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Sicherheit im Alltag: Polizei gibt Tipps und warnt vor den Maschen der Betrüger

Von Kriminelle nutzen oft die Arglosigkeit älterer Menschen aus, aber keiner ist vor Haustür-Betrügern und Straßenräubern sicher. Die Polizei informierte die Senioren über Gefahren und gab Tipps zur Sicherheit.
In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv In Polizei-Westen gekleidete Polizisten.
Neu-Anspach. 

Der Seniorenbeirat hatte gemeinsam mit dem Generationen-Netzwerk ZAK zu einer Infoveranstaltung zum Thema „Sicherheit im Alltag“ eingeladen. Dazu kam die für Prävention zuständige Polizistin Nicole Meier in den kleinen Saal des Bürgerhauses, in Uniform und mit Pistole am Gürtel.

Jeder nahm ihr ab, dass sie eine Polizistin ist, und keiner wäre auf die Idee gekommen, nach ihrem Dienstausweis zu fragen. Doch den zückte sie gleich ganz unaufgefordert, denn es geben sich zu viele Kriminelle als Polizisten aus, und diesen gehen nicht nur ältere Menschen schnell auf den Leim. „Die Senioren stehen zwar im Fokus, aber die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Senioren“, erklärte der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Rolf Scherer, und so war das Publikum auch altersmäßig gemischt.


Gefahr an der Haustür:

Auch Ingeborg Reichert vom Seniorenbeirat schaut sich den Ausweis und die Polizeimarke genau an. Bild-Zoom Foto: Frank Saltenberger
Auch Ingeborg Reichert vom Seniorenbeirat schaut sich den Ausweis und die Polizeimarke genau an.

Sich als Polizisten auszugeben, ist einer der Maschen, mit denen sich Gauner Zutritt zu einer Wohnung verschaffen oder sich sogar Bargeld von arglosen Menschen persönlich aushändigen lassen. Mit diesem Thema begann die Polizistin und erklärte, wie wichtig es ist, sich auch von Uniformierten den Dienstausweis zeigen zu lassen, und sie ließ einen solchen durch die Reihen gehen. Sie wies auf das Detail einer Riffelung am unteren Rand hin, die auch für Blinde fühlbar ist. Die Polizisten müssten auf Verlangen den Ausweis zeigen, die Schutzpolizisten in Uniform ihre Ausweiskarte, die Kriminalpolizei habe Marken. Wie eine solche aussieht, zeigte eine Nachbildung, die ebenfalls durch die Reihen ging.

Aber Kriminelle geben sich nicht nur als Polizisten aus. Folgende Tricks sind beliebt und funktionieren nur allzu oft:
Ausgeben als . . . Mitarbeiter der Elektrizitäts- oder Gaswerke, die den Zähler ablesen müssten, Handwerker, Mitarbeiter der Kirche oder des Sozialamtes, der Kranken- oder Rentenkasse, Telefonmonteur und andere. Oder sie geben sich als Hilfsbedürftige aus, bitten um ein Glas Wasser oder um Stift und Papier, um dem Nachbarn angeblich eine Nachricht zu hinterlassen, oder sie seien schwanger und möchten sich ausruhen, müssten auf die Toilette, möchten kurz ihre Kleinkinder wickeln oder füttern.

Ein Blaulicht der Polizei.
Polizei warnt Wegen verkleideter Betrüger: Vorsicht an der Haustür

Immer wieder hört und liest man von vornehmlich älteren Herrschaften, die auf falsche Handwerker, falsche Polizisten – Trickbetrüger eben – hereinfallen. Es scheint nur schwer zu fassen, dass das bei all den Warnungen und Meldungen geschieht. Tatsache ist, dass das jedem passieren kann. Wie schwierig es ist, echte von falschen Handwerkern zu unterscheiden, hat unsere Mitarbeiterin Sabine Münstermann selbst erfahren.

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Telefonanrufe: Tricks, die Haustürbesuchen vorausgehen, sind Anrufe, mit denen sich Kriminelle ebenfalls als Polizisten ausgeben oder als nahe stehende Verwandte, zum Beispiel als Enkel.
Tipps: Keine Unbekannten in die Wohnung lassen, Tür nur mit vorgelegter Türsperre öffnen. Ausweise zeigen lassen, durch Anrufe auf Dienststellen rückversichern, die Personen bitten, zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen, beim geringsten Zweifel die Behörden anrufen, sich wehren durch energisches Sprechen oder um Hilfe rufen.
Haustür-Geschäfte: An der Haustür werden oft günstige Tarife, etwa für Strom, Telefon oder Versicherungen angeboten. Grundsätzlich gilt: Niemals etwas an der Haustür kaufen oder unterschreiben! Denn die angebotenen Artikel sind meist geringwertig. Keinen Vertreter unaufgefordert in die Wohnung lassen. Nie per Vorkasse zahlen, nicht unter Druck setzen lassen und keinen Gewinnversprechen glauben.
Gefahr im Internet: Verlockend ist die Möglichkeit, im Internet beim Medikamenten-Kauf Geld zu sparen. Schwierig aber ist, seriöse Versandapotheken von illegalen Anbietern zu unterscheiden, deshalb: Erst ausführlich über einen Anbieter und dessen Zulassung informieren.
Gefahren auf der Straße: Auf der Straße haben es Täter auf Geld und Taschen abgesehen. Daher: Nur das Nötigste mitnehmen, Geld an Automaten nur im Innenbereich von Banken abheben und niemals in der Öffentlichkeit Geld zählen. Wertsachen in verschlossenen Innentaschen tragen und Handtaschen vor der Brust oder unter den Arm geklemmt, nicht von Unbekannten ansprechen lassen.

Wenn es trotzdem zum Griff nach der Handtasche kommt, rät die Polizei: keinen Widerstand leisten, die Tasche loslassen, um Hilfe rufen und über die Nummer 110 die Polizei alarmieren, die auch über die Nummern der Polizeistation für besorgte oder betrogene Bürger da ist. Die Polizeistation Usingen ist erreichbar unter (0 60 81) 9 20 80.

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