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Sommerrodelbahn in Schmitten: Rodelbahn: Initiative gibt dem Bürgermeister die Schuld

Nachdem sich Sommerrodelbahn-Investor Wiegand in der vergangenen Woche vorläufig von dem Projekt zurückgezogen hat, stellt sich die Frage: Wer ist Schuld an dieser Entscheidung?
Schmitten. 

„Muss die Rodelbahn auf Eis liegen? Nein, das muss sie nicht!“ Das findet zumindest Uwe Appel, Sprecher der Initiative „Pro Sommerrodelbahn Großer Feldberg Schmitten“, nach dem vorläufigen Rückzug des Investors Wiegand aus dem Projekt.

Schließlich, so Appel, habe der Investor nur gesagt, dass er auf eine eindeutige politische Aussage pro Rodelbahn wartet. Diese Aussage habe er in Form eines Letter of Intent (LOI), also einer unverbindlichen Absichtserklärung, schon seit langem gefordert, erinnert Appel. Bekanntlich war dieser jedoch im Juni vergangenen Jahres in der Gemeindevertretung mehrheitlich abgelehnt worden.

Dass das Projekt nun für Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) wie berichtet ebenfalls auf Eis liegt, macht für Appel Folgendes klar: „Er hat sie trotz anderslautender Aussagen in der Öffentlichkeit nie wirklich gewollt.“ Würde er doch sonst den notwendigen Gebietstausch mit Königstein als Voraussetzung vorantreiben und sich eine Mehrheit für einen LOI suchen.

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Auch die Schmittener FWG hat den Schuldigen längst ausgemacht: die Bürgerinitiative „Feldberg 21“ und Reinhard Witek sowie das Bündnis aus CDU, UBB, Grünen und einem Mitglied der SPD.

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Der Bürgermeister werde nicht nur dafür gewählt, Parlamentsbeschlüsse auszuführen, stellt der Oberreifenberger fest, sei er doch nicht nur eine Verwaltungskraft. Von einem gewählten Bürgermeister könne stattdessen erwartet werden, dass er Ziele für die Gemeinde entwickele, dafür aktiv eintrete und in der Zusammenarbeit mit den Parteien Mehrheiten für seine Ziele suche. Das scheine hier nicht der Fall gewesen zu sein. Appel: „Oder doch – eben mit dem heimlichen Ziel der Ablehnung der Rodelbahn.“

Die Initiative kommt in diesem Zusammenhang auch darauf zu sprechen, dass es der Vorschlag des Verwaltungschefs gewesen war, die Rodelbahn von der Feldbergnordseite zum Windeck zu verlegen. Dabei sei ihm sicherlich auch bekannt gewesen, dass dann ein nicht einfach durchzuführender Gebietstausch mit Königstein nötig werden würde. „Und es ist wirklich gut gelaufen für die heimliche Ablehnungsfront im Rathaus“, stellt Appel fest – und hofft gleichzeitig, dass er falsch denkt und sich die Befürworter noch für den LOI, den Gebietstausch mit Königstein oder die Verwirklichung der Sommerrodelbahn an der ursprünglich geplanten Strecke am Nordhang aussprechen und einen entsprechenden Beschluss fassen.

Appel erwähnt in seiner Mitteilung auch noch den Frankfurter Mountainbike-Verein „Wheels over Frankfurt“, der inzwischen am Nordhang eine Downhill-Strecke bauen will. Für ihn stellt sich die Frage, ob nicht Radler und Rodler dort gemeinsam existieren könnten. Zumal dann die Ausstiegshilfe gemeinsam genutzt werden könne. Und: „Dies betrifft auch die Parkplätze in diesem und im angrenzenden Bereich.“ (pet)

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