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Unternehmer aus Hamburg übernimmt Residenz: Pflegeheim in der Aumühlenstraße hat neuen Besitzer

Von Die Aumühlenresidenz ist schon wieder in andere Hände übergegangen. Für die 183 Bewohner sollen sich die Dinge zum Besseren wenden: Der ebenfalls neue Betreiber, ein Unternehmen aus Hamburg, will umfangreich in das Haus investieren.
Eine Bewohnerin (links) kehrt heim in die Aumühlenresidenz. 20 Jahre alt ist die Pflegeeinrichtung in der Aumühlenstraße. So lange wurde auch kaum etwas am Haus gemacht. Jetzt ist eine umfangreiche Renovierung geplant. Eine Bewohnerin (links) kehrt heim in die Aumühlenresidenz. 20 Jahre alt ist die Pflegeeinrichtung in der Aumühlenstraße. So lange wurde auch kaum etwas am Haus gemacht. Jetzt ist eine umfangreiche Renovierung geplant.
Oberursel. 

Kürzlich schritt ein groß gewachsener, smarter fremder Herr durch das Pflegeheim in der Aumühlenstraße. Es war Nikolaos Tavridis, der neue Geschäftsführer der Aumühlenresidenz Oberursel GmbH. Bei der Jubiläumsfeier Mitte August – die Aumühlenresidenz wurde 20 Jahre alt – hatten alle Bewohner Gelegenheit zu erfahren, dass die Einrichtung verkauft worden war. Zuvor hatte sie dem Unternehmer Claus Wisser gehört; seit wenigen Tagen ist das Oberurseler Seniorenheim Eigentum der Pensionskasse Hoechst, einer der größten Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland.

Die zunehmende Kompliziertheit der Pflegebranche sei es gewesen, was Wisser und ihn zum Verkauf bewegt habe, erläutert Thomas Müller, der bisherige Geschäftsführer der Residenz, auf Anfrage. „Wir sind Immobilien-Investoren, und wenn wir investieren, verstehen wir gern etwas vom Geschäft“, so Müller. Doch nach den Änderungen in der Pflegebranche Anfang des Jahres hätten die Branchenneulinge „nicht mehr mitreden“ können und so dem eigenen Anspruch nicht mehr genügt.

Nikolaos Tavridis Bild-Zoom
Nikolaos Tavridis

Im Wissen, dass bei der Aumühlenresidenz erheblicher Renovierungsbedarf bestehe, habe Claus Wisser Ende 2015 die Oberurseler Einrichtung aus seinem privaten Vermögen von einem Banken-Konsortium erworben. „Dabei mussten wir auch den Betrieb übernehmen“, so Müller. Besser kennt sich der solvente Wisser (75) – Gründer des Dienstleistungsunternehmens Wisag und Mitinitiator des Rheingau-Musikfestivals – beim Fitmachen interessanter Immobilien in finanzieller Schieflage aus. Gerade hat er das Kloster Johannisberg gekauft und will sich nun darauf konzentrieren. In der Aumühlenresidenz sei es nicht mehr dazu gekommen, die Renovierung auch anzupacken, so Müller.

Von Homburg nach Hamburg

Die axion Unternehmensgruppe betreibt nicht nur diverse Senioreneinrichtungen in Deutschland, sondern verwaltet auch Immobilien und berät mit einem zehnköpfigen Team Betreiber von

clearing

Mit dem Verkauf geht auch ein Wechsel der Betreiberfirma einher. Die Aumühlenresidenz Oberursel GmbH wurde von der axion Unternehmensgruppe in Hamburg gekauft, deren geschäftsführender Gesellschafter der Betriebswirt Nikolaos Tavridis ist. Die axion – bis 2009 in Bad Homburg (Ober-Erlenbach) ansässig – hat außer der Aumühlenresidenz sieben weitere Pflegeheime und Einrichtungen des Betreuten Wohnens im Norden und Osten Deutschlands unter ihren Fittichen, zwei davon in der Hansestadt – eine davon ist das Fünf-Sterne-Haus „Elbschloss-Residenz“ mit dem wohl ersten seniorengerechten Wellness-Bereich Deutschlands.

Fassade wird gestrichen

Etwas derart Exklusives ist in der Oberurseler Einrichtung wohl nicht zu erwarten, wohl aber soll in die Aumühlenresidenz „außen und innen umfangreich“ investiert werden, wie Sabrina Steeger, Marketingleiterin bei axion, erklärt. Endlich, wie mancher in der Aumühlenresidenz denken dürfte. Das Haus hat eine Renovierung bitter nötig, doch nur in einzelnen Appartements wurde was gemacht, nur besonders zerschlissener Teppich ausgetauscht.

Das Haus sei in die Jahre gekommen, sagt Steeger, und werde nun dem Standard gemäß erneuert. „Zuerst wird die Außenfassade aufgehübscht“, stellt die axion-Sprecherin in Aussicht. Die Farbe soll dabei so bleiben, wie sie ist. Anschließend sollen das Restaurant im Erdgeschoss und so manches Mobiliar modernisiert werden.

„Für die Bewohner ändert sich erst einmal nichts, auch der Name Aumühlenresidenz bleibt“, kündigt Steeger an. Die Mietverträge der 183 Bewohner sowie die Arbeitsverträge der Mitarbeiter blieben dieselben. Residenzleiterin Svetlana Vasilev, seit Oktober 2016 Geschäftsführerin, bleibt erste Ansprechpartnerin für die Bewohner und deren Angehörige; ihre Funktion lautet nun Direktorin.

Wer in das innenstadtnahe Pflegeheim mit Taunusblick einziehen möchte, muss sich gedulden und auf die Warteliste setzen lassen: „Der Appartementbereich ist mit 111 Personen zu 100 Prozent ausgelastet, der stationäre Bereich (72 Personen) zu 95 Prozent“, sagt Vasilev. Vier Bewohner sind über 100 Jahre alt.

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