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Kaufanfrage: Mehrheit für Spielplatz-Verlegung

Von Um Grund und Boden drehte sich das Interesse der Gemeindevertreter bei der ersten Parlamentssitzung des Jahres. Irgendwoher müssen neue Baugrundstücke schließlich kommen.
Das Gerätehaus der Wehr ist zu klein geworden und muss ausgebaut werden. Das geht nur auf dem daneben liegenden Spielplatz des Kindergartens. Archivfoto: Schwarz-Cromm Das Gerätehaus der Wehr ist zu klein geworden und muss ausgebaut werden. Das geht nur auf dem daneben liegenden Spielplatz des Kindergartens. Archivfoto: Schwarz-Cromm
Grävenwiesbach. 

Wenn da neben dem eigenen Grundstück ein Stückchen wild bewachsenes Land lockt, kommt der Wunsch auf, es einzugliedern. Die Idee gefiel wohl auch den Eigentümern im Schlagweg. Also stellten sie eine Kaufanfrage an die Verwaltung. Es handelt sich um ein 182 Quadratmeter großes Areal.

Okay, aber nur für 120 Euro pro Quadratmeter, sprich 21 840 Euro, entschied der Gemeindevorstand. Doch die Kaufinteressenten wollten nur 9100 Euro dafür bezahlen. Und so landete die Entscheidung am Dienstag bei den Gemeindevertretern. Rudi Tillig (SPD) machte darauf aufmerksam, dass der Kaufpreis eine Frage der Nutzung sei. Doch Kurt Solz (FWG) erinnerte an die Verhandlungen des Grundstückspreises für das geplante Altenwohnheim, das mit 50 Prozent der Richtwertkarte verkauft wurde. Bei der Bebauung des Grundstücks sollte allerdings der volle Preis gezahlt werden, ergänzte Solz.

Einwand ernstgenommen

Auf ein Problem ganz anderer Art verwies Sybille Haas (Grüne). In der Nähe des Grundstücks führt eine kleine Brücke über die Bahngleise. Wegen des Ausbaus zur Elektrifizierung der Bahnstrecke könnte die Brücke ein Problem werden, warf die Grünen-Fraktionsvorsitzende ein. Der Zugang zu der Brücke werde doch nicht verkauft, entgegnete Kurt Solz. Doch Bürgermeister Roland Seel (CDU) nahm den Einwand der Grünen ernst und schlug vor, den Beschluss über den Verkauf des Grundstückes zurückzustellen, bis eine Erklärung vom VHT vorliege, der Klarheit über den eventuellen Umbaubedarf in diesem Bereich gebe. Und damit waren alle einverstanden.

Genauso entschieden die Gemeindevertreter bei dem Grundstück in Naunstadt. Ein weiterer Bauplatz soll dort entstehen, wo zuvor ein Kinderspielplatz geplant war. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden.

Die Grünen erinnerten dabei an den geltenden Beschluss, künftig bei allen Baugebieten zu prüfen, ob eine Bebauung mit Mehrfamilienhäusern möglich ist, um somit dem steigenden Wohnraumbedarf Rechnung tragen zu können. Sybille Haas schlug daher vor, auf diesem neu geschaffenen Baugrundstück in Naunstadt die Möglichkeit eines Mehrfamilienhauses oder wenigstens kleinerer Wohneinheiten wie Reihenhäuser zu überprüfen.

Entwurf erarbeiten

„Das muss doch der ortsüblichen Bebauung angepasst werden. Sowas ist dort nicht möglich“, wischte Kurt Solz (FWG) den Vorschlag sogleich vom Tisch. „Ich denke da nicht an ein Hochhaus“, konterte Sybille Haas. Die Idee der Grünen komme als Anregung dazu, entschied Seel. Denn der Aufstellungsbeschluss sei ja schließlich der Startschuss für die Erarbeitung eines Entwurfes.

Nicht so einstimmig lief die Bauleitplanung in Hundstadt für den Anbau des Feuerwehrgerätehauses ab. Zur Erinnerung: Um Platz für den Feuerwehranbau zu erhalten, muss der bestehende Kindergarten-Spielplatz verlegt werden. „Das sehen wir nach wie vor als zu teuer an“, urteilte Karin Klimt (UB). Das sahen zwar die Grünen ähnlich. Doch Christian Tramnitz (Grüne) machte darauf aufmerksam, dass es sich hierbei um einen geltenden Beschluss handele. „Jetzt geht es um den Spielplatz“, erinnerte er. Und so stimmten lediglich die UB-Politiker gegen den vorliegenden Entwurf des Bebauungsplanes. Die restlichen anwesenden 16 Parlamentarier gaben ihr Okay.

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