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Nur noch ein Bauplatz frei

Von 216 Grundstücke umfasst das Neubaugebiet Schleichenbach II. Als es auf den Weg gebracht wurde, waren die politischen Lager konträrer Meinung. Doch die Optimisten haben mit ihren Prognosen ganz offensichtlich Recht behalten.
Herrlich für Kinder: Die Spielgeräte auf dem Grünstreifen zwischen Schleichenbach I und II sind immer gut besucht. Bilder > Herrlich für Kinder: Die Spielgeräte auf dem Grünstreifen zwischen Schleichenbach I und II sind immer gut besucht.
Usingen. 

Aus Richtung Neu-Anspach nach Usingen kommend staunt man nicht schlecht: Viele moderne Einfamilienhäuser haben der einstigen Residenzstadt Usingen im Südwesten ein neues Gesicht gegeben. Das Neubaugebiet Schleichenbach II avanciert allen Unkenrufen zum Trotz zu einem Erfolgsmodell. Derzeit ist nur noch ein Bauplatz zu haben.

Die Bebauung wirkt kompakt, die meisten Baulücken sind geschlossen. Lange Jahre sah das anders aus. Der Verkauf verlief – in Folge der sogenannten Finanzkrise der Jahre 2007 und folgende – schleppend. „Zu groß dimensioniert“, kritisierten Besserwisser und orakelten von einem folgenschweren Flop sowie unwägbaren finanziellen Risiken für Usingen.

Die aktuelle Situation sieht jedoch ganz anders aus, und die Entwicklung bei der Vermarktung der Grundstücke schickt den Usinger Kommunalpolitikern sicherlich ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Der interaktive Internet-Grundstücksplan der von der Stadt beauftragten Projektentwicklungsgesellschaft Terramag zeigt nämlich Überraschendes: Nur noch ein 711 Quadratmeter großes Grundstück ist da zu haben. Ursprünglich waren es 132, die von der Terramag treuhänderisch für die Stadt vermarktet wurden. 14 weitere Bauplätze sind reserviert, der Rest verkauft, größtenteils auch bebaut. „Wann die letzten 15 Grundstücke definitiv verkauft sind, ist schwierig einzuschätzen“, sagt Terramag-Geschäftsführer Ralf Trollmann. „Unserer Erfahrung nach wird jedes dritte reservierte Grundstück auch vom Interessenten gekauft. Ich hoffe, dass im kommenden Sommer alle Grundstücke verkauft sind.“

Kosten refinanziert

Erfreulich für Usingen: Die Gesamtkosten für das Baugebiet seien bereits jetzt refinanziert, so Trollmann. Diese Aussage ist deshalb möglich, weil der Projektentwickler vom Grundstücksaufkauf über die Erschließung, die Vermarktung und den Verkauf bis hin zum Straßenendausbau des Neubaugebietes alles in seiner Hand hat. „Alles, was nach Abschluss des Projektes über dem ursprünglich geplanten Kostenvolumen in Höhe von rund 21 Millionen Euro erlöst wird, fließt in den Haushalt der Stadt zurück“, erklärt Trollmann: „Das Projekt lief besser als geplant.“

Noch im September beginnt nun der Endausbau der bisherigen Baustraßen in einzelnen Abschnitten. Den Anfang macht die Schmidtbornstraße. Als nächster Abschnitt folgt im Oktober die Kaethnerstraße. Anschließend folgen die Wengenrothstraße und die Gutensteinstraße. Alle Abschnitte sollen – bei günstiger Witterung – noch vor Weihnachten abgeschlossen sein, so Trollmann. Die Kosten des Straßenendausbaus seien bereits abgedeckt, auf die Bewohner kämen keine weiteren Kosten zu.

Auch mit dem durchschnittlichen Grundstückspreis von 309 Euro pro erschlossenem Quadratmeter zeigt sich Trollmann mehr als zufrieden. Zufriedene Gesichter gibt’s auch in der Verwaltung: „Schleichenbach II ist für uns eine Erfolgsgeschichte“, sagt Petra Reuter, Ansprechpartnerin bei der Stadt für Bauinteressenten. Über die noch verfügbaren Bauplätze aus privater Hand – ursprünglich waren 84 Grundstücke im Angebot – kann Reuter nur spekulieren. „Ich weiß, viele Eigentümer haben erfolgreich verkauft. Viele der Grundstücke werden aber auch für Kinder oder Enkel freigehalten“, so Reuter.

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