen Fackeln über sie hinweg schreiten wollte, war ihr doch etwas mulmig zumute. Dem Publikum hingegen gefiel’s, wie dieser Erntedankmarkt insgesamt, der mit einen ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche begonnen hatte.

Die Landjugend mit ihren Vorsitzenden Nicole Skiback und Norbert Hartmann hatten auch in diesem Jahr wieder ein gutes Händchen bei dem Mix aus Händlern und Unterhaltungsprogramm bewiesen. Da passte die Mischung aus Kulinarischem, wie Flammkuchen und Wein vom ehemaligen Landjugend-Schauspieler Michael Bauer, und kreativen, selbst gemachten Angeboten zum Kaufen.

Wer Glück brauchte, konnte bei den künstlerisch gestalteten Tassen, wer Schutz brauchte, bei den gleichnamigen Engeln, und wer noch einen Kürbis zur Dekoration brauchte, eben dort zugreifen. Das Durchkommen war bis zum späten Nachmittag gar nicht so leicht. Zum einen, weil sich um die Attraktionen Menschentrauben bildeten, die dem Marktspektakel zugucken wollten, aber auch, weil es sich auf so einem Markt nett plauschen lässt, oder weil die Angebote die Besucher in ihren Bann zogen.

So ist es Peter und Stefanie Brauer-Noss mit ihren Zwillingen Liv und Aaron (zwei Jahre) sowie der fünfjährigen Frieda gegangen. Von der Gartenstraße kommend, blieben sie am Basteltisch der Landjugend hängen und jedes Kind kreierte sich seinen eigenen Kartoffelkönig. „Es ist ganz toll hier“, fanden die Eltern. Sie hatten den Erntedankmarkt auf der Suche danach, was am Wochenende so los ist in der Region, gefunden. Eines ist schon jetzt klar: „Nächstes Jahr kommen wir wieder.“ .

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