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Urteil gegen 32-Jährigen: Gewalttätig aus Eifersucht: Acht Monate auf Bewährung

Von Obwohl die Beziehung schon längst keine mehr war, entriss ein Neu-Anspacher seiner Ex-Freundin aus Eifersucht das Handy, um zu kontrollieren, mit wem sie telefoniert hat. Auch hat er sie geschlagen. Das mit dem Handy weiß er noch, das andere nicht mehr...
Neu-Anspach. 

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft – das weiß, wer einmal in diesen Schuhen krank war. Dass er mit seinem krampfhaften Festhalten an einer schon seit längeren nicht mehr bestehenden Beziehung übers Ziel hinausgeschossen ist und sich der Körperverletzung sowie Nötigung schuldig gemacht hat, weiß ein 32-jähriger Neu-Anspacher jetzt auch. Er wird es auch bald schriftlich haben, wenn erst einmal das Urteil des Bad Homburger Amtsgerichts im Postkasten liegt. Acht Monate Haft auf Bewährung hatten Amtsanwaltschaft und Gericht für angemessen, aber auch nötig erachtet, denn es war nicht das erste Mal, dass der Neu-Anspacher wegen Körperverletzung vor Gericht stand. Und höher ausgefallen ist die Strafe auch nur deshalb nicht, weil er ein Geständnis abgelegt hat. Außerdem ist der Rechtsfrieden zwischen ihm und seiner Ex-Freundin, einer 46-Jährigen, wiederhergestellt, die beiden wohnen sogar wieder zusammen, getrennt von Bett, aber nicht von Tisch, denn in der offenbar harmonischen Zweier-WG wird immerhin gemeinsam gekocht. Wenn der Angeklagte nun auch noch die Bewährungsauflage erfüllt und wie ihm aufgetragen monatlich zur Suchtberatung geht, könnte er auch wieder auf den Pfad der Tugend zurückkehren.

Bewusstlos geschlagen

Der Richter hatte das für absolut nötig erachtet, denn alle Vortaten des Mannes wurden unter Alkoholeinfluss verübt. 2013 hatte er seine Freundin stark alkoholisiert sogar bewusstlos geschlagen. Auch bei der jetzt verhandelten Tat waren 1,44 Promille gemessen worden. Im Sündenregister des Mannes stehen außerdem gefährliche und vorsätzliche Körperverletzung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Widerstand gegen Polizeibeamten. Die Bewährung stand mehrfach, wie auch jetzt, „auf der Kippe“.

Man lebte bereits seit einiger Zeit getrennt in der selben Wohnung, als es zu dem jetzt verhandelten Vorfall am 13. November 2016 kam. Die 46-Jährige hatte das Wochenende bei Verwandten verbracht, angeblich ohne es dem Ex-Freund vorher zu sagen. Der, trotz Trennung immer noch unsterblich verliebt, sagte, er sei fast umgekommen vor Eifersucht und Angst, sie verlieren zu können. Er räumt auch ein, dass es nach ihrer Rückkehr schweren Streit wegen ihres nach seiner Lesart unentschuldigten Fehlens gekommen ist. Er gibt auch zu, dass er die Frau in seinem Gefühl, hintergangen zu werden, heftig auf die Couch gedrückt und ihr das Handy entrissen hat. Er wollte, eifersüchtig wie er nun einmal war, kontrollieren, mit wem sie telefoniert hat. Als die Frau dann fluchtartig die Wohnung verlassen hat, will er ihr nachgelaufen sein, um sie zum Bleiben zu bewegen. Tatsächlich hat er ihr in der Nähe des Bahnhofs aber von hinten mit der flachen Hand so stark gegen den Kopf geschlagen, dass sie Schmerzen erlitt. Das bestreite er nicht, sagte der Angeklagte, erklärte zugleich aber auch, dass er sich daran nicht erinnern könne.

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