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Sakrale Musik für beide Konfessionen: Klaus Müller spielt für Protestanten und Katholiken Orgel

Von Seit 25 Jahren ist Klaus Müller Organist in der evangelischen Kirche in Arnoldshain. In der katholischen Kirche in Schmitten ist er seit sieben Jahren engagiert. Er ist zuverlässig, leistete sich aber doch ein paar amüsante Aussetzer.
Klaus Müller spielt seit 25 Jahren in der Arnoldshainer Kirche die Orgel. Foto: Evelyn Kreutz Klaus Müller spielt seit 25 Jahren in der Arnoldshainer Kirche die Orgel.
Arnoldshain. 

Auch wenn er am Vorabend mal lange gefeiert hat, sitzt Klaus Müller jeden Sonntag und an kirchlichen Feiertagen um 10 Uhr in der evangelischen Kirche in Arnoldshain an der Orgel. Pünktlich aus den Federn kommen ist eine Sache, die Einsätze nicht verschlafen eine andere.

Die gängigen Kirchenlieder hat Klaus Müller schon lange drauf. Der 44-Jährige hat bereits als Kind Spaß an der Musik gehabt. Mit vier Jahren spielte er Flöte und drei Jahre später begann er mit dem Unterricht an der elektrischen Orgel. Schon mit zehn Jahren wechselte er an die große Kirchenorgel und lernte parallel das Klavierspiel.

Im Jahr 1985 war die Organistenstelle in Arnoldshain vakant, und nach seiner Konfirmation teilte er sich zunächst den Dienst an der Orgel mit seiner Cousine Daniela Schulz. Drei Jahre später übernahm er allein das Amt des Organisten, nahm aber noch weiter Unterricht bei den Kirchenmusikern Regine Straßburger und Werner Both. Den Eignungsnachweis hat er 1992 auf Anhieb bestanden. „Seitdem bin ich offiziell Organist“, sagt der gelernte Steuerfachangestellte, der sich vor zwölf Jahren mit einem Buchhaltungsservice selbstständig gemacht hat.

Einsatz verschlafen

Das könnte sie schon gewesen sein, die Geschichte vom Organisten-Jubiläum. Wären da nicht so nette Anekdoten wie die von den verschlafenen Einsätzen im Silvestergottesdienst. Da hatte er seinem Vater ab 3.30 Uhr in der Metzgerei geholfen und sich danach zum Mittagsschlaf hingelegt. Kurz vor dem Gottesdienst wurde er wach, sprintete in die Kirche. Während der Predigt von Pfarrer Martin Hoffmann nickte er ein, reagierte nicht, als dieser das nächste Lied ankündigte. „Auf ein lautes ,Klaus!‘ zuckte ich zusammen, schaltete die Orgel wieder ein und legte los. Ich wusste sofort, was zu tun ist“, erzählt er.

Peinlicher war die Geschichte am Morgen nach seiner Geburtstagsparty. Da half auch der Kontrollanruf seiner Mutter, Ruth Müller, nicht. Den überhörte er. Er schlich um 10.38 Uhr zum Schlusslied in die Kirche, wo die Gemeinde ohne ihn gesungen und die Flötistin ohne ihn gespielt hatte. Nach einer Karnevalssitzung hatte er zwar noch die Kurve gekriegt, setzte sich aber im Faschingskostüm an die Orgel und zog einen geliehenen Mantel an.

„Die wilden Jahre sind vorbei, seitdem ich Kinder habe“, meint Müller. Er ist inzwischen auch von der katholischen Kirchengemeinde als Organist in Schmitten engagiert.

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