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Jetzt sind die Ideen der Bürger gefragt

Von Die Feldberggemeinde kann von EU-Fördergeldern zur Regionalentwicklung profitieren. Auch Projekte von Privatleuten oder Vereinen haben Chancen.
Bürgermeister Marcus Kinkel (von links) hatte Martina Rosanski und Jürgen Windgassen eingeladen, um Fördermöglichkeiten für die Leader-Region Taunus und damit auch für Schmitten vorzustellen. Bürgermeister Marcus Kinkel (von links) hatte Martina Rosanski und Jürgen Windgassen eingeladen, um Fördermöglichkeiten für die Leader-Region Taunus und damit auch für Schmitten vorzustellen.
Schmitten. 

Als schwächere Gemeinden im Hochtaunuskreis gehört Schmitten wie Glashütten und Weilrod zur im Februar anerkannten förderfähigen Leader-Region Taunus. Das EU-weite Leader-Programm will den ländlichen Raum stärken. Bis Ende 2020 können EU-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen oder übergreifende Projekte beantragt werden, und zwar nicht nur von den 13 beteiligten Kommunen, sondern auch von Wirtschafts- und Sozialpartnern sowie Bürgern.

Lokale Aktionsgruppe und Träger ist der „Verein Regionalentwicklung Taunus“. Einer der stellvertretenden Vorsitzenden ist Schmittens Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG). Der Vorstand des Vereins ist unter anderem zuständig für die Projektauswahl. Damit Bürger sich mit Projekten in den gebietsbezogenen Entwicklungsprozess einbringen können, hatte Kinkel für Donnerstag ins DGH Arnoldshain eingeladen. Das im Juni mit der Steuerung und Projektberatung beauftragte Regionalmanagement Taunus erläuterte rund 30 Interessenten die Strategie mit ihren Kernzielen und Möglichkeiten. Regionalmanager Jürgen Windgasse betonte, wie wichtig Kooperationen und Innovationen und vor allem eine Prozessentwicklung von unten sei.

Bereits für die Anerkennung der Region seien die vier Handlungsfelder Limes und Wirtschaftsregion, Leben im Taunus und regionale Vernetzung in den Fokus gestellt worden. Alle Projekte müssten mindestens einem Bereich zugeordnet werden können. Er bezifferte das vorläufige Kontingent für die Region mit ihren 138 444 Einwohnern auf 2,18 Millionen Euro EU-, Bundes- und Landesfördermitteln. Gefördert werden bauliche Investitionen, Maschinen, Arbeitsplätze, Dienstleistungen und Sachaufwendungen.

Die Kommune Schmitten wird nur zur 60 Prozent gefördert, andere Kommunen bis zu 75 Prozent. Windgasse vermutet, dass dies an der Lage im Hochtaunuskreis liegt. Pro Projekt werden maximal 200 000 Euro bezuschusst. Für private Projekte gibt es maximal 35 Prozent oder 45 000 Euro. Als Beispiele für Projekte aus vorgehenden Förderperioden nannte er die Breitbandversorgung oder den Limeswanderweg.

Martina Rosanski, die für das Projekt- und Prozessmanagement zuständig ist, motivierte die Besucher: „Wir warten auf Ihre Ideen.“ Die sollen dann geprüft und bewertet werden. Unterhalb einer Bagatell-Summe von 10 000 Euro lohne sich ein Antrag nicht. In jedem Falle müsse die Co-Finanzierung des Antragstellers sicher sein. Wenn alle Unterlagen vollständig seien, könne ein Projekt innerhalb weniger Tage bewilligt werden. Auch wenn nicht alles bewilligt werde, ermutigte sie dazu, Vorschläge beim Regionalmanagement einzureichen und bot an: „Wir helfen Ihnen dabei, dass daraus eine runde Sache werden kann.“

Das hatte auch schon Dr. Thomas Lattke erfolglos probiert mit einer Außensportfläche für eine Sportgruppe. Als Lattke jetzt genauer seine Idee definierte, gab es Ansatzpunkte, die durchaus verfolgt werden könnten. „Hier ist genau der Punkt, wo man sich zusammensetzen, reden und etwas entwickeln kann“, meinte dazu der Bürgermeister. Das betraf auch Lattkes Vorschlag, das Umfeld des neuen Seniorenzentrums in Arnoldshain aufzuwerten und eine behindertengerechte Verbindung zum Schwimmbad zu schaffen. „Machen Sie weiter und melden Sie sich einfach“, riet Rosanski. Für eine reine Altbau-Sanierung sei wohl eher das Dorferneuerungsprogramm zuständig, für das sich laut Kinkel Schmitten noch bewerben will. Ob ein privates U3-Kinderbetreuungsprojekt gefördert werden könne, müsse geprüft werden.

Einen Verteilungsschlüssel gebe es nicht, beantwortete Rosanski eine weitere Frage. Übergreifende Projekte würden nur von einer Kommune beantragt, aber die anderen profitierten auch davon. In diesem Zusammenhang deutete Kinkel ein interessantes Vorhaben mit dem Naturpark an, zu dem er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht viel sagen wolle.

Wer Ideen hat kann sich im Rathaus melden oder direkt beim Regionalmanagement Taunus unter Telefon (0 61 24) 510-301 sowie per Mail info@regionalmanagement-taunus.de.

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