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Laurentiuskerb: Platz für Landpartie und Tierschau

Von Es ist die größte landwirtschaftliche Schau im Hochtaunuskreis und der ganze Stolz der Buchfinkenstadt: die Laurentiuskerb. Und dieser setzten die Veranstalter und Organisatoren sinnbildlich die Krone auf.
Die Landfrauen aus Wehrheim und Christian Staehr (links) überreichten den Organisatoren der Kerb und Landpartie die neue Erntekrone. Bilder > Die Landfrauen aus Wehrheim und Christian Staehr (links) überreichten den Organisatoren der Kerb und Landpartie die neue Erntekrone.
Usingen. 

Es war nur eine beiläufige Information, die Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) auf Nachfrage dieser Zeitung Preis gab, doch für die Zukunft der Kerb ist sie von entscheidender Bedeutung: Das Wiesengelände für die Land Partie ist für die kommenden fünf Jahre sicher. Zwischen 120 und 200 Euro würden an Pacht je nach Größe gezahlt, „aber es gibt auch einige, die die Flächen kostenlos zur Verfügung stellen“, sagte Wernard. Positiv: Die Verträge seien für einen Zeitraum von fünf Jahren geschlossen worden, mit der Option auf eine automatische Verlängerung um die gleiche Zeit.

In der allgemeinen Vorstellung des Programms kein ausführliches Thema, aber immerhin eines mit zentraler Bedeutung. In der Vergangenheit hing an der Bereitstellung der privaten Grünflächen nämlich die Ausrichtung der Landpartie, die vom Hochtaunuskreis organisiert wird, und die Bezirkspferdeschau, die der Usinger Reit- und Fahrverein auf die Beine stellt. Beides Programme, die die Kerb schmücken.

Einiges an Verdruss gab’s im vergangenen Jahr, als sich einige Grundstückseigentümer weigerten, ihre Flächen zur Verfügung zu stellen. Die Folge: Mitten im Ausstellungsgelände lagen Flächen schlichtweg brach.

Das „Wie“ bleibt geheim

Die gute Nachricht also, wenn auch nur am Rande verkündet: In diesem Jahr steht wieder das ganze Wiesengelände zur Verfügung. Wie es gelungen ist und wem die Menschen im Hochtaunuskreis dafür auch mal „Danke“ sagen können, darüber schweigt sich Wernard aus. Dass es gelungen sei, eine Einigung zu erzielen, sei Grund genug zur Freude.

Die Kerb habe sich zu der landwirtschaftlichen Messe im Hochtaunuskreis entwickelt und nirgendwo sonst könnten die Besucher im Umkreis Landwirtschaft, Erzeugnisse und Wissen so hautnah erleben, unterstrich auch Landrat Ulrich Krebs (CDU).

Die Landwirtschaft bringe das Essen auf den Tisch und wer sich immer noch frage, wie denn die Kühe eigentlich aussehen, der hat zur Kerb die Gelegenheit, nicht nur die üblichen, sondern auch spezielle Rassen kennen zu lernen. Als besonderes Bonbon gibt es in diesem Jahr erstmals wieder eine Erntekrone, wie Dr. Nikolaus Bretschneider-Herrmann, Leiter des Amtes für den ländlichen Raum, freudig verkündete.

Die Tradition der Erntekrone ist schon alt und steht für die Dankbarkeit über die Ernte. Dass diese das Überleben der Menschen sichert, „das ist in der arbeitsteiligen Welt inzwischen vergessen gegangen“, sagte Bretschneider-Herrmann. Daran zu erinnern, auch dafür stehe die Landpartie zur Laurentiuskerb.

Das spezielle Schnittgut hatte der Lohnbetrieb von Christian Staehr besorgt, das Binden haben die Wehrheimer Landfrauen um Ursula Gräfe übernommen und so eine fast 30 Kilogramm schwere Krone geschaffen, die in der Christian-Wirth-Schule überreicht wurde.

900 Kinder erwartet

Auch die Schulen seien zur Kerb mit von der Partie, sei es durch ein frühes Unterrichtsende oder aber Grundschulen und Kindergärten, die montags zur Kerb kommen. Rund 900 Kinder werden erwartet, „erfahrungsgemäß sogar noch einige mehr“, sagte der Leiter für den ländlichen Raum.

Die Freude auf die Veranstaltung werde dieser Tage sichtbar und vernehmbar. Zum einen gebe es den einheitlichen Auftritt mit neuem Logo, zum anderen mobilisiert diese Kerb eine Vielzahl von Menschen. „Das sind 2500 Akteure an vier Tagen“, nannte Marktmeisterin Ute Harmel von der Stadt Usingen eine Zahl. Eine Mischung aus Haupt- und Ehrenamtlichen. Allein der Schützenverein 1422, der in diesem Jahr die Kerb ausrichtet, muss an vier Tagen 260 Menschen auf Schichten verteilen. „Und das sind alles Ehrenamtliche“, unterstrich Gerd Seidenstücker, zweiter Schützenmeister des Vereins.

Das Zelt sei der Treffpunkt, egal wann sich die Menschen auf den Weg zur Kerb machen, irgendwann finden sie sich dort alle ein, war Wernard überzeugt. Und am Sonntag sei da sogar die olympische Disziplin des Tauziehens zu sehen, wie Seidenstücker erinnerte.

Rückkehr an alten Standort

Nachdem der Krammarkt im vergangenen Jahr wegen des Umbaus des Neuen Marktplatzes weichen musste, kommt er nun an seinen historischen Standort zurück. Von der Bahnhofstraße bis zum Festplatz und in die Innenstadt hinein stehen rund 80 Händler, um ihre Ware feil zu bieten. „Auch sie sind einem demografischen Wandel unterzogen“, sagte Harmel. Mit historischen Bussen aus den 50er und 60er Jahren dürfen sich auch die Besucher aus dem Hochtaunuskreis auf den Weg machen. Die Promifahrt des Landrats am Sonntag gehe zugunsten des Vereins „Wir Helfen Usinger Land“.

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