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Maßnahmen für Radler und Fußgänger: Grüne haben eigene Ideen für weniger Verkehr

Von Das neue Verkehrskonzept für die südliche Innenstadt liegt seit April 2017 vom Büro IMB-Plan vor – doch inhaltlich damit beschäftigt hat sich bisher noch niemand so recht. Die Grünen haben das umfassende Konzept nun aufgegriffen und wollen einige Ideen eingearbeitet wissen.
Auch in der Bahnhofstraße, Ecke Westerfelder Weg, gibt es zu viel Verkehr. Ein Verkehrskonzept zum Thema liegt seit rund einem Jahr vor, hat aber noch keine größere Beachtung gefunden. Auch in der Bahnhofstraße, Ecke Westerfelder Weg, gibt es zu viel Verkehr. Ein Verkehrskonzept zum Thema liegt seit rund einem Jahr vor, hat aber noch keine größere Beachtung gefunden.
Usingen. 

Auf rund 100 Seiten hat das von der Stadt beauftragte Unternehmen IMB-Plan im Frühjahr vergangenen Jahres alles aufgelistet, was zum Tagesstau in Usingen führt. Und zwar im „Verkehrskonzept südliche Innenstadt“. Die Probleme sind erfasst, Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch. Zusammengefasst kommen die Planer auf dieses Ergebnis: „Die Darstellung der Verkehrszunahme bis zum Prognosejahr 2030 zeigen die hohe Verkehrsbelastung im Straßennetz. Sie ist vor allen Dingen im Bereich zwischen Kreuzgasse und Wilhelmjstraße mit den beiden Bundesstraßen auf Ober-, Unter- und Zitzergasse stadtunverträglich hoch.“

4000 Fahrzeuge am Tag

Unter anderem wird in dem Verkehrskonzept als Lösung vorgeschlagen, eine Verbindung der L 3270 mit der Blücherstraße mit Verlängerung der Trasse bis zur Bahnhofstraße und dem Westerfelder Weg als kurzen Weg aus den Wohngebieten Schleichenbach I und II oder von der B 456 in die Innenstadt im Süd-Osten einzurichten. Und eine Verbindung zwischen dem Bahnhof und dem Kreisverkehr L 3270/Westerfelder Weg zur nachhaltigen Entlastung des Westerfelder Weges ist ebenfalls vorgesehen.

Als dritte Maßnahme sieht IMB eine direkte Verbindung des Neuen Marktplatzes mit der Neutorstraße und eine Verlängerung nach Süden bis zur Straße „Am Riedborn“ zur Entlastung des Altstadt-Carres vor, heißt es im Verkehrskonzept.

Die Planer sehen vor allem große Probleme in der Zukunft und rechnen mit rund 5600 Fahrzeugbewegungen zusätzlich bis 2020. Derzeit (Zählung 2016) sind im Westerfelder Weg rund 4000 Fahrzeuge am Tag unterwegs. Ober- und Untergasse sind stündlich mit 2400 Fahrzeugen belastet, die Bahnhofstraße mit etwa 700 Kfz am Tag.

Die Usinger Grünen haben sich mit den Zahlen genauer befasst und stellen einige Vorschläge anheim, die der Magistrat nun erst einmal prüfen soll. Beim ÖPNV soll eine Verdichtung des Bahnverkehrs und der innerstädtischen Buslinien untersucht werden. Außerdem möchten die Grünen, dass beim Radverkehr eine Verbindungsachse von der Bahnhofstraße zwischen Bahnhof und Innenstadt-Carre entsteht. Zudem seien attraktivere Fahrradabstellanlagen am Bahnhof für „Bike & Ride“ nötig sowie eine Direktverbindung zwischen Schleichenbach II und dem Bahnhof. Zudem müsse eine Radwegverbindung vom Bahnhof über „An der Riedwiese“ und dem Stockheimer Weg zum neuen Schulzentrum (Paula-Fürst-Schule und Helmut-Schmidt-Schule) geprüft werden.

FDP: Umgehung bedenken

Für FDP-Fraktionschef Gerhard Brähler ist es für solche Vorschläge noch zu früh: „Die Nordostumgehung ist in greifbare Nähe gerückt. Und eine Neuplanung der Innenstadt macht nur Sinn, wenn wir auch die Entlastung durch die Umfahrung und die dann erfolgenden Auswirkungen in eine Planung einbeziehen.“ Es sei vernünftig, eine Umgestaltung der Innenstadt erst dann zu planen, wenn es einen festen zeitlichen Rahmen gebe. „Dann können wir uns über eine beruhigte Innenstadt Gedanken machen über Einbahnstraßen, möglichen Möblierungen von Plätzen und Begrünungen. Durch den herausgenommen Verkehr öffnen sich dann auch neue Möglichkeiten für Radfahrer und Fußgänger.“ Die FDP lehnt somit auch die von der CDU geforderte Umbaumaßnahme am Alten Marktplatz ab. „Das macht jetzt keinen Sinn“, sagte Brähler.

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