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25 Jahre Unterstützung: Golfclub fördert die Feuerwehr

Von Einlochen für den Brandschutz: Seit 25 Jahren veranstalten die Altweilnauer Golfer Benefizturniere für die Feuerwehr. Rund 40 000 Euro kamen auf diese Weise zusammen. Am Samstag gab’s Nachschub.
Golfclub-Präsident Colin Kennard (mit Feuerlöscher) lässt nichts anbrennen: Bei der Übung der Feuerwehr Altweilnau brauchte nur zwei kurze Sprühstöße, um die Flammen im „Papierkorb“ zu ersticken. Golfclub-Präsident Colin Kennard (mit Feuerlöscher) lässt nichts anbrennen: Bei der Übung der Feuerwehr Altweilnau brauchte nur zwei kurze Sprühstöße, um die Flammen im „Papierkorb“ zu ersticken.
Altweilnau. 

Colin Kennard, Präsident des Golfclub Taunus Weilrod, ist dafür bekannt, dass er, stets das Wohl des Clubs im Auge, bei der Vorstandsarbeit nichts anbrennen lässt.

Seit Samstag nun weiß man, dass er auch ohne Schläger in der Hand bei der Altweilnauer Feuerwehr ein Eisen im Feuer hat, im wahrsten Sinne: Auf der Anlage hat es gebrannt – zum Glück aber nur übungshalber. Der Präsident hat dennoch gute Chancen, Brandschutzbeauftragter des Clubs zu werden, denn mit nur zwei Sprühstößen aus dem Feuerlöscher machte er dem in einem Papierkorb wütenden Feuer den Garaus.

Benefizturnier mit Extras

Bei den Golfern löscht der Chef eben selbst. Zuvor hatte Achim Anthes von der Feuerwehr ihm eine Einsatzjacke verpasst und einen Helm übergestülpt. Beides saß wie angegossen, was die Golf-Kameraden aber nicht davon abhielt, den Präses britischen Geblüts anzufrotzeln: „Bei dir steht nicht Feuerwehr hintendrauf, sondern Brexit . . !“ Das war glatt gelogen, denn natürlich stand „Feuerwehr Altweilnau“ auf des Präsidenten Kehrseite.

Die Demonstration war Teil des 25. Benefizturniers. Die Wehr hatte nicht nur für Verpflegung auf der Runde gesorgt. Sie war auch mit zwei Autos und einer „Mülltonnenbrand-Simulationsanlage“ am Clubhaus vorgefahren: Jeder, der wollte, durfte den Flammen mit dem Feuerlöscher zu Leibe rücken.

Reif sorgt für Verzögerungen

Zwischen den Golfclub und die Altweilnauer Feuerwehr passt kein Blatt Papier. Schon seit 25 Jahren nicht. So lange ist es her, dass der Club erstmals zu einem Benefiz-Turnier zugunsten der örtlichen Brandbekämpfer eingeladen hat. Stets waren 25 bis 40 Golfer bereit, für den Brandschutz in Altweilnau einzulochen – und meistens kamen dabei zwischen 1000 und 1500 Euro zusammen. „Wir haben der Feuerwehr in 25 Jahren rund 40 000 Euro geben können“, freute sich Vize-Präsident Alfons Benkhofer, der auch selbst regelmäßig den Schläger für den guten Zweck schwingt.

Die Freude ist freilich auch bei der Feuerwehr. „Ohne die Golfer hätten wir heute kein Mannschaftstransportfahrzeug und auch von den 40 000 Euro, die wir zum Kauf des TSF-W beisteuern mussten, stammen etliche Tausend Euro aus den Benefizturnieren“, sagt Wehrführer Martin Goll in der Hoffnung, dass es noch viele solcher Turniere geben wird.

Der Golfclub macht auch nicht den Eindruck von Benefiz-Müdigkeit, im Gegenteil. „Unser Verhältnis ist, wie auch zu den anderen Altweilnauer Vereinen, super, wir helfen uns gegenseitig und wollen Teil der Vereinsgemeinschaft sein“, schwärmt Benkhofer. Zum Glück habe es auf dem Golfplatz noch nie gebrannt, gebraucht habe man die Feuerwehr aber durchaus schon das eine oder andere mal, etwa bei der Montage der Fahnenmasten am Clubhaus, erzählt der Vizepräsident.

Begründet wurde die Freundschaft in den frühen 90ern. „Wir brauchten damals zur Bewässerung der Grüns dringend Wasser und haben die Wehr um Hilfe gebeten“, erinnert sich Benkhofer an die damals gewährte Hilfe. Bis zur Idee, sich mit einem Turnier zu revanchieren, war es da nicht mehr weit.

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