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Landwirtschaft: Sohn führt Schafhof der Familie Schumacher in die Zukunft

Von Der fortschreitende Wandel in der Landwirtschaft war auf der Kreistierschau und Landpartie während des Usinger Kerb-Wochenendes unter den teilnehmenden Landwirten ein stetes Thema. Das zeigt sich auch auf drei Bauernhöfen im Usinger Land.
Volker und Elke Schuhmacher (von rechts) betreiben seit Jahrzehnten die Schafwirtschaft in Eschbach. Vor der Hofübergabe an Sohn Nils hat die Familie in einen neuen Schafstall und Scheune (links) investiert. Foto: Pieren Volker und Elke Schuhmacher (von rechts) betreiben seit Jahrzehnten die Schafwirtschaft in Eschbach. Vor der Hofübergabe an Sohn Nils hat die Familie in einen neuen Schafstall und Scheune (links) investiert.
Usinger Land. 

Baustellen künden stets von Wandel und Zukunftsgestaltung. Das sieht man auch in der heimischen Landwirtschaft. Der Wehrheimer Landwirt Christian Allendörfer gibt im kommenden Jahr die Milchwirtschaft komplett auf.

Seinen Wilhelmshof baut er für die künftige Pferdepensions-Haltung um. Zuletzt hat Landwirtsfamilie Launhardt (Milchbauern) in Hundstadt auf ihrem Sonnenhof auch eine neue Maschinen- und Getreidelagerhalle gebaut. Auf dem Schafhof der Eschbacher Landwirtsfamilie Schuhmacher ist in diesem Jahr ebenfalls eine neue Scheune und ein Stall hochgezogen worden.

„Unsere Schafherde wird künftig im Stall überwintern“, sagt Schäfer Volker Schuhmacher, der bislang seine Tiere auch in der kalten Jahreszeit draußen auf der Weide überwintern ließ. Die Entscheidung für den Neubau sei aber nicht nur im Zuge der immer wieder in der Öffentlichkeit aufkommenden Diskussion um Fragen des Tierwohls getroffen worden.

Halle schützt vor Wind

„Unser Sohn Nils ist in den landwirtschaftlichen Betrieb mit eingestiegen und wird ihn in ein paar Jahren übernehmen“, erläutert der 63-Jährige. Wenn in einer Landwirtsfamilie die Grundsatzfrage des Generationenübergangs des Hofes geklärt wird, stellt sich auch die Frage nach notwendigen Investitionen. „Wir haben mit dem Neubau des Schafstalls unseren landwirtschaftlichen Betrieb zukunftsfähig gemacht“, sagt Nils Schuhmacher.

Mit dem Bau der neuen 60 Meter mal 20 Meter großen Halle, die zu gegebener Zeit die Schafherde der Schuhmachers aufnehmen wird, geht also die größte Schäferei im Usinger Land in die dritte Generation.

„Im Stall sind die Tiere windgeschützt, die Tiere liegen stets trocken auf Stroh“, sagt Volker Schuhmacher. „So wird das Füttern der Tiere einfacher sein, die Schafhaltung dadurch weniger arbeitsaufwendig.“

Weniger Akzeptanz

Der Schäfer hat bereits 1965 die Umsiedlung des elterlichen Hofes aus Eschbachs Ortskern als Kind miterlebt. 1991 hat er den Hof von seinem Vater übernommen. Er selbst war vier Jahrzehnte lang mit den Schafen das ganze Jahr bei Wind und Wetter draußen.

„Ich werde mich auch daran gewöhnen“, sagt Schuhmacher. „Ich werde ja aber auch nicht jünger. Ich bin froh, dass durch die Entscheidung die Zukunft des Hofes gesichert ist.“ In den zurückliegenden Jahren sei die Akzeptanz der Landwirtschaft gegenüber immer mehr geschwunden. Zuletzt ist Schuhmacher immer wieder von Passanten „zur Rede gestellt worden“.

Der Vorwurf: Kälte und Frost seien nicht gut für die Tiere, das Tierwohl der Schafe sei gefährdet. „Leider verstehen immer weniger Menschen etwas von der Landwirtschaft. Aber wenn wir durch den neuen Stall weniger Ärger haben, ist das auch gut.“

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