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Evangelische Kirchengemeinde Anspach: Gemeindepädagogin Steffi Schild sagt nach 20 Jahren im Job: „Das ist immer noch genau meine Arbeit“

Von Vor zwei Jahrzehnten hat Steffi Schild direkt nach dem Studium als Gemeindepädagogin in Neu-Anspach angefangen. Seitdem hat sich ihre Arbeit sehr verändert. Zudem ist sie inzwischen auch für die Kirchengemeinde Ober-Eschbach/Ober-Erlenbach tätig.
„Meine Arbeit macht mir immer noch total viel Spaß“, sagte Steffi Schild, die seit 20 Jahren als Gemeindepädagogin arbeitet. „Meine Arbeit macht mir immer noch total viel Spaß“, sagte Steffi Schild, die seit 20 Jahren als Gemeindepädagogin arbeitet.
Neu-Anspach/Bad Homburg. 

20 Jahre in nur einem Job tätig zu sein – das ist heute nicht mehr unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Das weiß auch Steffi Schild, die seit nunmehr zwei Jahrzehnten als Gemeindepädagogin bei der evangelischen Kirchengemeinde Anspach beschäftigt ist und von keinem anderen ihrer ehemaligen Kommilitonen weiß, der es so lange irgendwo ausgehalten hätte. Doch die 46-Jährige schätzt diese Konstanz: „Das ist immer noch genau meine Arbeit.“

20 Jahre an einem Ort bedeutet in ihrem Job auch, Familien 20 Jahre zu begleiten. So hat sie beispielsweise am Anfang ihrer Arbeit einen kleinen Jungen kennengelernt, der inzwischen erwachsen ist und studiert. „Immer, wenn er nach Anspach kommt, haben wir uns ganz viel zu berichten“, erzählt sie bei einem Gespräch in „ihrem Reich“, dem ehemaligen Büro im Untergeschoss des Gemeindehauses, das sie vor drei Jahren gemeinsam mit den Teamern zu einem gemütlichen Jugend-Treff umfunktioniert hat. Steffi Schild war 1997 direkt nach dem Studium der Gemeindepädagogik und der kirchlichen Gemeindepraxis an der Fachhochschule Darmstadt nach Anspach gekommen. Kann sich die Diplom-Religionspädagogin noch an die Anfänge erinnern? „Oh ja, da gab es in den Gruppen noch ganz viel Bastelarbeit“, sagt sie lachend und gibt zu, dass das so gar nicht ihr Ding ist. Zwar betreut sie auch die Bastelprojekte der Kirche, denn damit lassen sich auch viele Kinder interessieren, deren Eltern sonst eher weniger Kontakt zur Gemeinde haben, ansonsten aber ist sie eher „der Spielpädagogik- und der Erlebnis- und Action-Typ“. Ihre Arbeit hat sie deshalb mit den Jahren in diese Richtung verändert.

Ängste überwinden

Steffi Schild freut es, dass sie sich in der Kirchengemeinde entsprechend entwickeln konnte. Sie hat nebenher nämlich auch eine Ausbildung zur Theaterpädagogin und einen Übungsleiterschein im Paddeln und Klettern gemacht. „Das ist mein großes Thema“, sagt die Gemeindepädagogin. Sie findet, dass Gemeinschaftserlebnisse und Freizeiten Jugendliche zusammenschweißen, denn hier müssen sie Ängste überwinden und sich gegenseitig unterstützen.

Kirchengemeinde feiert 425. Geburtstag

Wenn die evangelische Kirchengemeinde Anspach am vierten Septemberwochenende ihr 425-jähriges Bestehen feiert, dann findet auch die Ehrung von Gemeindepädagogin Steffi Schild statt.

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Noch heute geht sie gerne auf Freizeiten. Sie sind für sie „das Schönste an allem“. Gerade war sie mit den Teamern der Kirchengemeinde, die sie ebenfalls betreut, für vier Tage in Bremen. Steffi Schild mag junge Leute, ihre oft aufmüpfige Art genauso wie das, was sie als schillernd bezeichnet, und deshalb schätzt sie auch die Arbeit mit den Konfirmanden. Besonders gerne erinnert sie sich in diesem Zusammenhang an ein Projekt aller evangelischen Gemeinden, bei dem ein gemeinsamer Jugendgottesdienst erarbeitet wurde. Das war „sehr lebendig und sehr laut“, sagt sie, und dementsprechend anstrengend, „aber auch sehr erfüllend“. Es komme viel zurück von den Jugendlichen: „Und ich bekomme eine andere Sicht auf die Dinge.“

Überhaupt stehen bei der Arbeit mit dem Nachwuchs heute meist Projekte im Vordergrund: Kinder- und Basteltage, Lesenächte, monatliche Gottesdienste und die Theaterprojekte, bei denen beispielsweise aus dem Stegreif Bibelgeschichten erarbeitet werden. Der Nachwuchs heute habe wenig Zeit, erzählt die Anspacherin. Er werde zwar intensiv gefördert, hauptsächlich durch Sport, Musik und die Schule. Kindergruppen aber, die sich regelmäßig treffen, ließen sich nicht mehr ins Leben rufen. Das bedauert sie: „Es bringt viel, miteinander zu spielen und zu singen und in der Gruppe zu sein.“

Eine gute Idee

Mit dabei bei der Teamer-Arbeit sind inzwischen auch ihre Kinder: Die 15 Jahre alte Hanna und der 18-jährige Jonatan. Sie sind in die Arbeit hineingewachsen, „sie kennen es nicht anders“, sagt die Pädagogin, die seit vier Jahren übrigens auch noch für die Kirchengemeinde Ober-Eschbach/Ober-Erlenbach arbeitet. Hier betreut sie das Projekt „KU 3“, den sogenannten zweigeteilten Konfirmandenunterricht, der sowohl in der dritten als auch in der achten Klasse stattfindet. Eine gute Idee, wie Steffi Schild findet. „In der Grundschule sind die Kinder noch offener. Dann haben sie bereits eine gute Basis für die spätere Konfirmation.“

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