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Jugendzentrum in Wernborn: Neue Gruppe: Freiraum gibt’s nur inklusive Verantwortung

Von Seit über einem Jahr ist das Jugendzentrum in Wernborn geschlossen. Die letzte Gruppe hatte sich zu stark daneben benommen. Aber die Jugendpflege bereitet derzeit die Wiederöffnung mit einer neuen jungen Generation vor – allerdings mit einigen Vorgaben.
Jugendpflegerin Inga Grundmann wird das JUZ in Wernborn demnächst für Jugendliche öffnen. Jugendpflegerin Inga Grundmann wird das JUZ in Wernborn demnächst für Jugendliche öffnen.
Wernborn. 

Es ist ein ständiges auf und ab mit dem Jugendzentrum (JUZ) Wernborn. Man bekommt diesen Eindruck, wenn man beobachtet, dass sich immer mal wieder Gruppen junger Menschen finden, die bereit dazu sind, den ihnen zur Verfügung gestellten Raum in der Eichkopfhalle sinnvoll zu nutzen und in Ordnung zu halten.

Das scheint stets nur eine Zeit lang zu funktionieren, dann wachsen die Betreffenden aus dem Alter heraus, und ihre nachfolgende Generation übernimmt zwar das JUZ und dessen Annehmlichkeiten, nicht aber die ebenfalls hinterlassene Verantwortung darüber. Oder die betreffende Clique entwickelt im Laufe der Jahre schlechte Manieren, so dass ihnen der heimelige Treffpunkt von der Stadt doch wieder entzogen wird.

Kein Krawall mehr

Das alles ist normal. Zumindest lässt sich das aus den Worten von Jugendpflegerin Inga Grundmann als auch von Jugendamtsleiter Reiner Greve heraus hören, wenn sie über die Gruppen im Jugendzentrum sprechen.

Das JUZ in Wernborn ist nämlich momentan geschlossen, soll aber laut Grundmann bald wieder einer neuen Jugendgruppe zur Verfügung stehen. Der Ortsbeirat hatte die Schließung vor rund einem Jahr mit einiger Irritation zur Kenntnis genommen. Dass sich junge Menschen fortan an anderen Stellen im Dorf aufhielten, wo sie mit ihrem Benehmen teils unangenehm auffielen, wurde unter anderem auf die JUZ-Schließung zurück geführt.

Doch wie Greve und Grundmann bestätigen, haben sich die Krawallmacher schon wieder verzogen. „Die wachsen irgendwann aus dem Alter heraus“, lautet die einhellige Begründung der beiden städtischen Bediensteten, die immerhin über reichlich Erfahrung mit heranwachsenden Menschen verfügen.

„Junge Leute müssen sich reiben“, hatte Inga Grundmann schon dem Ortsbeirat erklärt, als sie dem Gremium eröffnete, dass der Jugendraum in der Eichkopfhalle schon bald wieder Jugendlichen zur Verfügung stehen werde. Zunächst wurden Einladungen an alle 12- bis 17-jährigen Wernborner verschickt. „Aus dieser Altersgruppe haben sich schon Mädchen gemeldet, die bereit sind, sich in den Vorstand wählen zu lassen“, sagte die Jugendpflegerin.

Weitere Jugendpflegerin

Werden sie gewählt, würden sie per Vertrag als Ordnungshüter im JUZ fungieren und den Kontakt zur Jugendpflege halten. Die wurde übrigens verstärkt. Inga Grundmann hat nun endlich eine Partnerin in Vollzeit an ihre Seite bekommen. Vanessa Reinhold wird sich künftig gemeinsam mit Grundmann um die Jugendzentren kümmern.

„Man muss erst lernen, Verantwortung zu übernehmen“, brach Inga Grundmann eine Lanze für junge Menschen, die sich am Regelwerk der Erwachsenen nun einmal reiben müssten, um zu ihren eigenen Schlüssen zu gelangen. In monatlichen Teamsitzungen würden die Betreffenden Tipps erhalten, wie sie Hürden und Schwierigkeiten meistern könnten. Zudem würden die Jugendpflegerinnen mindestens einmal wöchentlich das JUZ kontrollieren – auch unangekündigt.

Das Leitungsteam werde für die notwendige Sauberkeit sorgen und natürlich darauf achten, dass Regeln eingehalten werden, etwa das Alkoholverbot. „Aber man darf nicht davon ausgehen, dass eine im Gebüsch aufgefundene Wodkaflasche zwangsläufig von einem unserer Jugendlichen stammt“, verwahrte sich Inga Grundmann gegen mögliche Vorurteile.

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