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Halbzeit auf dem Weg zum Buch

Von 200 bis 350 Seiten stark soll das Buch werden, das der Wahl-Usinger Kai Sternitzky über den Flugplatz Merzhausen schreiben will. Seit zwei Jahren recherchiert er intensiv, in zwei Jahren soll es fertig sein.
Kai Sternitzky Bilder > Kai Sternitzky
Usingen. 

Kai Sternitzky interessiert sich seit seiner Jugend für Piloten und Militärgeschichte. Logisch, dass der gebürtige Leipziger hellhörig wurde, als er Anfang 2000 in den Taunus zog und von dem Flugplatz Merzhausen hörte. Seit sechs Jahren sammelt der 40-Jährige bereits Material, vor zwei Jahren reifte der Wunsch, ein Buch über dieses Kapitel der Geschichte im Taunus zu schreiben.

Dafür recherchiert er intensiv, hat sich beim amerikanischen Militär sogar die Bilder von der Bombardierung an Weihnachten 1944 besorgt, auf denen die Rauchsäulen der Bomben zu sehen sind.

Mittlerweile stapeln sich die Ordner im heimischen Arbeitszimmer. Er hat bereits viele Fakten zusammengestellt – auch viele, die bereits vergessen schienen. „Es ist erstaunlich, dass zu dem Thema bislang vergleichsweise wenig geforscht wurde. Dabei sind einige Piloten nach dem Krieg im Taunus geblieben und haben sich hier niedergelassen.“ Auch fänden sich in dem Bereich um die heutige Erdfunkstelle noch heute mehr Relikte als man denke.

Das einstige Geheimprojekt bereitet ihm indes andere Schwierigkeiten. „Es gibt nur wenige Fotos, da private Aufnahmen bei Strafe verboten waren und offiziell nur der Pressedienst fotografieren durfte.“ Dass dennoch immer wieder Bilder auftauchen, bestärkt ihn in seiner Suche.

Kai Sternitzky hofft nun, dass er weitere Zeitzeugen findet, die ihm von damals erzählen. „So ein Buch lebt auch von den persönlichen Geschichten“, sagt er und bittet Menschen, die sich noch an den Flugplatz erinnern können, sich bei ihm zu melden.

Einen Verlag für sein Buch hat er noch nicht. Allerdings hat er auch noch keinen gesucht. „Ich will mich nicht unter Druck setzen; erst soll das Buch fertig werden“, sagt der Autor, der ein Ziel hat: „Das Buch soll erschwinglich sein.“ In zwei Jahren, so hofft er, sind alle Informationen zusammengetragen. Die Recherche betreibt der IT-Spezialist in seiner Freizeit.

Wer noch Bilder, Infos oder eigene Erinnerungen an den Flugplatz hat, kann sich entweder bei der Taunus Zeitung oder per Mail an die Adresse kai.sternitzky@outlook.com melden.

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