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Konzert in der CWS: Junge Talente in alten Mauern

Von Was die CWS an musikalischen Talenten aufzubieten hat, wurde wieder mal präsentiert. Diesmal erneut in der evangelischen Kirche. Denn dort klingt alles richtig gut. Davon ließen sich viele Zuhörer gerne überzeugen und wurden selbstverständlich nicht enttäuscht.
Die CWS-Musiker begeisterten die Zuhörer in der evangelischen Laurentiuskirche. Die CWS-Musiker begeisterten die Zuhörer in der evangelischen Laurentiuskirche.
Usingen. 

Um die evangelische Kirche wirklich voll zu bekommen, muss nur die Christian-Wirth-Schule zum Konzert einladen. Dann kommen alle, die irgendetwas mit den musikalischen Schülern zu tun haben: Eltern, Geschwister, Lehrer, Mitschüler, ja sogar die Nachbarn. Denn eines ist gewiss: Es wird Musik auf hohem Niveau geboten.

Dieses Mal gab es eine Mischung aus Klassik und Moderne. Mit letzterem beschäftigte sich die Jazz-AG unter der Leitung von Sabine Hampel und startete das Winterkonzert mit Duke Ellingtons „Hit me with a hot note“, womit schon alles gesagt war, aber eben noch nicht gehört.

Im eigenen extravaganten Arrangement zeigten die Jazzer, was sie aus dem Beatles-Hit „Drive my car“ herauszuholen befähigt waren. Immerhin holten sie sich vom Klavier über die Band bis zu den Bläsern alles ins musikalische Boot, was für den jazzigen Groove nötig war. Was da einzig noch fehlte, war das sorgenfreie Gesicht der Sängerinnen, die doch ziemlich angespannt wirkten – aber nicht wirklich einen Grund dazu hatten. Alle waren bestens vorbereitet, auch die Streicher im Orchester, das Blechbläser-Ensemble oder die Gitarren-AG. Letztere präsentierte sogar das vom Leiter Christoph Hain selbst komponierte Stück „Berbetar“. Mit Metallicas Ballade „Nothing else matters“, gesungen von Nadja Altmannsberger und Jasmin Betschel, spielten sich die Gitarren zu einem der Höhepunkte des Abends hin. Janna Hampel setzte mit der Viola und Malte Schäfer mit dem Violoncello wirkungsvoll die akustischen Akzente des Songs. Der Applaus wollte danach gar nicht mehr aufhören.

Wer da dachte, die Holzbläser hätten es jetzt schwer gehabt, das Publikum ebenso zu begeistern, der irrte. Mit Querflöte, Klarinette und Fagott rissen auch diese Instrumentalisten die Stimmung an sich. Beim Streichorchester wurde es sentimental. So hieß auch das Stück „Sentimental Sarabande“ aus der „Simple Symphony“ von Benjamin Britten. Den Abschluss bildete der große Schulchor, der sich zum Einsingen das Liedchen „Ein Hennlein weiß“ ausgesucht hatte, das Martin Lakomek dirigierte. Für den großen Auftritt als letztes Lied übernahm Thilo Busch den Dirigentenstab und ließ den Psalm 150 von Louis Lewandowski erklingen. Passend zum kirchlichen Ambiente beschworen die jungen Stimmen voller Kraft und dennoch harmonisch, den Herrn zu loben.

Leider wird das nächste CWS-Konzert nicht in den Mauern der evangelischen Kirche mit ihrer guten Akustik erklingen können. Pfarrerin Gundula Guist sagte, dass die Kirche wegen der weiteren Sanierung vorübergehend geschlossen werde.

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