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Moderne Technik: In Schmitten leuchten künftig LEDs

Von In Schmitten werden die Straßen künftig mit Hilfe moderner LED-Technik erleuchtet. Die Gemeinde spart sich dadurch viel Geld.
Ulrich Ott (von links) und Marcus Kinkel sind genauso froh wie Dr. Joachim-Dietrich Reinking, dass Janis Brand und Marco Scholz (im Hubwagen) gerade eine der letzten Leuchten austauschen. Ulrich Ott (von links) und Marcus Kinkel sind genauso froh wie Dr. Joachim-Dietrich Reinking, dass Janis Brand und Marco Scholz (im Hubwagen) gerade eine der letzten Leuchten austauschen.
Schmitten. 

Das sind Zahlen, über die sich der Bürgermeister freut: Noch im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Schmitten 150 000 Euro für die Straßenbeleuchtung bezahlt, 50 000 Euro wird sie künftig sparen – was rund 270 000 Kilowattstunden entspricht. Der Grund: In der Kommune erstrahlen künftig nahezu überall moderne LED-Leuchten. „Das ist wirklich eine beachtliche Einsparung“, meinte Marcus Kinkel (FWG) am Montagnachmittag in der Freseniusstraße oberhalb des Kindergartens, wo zwei Mitarbeiter der Syna, einem Tochterunternehmen der Süwag, demonstrierten, wie schnell die Arbeiten vonstatten gehen.

44 000 Euro Förderung

Fix waren sie mit einer Hebebühne in luftiger Höhe und hatten dann im Nullkommanichts die alten Quecksilberdampflampen ab- und die neuen Leuchten aufmontiert. Mit dabei war auch Dr. Joachim-Dietrich Reinking. Der Standortleiter der Syna berichtete, dass eine Förderung die 414 000 Euro teure Umrüstung deutlich erleichtert hat. Das Land Hessen unterstützt diese nämlich mit 44 000 Euro, den Rest trägt die Kommune. „Das ist für uns ein lukratives Geschäft“, meinte der Bürgermeister im Hinblick auf die „Lebenserwartung“ der LEDs, die 100 000 Stunden beträgt, was rund 25 Jahren entspricht.

In der Feldberggemeinde gibt es insgesamt 1414 Straßenlaternen, erläuterte Reinking weiter. 1180 davon werden umgestellt – beziehungsweise wurden bereits erneuert, haben die Arbeiten doch schon Anfang April begonnen.

80 Prozent eingespart

„Wir sind kurz vor dem Abschluss“, erläuterte Reinking, „es fehlen nur noch 50 Leuchten.“ Bleibt dann allerdings immer noch ein Rest von an die 200 Lampen. Dieser werden aber vorerst nicht ausgetauscht, denn sie „sind nicht kriteriengerecht“. Sie seien neuer und der Einsparungseffekt deshalb geringer, so Reinking. Zur Erklärung: Das Land fördert die Umstellung nur, wenn durch sie 70 Prozent an Energie eingespart werden. „Insgesamt wurden in Schmitten sogar 80 Prozent erreicht.“

Die alten Lampen waren 70 Watt stark, die neuen nur 21 Watt, und trotzdem sind die Straßen künftig „bedeutend besser ausgeleuchtet“, sagte Reinking und wies auf den Sicherheitsaspekt hin. „Fußgänger sind jetzt eher erkennbar.“ Und: Sollte sich jemand an dem hellen Licht stören, so sei es noch möglich, einen Blendschutz oder eine Abschatteinrichtung anzubringen.

Der Verwaltungschef und sein ebenfalls anwesender Bauamtsleiter Ulrich Ott sind übrigens auch zufrieden damit, dass die Technik in Schmitten erst jetzt umgestellt wurde. Die Qualität, die Licht-Lenkung und die Ausleuchtung der neuen LEDs sei besser, der Preis zudem gesunken. Und: Das Land Hessen hat die Konditionen der Förderung verbessert. Kinkel findet deshalb: „Man muss nicht immer als Erster im Zug sitzen.“

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