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Landtagswahl 2018: SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel gibt sich volksnah im Taunus

Von Die Hessenwahl ist drei Wochen vor dem Urnengang „völlig offen“, und die Chancen für die SPD, den Ministerpräsidenten stellen zu können, sind gut. Sagt der, der es werden will. Thorsten Schäfer-Gümbel verbreitete am Samstag bei der Usinger SPD Zuversicht.
Thorsten Schäfer-Gümbel (rechts) und Elke Barth (links) zeichnen gemeinsam mit Usingens Ortsvereinschefin Birgit Hahn Friedhelm Schmidt für 50-jährige Parteizugehörigkeit aus. Thorsten Schäfer-Gümbel (rechts) und Elke Barth (links) zeichnen gemeinsam mit Usingens Ortsvereinschefin Birgit Hahn Friedhelm Schmidt für 50-jährige Parteizugehörigkeit aus.
Usingen. 

Beim Spitzenkandidaten der hessischen SPD für die Landtagswahl am 28. Oktober,Thorsten Schäfer-Gümbel, tickt die Uhr. Mit nur fünfminütiger Verspätung und Blick auf die Armbanduhr betrat der Hoffnungsträger der Genossen am Samstag den Saal der Hugenottenkirche.

 

 

Es seien noch genau „22 Tage, 3 Stunden und 44 Minuten“ bis zur Schließung der Wahllokale, Zeit also, „Gas zu geben“, schließlich gelte es, alle Chancen zu nutzen, damit er am Abend des 28. Oktober in der Hessischen Staatskanzlei diesmal wirklich als Sieger vom Platz geht, wie er meinte. Beim letzten Mal sei es schon knapp gewesen und für eine halbe Stunde habe er sich am Abend des 22. September 2013 schon als Hausherr fühlen können. Dann sei es aber doch anders gekommen.

Es wird knapp

In Hessen, so „TSG“, gehe es eben immer knapp zu, weshalb er auch jetzt wieder voller Zuversicht sei, dass der Wechsel nicht nur angezeigt, sondern auch möglich sei. Er gebe nichts auf Sonntagsfragen und Zeitungsschlagzeilen, die SPD setze auf langfristige Lösungen der Probleme, die den Menschen wirklich auf der Seele lägen.

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Schäfer-Gümbel zeigte sich bei seinem Besuch in Usingen nahbar. Noch bevor er seine zur öffentlichen Mitgliederversammlung der SPD ebenfalls erschienene Landtagskollegin Elke Barth, Spitzenkandidatin im Wahlkreis Hochtaunus 1, und Ortsvereinschefin Birgit Hahn begrüßte, zog es ihn händeschüttelnd in die Reihen der erwartungsfroh seiner programmatischen Rede harrenden Genossen.

Die richtige Wahl

Dabei mutmaßte er durchaus, „dass sicher nicht alle hier im Saal ein SPD-Parteibuch in der Tasche haben“. Das hätte aber auch bedeutet, Eulen nach Athen zu tragen, schließlich war es dem SPD-Landeschef ein Anliegen, gerade die anderen davon zu überzeugen, dass die SPD diesmal die richtige Wahl ist für Menschen, die einer 19-jährigen CDU-Herrschaft in Hessen überdrüssig seien und sich richtige Veränderungen wünschten. Es reiche eben nicht aus, die drängenden Probleme des Hessenlandes – bessere Bildung, bessere Verkehrsinfrastruktur, mehr Sicherheit und vor allem mehr bezahlbare Wohnungen – nur zu benennen und darüber zu reden, wie das seit vielen Jahren die Art der CDU-geführten Landesregierung sei.

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Eine unter seiner Führung stehende Regierung werde all diese Probleme lösen, zügig, teilweise bereits in den ersten 100 Tagen nach der Wahl. Hessen sei ein starkes Land. Die SPD biete den Wählern am 28. September eine klare Alternative zu Schwarz-Grün. Sie werde dafür sorgen, dass der Wohlstand bei allen ankommt. Dazu zähle ein Wohnungsbauprogramm, mit dem jährlich 30 000 Wohnungen staatlich gefördert werden, damit Wohnraum wieder bezahlbar werde. Staat und Kommunen dürften nicht weiter Grundstücke als Spekulationsobjekte verkaufen, von denen nur die Investoren etwas hätten. Schäfer-Gümbel zog als Beispiel dafür, wie es anders geht, Wien heran. In Frankfurt koste der gemietete Quadratmeter durchschnittlich 13,80 Euro, in Wien 7,50 Euro, was daran liege, dass in Wien 60 Prozent der Wohnungen gefördert seien.

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Die SPD stehe ferner für mehr Bildung, mehr Lehrkräfte, weniger Unterrichtsausfall und mehr Ganztagsschulen. Auch müsse es in den Ballungszentren und darum herum Ringschlüsse mit neuen Straßen und Schienen geben, damit die Menschen auf dem Weg zur Arbeit nicht mehrere Stunden am Tag im Stau oder in vollgestopften Zügen verbringen müssen.

Als TSG schließlich winkend und fürs Zuhören dankend den Saal verließ, schaute er noch einmal auf die Uhr: „. . . nur noch 22 Tage, 2 Stunden, 47 Minuten – die sollten wir gemeinsam nutzen.“

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