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Seelenberger Kerb: Organisatoren schaffen den Kerbetanz ab und setzen künftig auf Familien

Von Die Organisatoren der Seelenberger Kerb haben alte Zöpfe abgeschnitten. Sie haben den Kerbetanz am Samstag gestrichen und sich stattdessen auf den Sonntag als Familientag konzentriert. Das kam an.
Der Umzug der Kerbegesellschaft durch das Dorf wird begleitet von der Egerländer Blaskapelle. Foto: Corina Appel Der Umzug der Kerbegesellschaft durch das Dorf wird begleitet von der Egerländer Blaskapelle.
Seelenberg. 

Mit neuem Konzept haben die Seelenberger am Sonntag und Montag ihre Kerb gefeiert. Eine Familienkerb sollte es werden, und das Vorhaben ging auf. Nach dem Gottesdienst zur Kirchweih startete der Umzug durch die Straßen, und mit dabei waren auffällig viele kleine Kinder – in Begleitung ihrer Eltern natürlich. Den „Weckruf“, wenn man das um 10.30 Uhr so nennen kann, spielte die Egerländer Blaskapelle Vockenhausen, die vorneweg marschierte und flotte Titel spielte.

Hinter dem „Fußvolk“ lenkte Andrew Fedorov einen Traktor mit Anhänger. Darauf saß ein Teil der Kerbegesellschaft, die zusätzlich für Stimmung sorgte. Hier und dort wurde angehalten, auf der Straße getanzt und Ebbelwei aus einem großen Bembel an die Schaulustigen ausgeschenkt. Vorneweg, noch vor der Blaskapelle, schwenkten Tristan und Kilian Wietschorke die beiden Fahnen. Sie mussten auch ein paar Autofahrer anweisen, doch besser die Parallelstraße zu nehmen.

Im Dorfgemeinschaftshaus standen die Vier von der Zapfstelle bereits parat, um durstige Kerbebesucher zu bedienen. Neben dem Ebbelwei, dem traditionellen Kerbegetränk, reichten Thomas Waldschmidt, Stefan Ludwig, Michael Wagner und Robert Appel Bier und Anti-Alkoholisches über die Theke. Und aus der Küche wehte bereits der Duft von Gulasch und Hackbraten in den Saal. Auch das war neu, und mit Dennis Pilwat stand ein Koch in der Küche, der sein Handwerk versteht. Kein Wunder also, dass am Ende des Tages alle Töpfe leer waren und alle Besucher satt. Selbst vom Handkäs, der am frühen Abend noch serviert wurde, blieb nichts mehr übrig.

Große Auswahl

Ziel der Veranstaltung war es, dass alle Generationen wieder zusammen feiern, und das ist wohl gelungen. Im herbstlich dekorierten Saal hatten nach dem Gottesdienst bereits etliche ältere Seelenberger Platz genommen und warteten auf die Teilnehmer des Umzugs sowie das Mittagessen und später auf Kaffee und Kuchen. Wobei die Kuchen ebenfalls nach alter Sitte von den „Bäckermeisterinnen“ im Dorf in der heimischen Küche mit viel Liebe und in großer Auswahl hergestellt wurden.

Die Blaskapelle spielte noch eine ganze Weile, bevor sie von „Feldbergpower“ – Sascha Jäger und Jörg Skowronek – abgelöst wurde. Über Besucher konnten sich die Veranstalter, die Altkerbeburschen von Seelenberg in Kooperation mit der Feuerwehr, in diesem Jahr nicht beschweren. Im Saal herrschte reges Kommen und Gehen und auch vor dem DGH ließ es sich in der frühherbstlichen Sonne gut aushalten.

Der Renner für die kleinen Besucher war die Hüpfburg. Sie war nebenan, im Hof von Hermann-Josef Fiebig aufgebaut, und pausenlos belegt.

Hering am Mittag

Gestern startete um 11 Uhr der Frühschoppen und mittags gab es Hering. Das ist bereits viele Jahre Sitte, wurde immer gut angenommen und deshalb beibehalten. Allerdings gab es in diesem Jahr keinen Kerbetanz am Samstagabend. Der hatte sich in den vergangenen Jahren zu Trinkgelagen von Kerbegesellschaften entwickelt, und irgendwann kamen selbst die nicht mehr. Nachdem im vergangenen Jahr noch zwei Handvoll Menschen gefeiert haben, haben die Organisatoren die Reißleine gezogen und das Kirchweihfest auf den Sonntag konzentriert.

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