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"Kunst im Hof" in Westerfeld: Gemaltes, Gedrechseltes und Gebackenes

Von Kunst im Hof und andere Geschichten: Die „UDos“ (die Gruppe „Unser Dorf“) hat erneut über 40 Künstler und Kunsthandwerker mobilisiert und 16 Hofbesitzer zum Öffnen ihrer Tore gewinnen können. An Besuchern mangelte es nicht.
Bei Gengenbachs gab es vor dem Scheunentor griechische Spezialitäten. Foto: Frank Saltenberger Bei Gengenbachs gab es vor dem Scheunentor griechische Spezialitäten.
Westerfeld. 

Kaffee, Kuchen, Waffeln, orientalische Kleinigkeiten, Brezeln, Dips, Äppler und Zwiebelkuchen, original kretische Kleinigkeiten, Chili con Carne, Espresso, Saft und Sekt – das „Beiprogramm“ von Kunst im Hof klang schon verlockend, aber es gab noch mehr Gründe, sich die inzwischen sechste Auflage der Veranstaltung, die von der Gruppe „Unser Dorf“ organisiert wird, nicht entgehen zu lassen.

„Kunst im Hof, der kreative Treff in Westerfeld“ heißt es auf dem Flyer, und diesen brauchte man schon zur Orientierung, denn 16 Höfe waren geöffnet. Sie liegen zwar dicht beisammen, aber schnell konnte man doch an einem der offenen Tore vorbei sein, und bei manchen ging es erst durch die Scheune oder Garage zum „Showroom“.

Malerei und Fotografie

„Hof“ darf man ebenso wenig eng sehen wie Kunst, denn Schwerpunkt der Präsentation war manchmal auch der Garten. In Scheunen, Schuppen, unter Toreinfahrten oder unter Vordächern wurde alles gezeigt, was mit Kunst, aber auch mit Kunsthandwerk zu tun hat – Basteleien und andere Accessoires waren aber auch dabei. Das alles macht den kreativen Treff noch bunter, dennoch bleiben vor allem das, was sich einrahmen lässt – sprich Malerei und Fotografie sowie plastische Werke – die Zugpferde für Kunst, Nippes und Kuchenliebhaber aus Neu-Anspach und der Region.

Sieglinde Ruß stellte ihre Werke im alten Kuhstall aus. Bild-Zoom Foto: Frank Saltenberger
Sieglinde Ruß stellte ihre Werke im alten Kuhstall aus.

So wurden die Autos schon am Ortsrand abgestellt, und der erste erreichbare Hof – von Usingen aus gesehen – war der Hof Groos. Der bildete praktisch das Gesamtprogramm im Kleinen ab, das heiß, es gab Gemaltes, Gedrechseltes, Textilschmuck und Aquarelle, Patchworkarbeiten und Genähtes. Und natürlich Gebackenes, und an ihm beginnt auch die Kunstmeile entlang der Usinger Straße, die hier und da einen Abstecher macht und sich in der Schäfergasse noch einmal ausbreitet.

Oh, wie schön!

Ein „Oh-wie-schön-Hof“ ist der Hof Relling. Was für andere die raum- und flächenfüllende Modelleisenbahn im Keller oder auf dem Dachboden ist, ist bei Rellings und Speths das Blüten-Eldorado, das den gesamten großen Hof einnimmt. Dazwischen ein Goldfischteich und eine Vogelvoliere, aber die fantasievollen Keramikfiguren von Sabine Speth sind die eindeutigen Renner. Überall zwischen Blumentöpfen und sonstigem Hofzierrat hatten sie sich die Gnomen und Fabelwesen versteckt. Aber es gab auch noch einen gut bestückten Ausstellungsraum mit digitalen Fotoarbeiten von Jo Relling.

Es wäre müßig, alle Künstler und Aussteller aufzuzählen, aber es sei zusammengefasst, dass sich der Spaziergang durch das kreative Dorf lohnte und gut daran getan hatte, wer genügend Zeit dazu eingeplant hatte. Auch Zeit zum Verweilen, von den genannten Leckereien etwas zu genießen und den Regenschauer, der den Nachmittag störte, unter einem Dach oder in einer Scheune abzuwarten. So wie bei Gengenbachs in der Schäfergasse, wo es sich bei griechischen Kleinigkeiten inklusive Olivenölverkostung gut sitzen ließ, und der Raki, der dort serviert wurde, war auch nicht von schlechten Eltern.

Unter dem großen Baum

Es ließ sich an vielen Stationen gut sitzen, so auch im Garten der Familie Weber, am runden Tisch unter dem großen Baum in der Gartenmitte beispielsweise oder auf der Bank aus Gusseisen mit Latten aus hartem Holz.

„Nimm dir Zeit zum Träumen, nimmt dir Zeit zum Nachdenken, nimm dir Zeit zum Lachen, nimm dir Zeit zum Leben“, war auf den Latten zu lesen, und wer sich vor dem Hinsetzen Zeit zum Lesen nahm, der verweilte mit den Lebensweisheiten im Rücken und unter dem Allerwertesten vielleicht sogar länger als geplant. Die meisten beließen es aber beim Lesen.

Mit Sinnsprüchen und Genüssen für Gaumen und Augen war das Angebot aber noch nicht erschöpft. Musik war auch eingeplant und zwar als „Handkäs mit derselben“ im Hof Stark, aber dort wurde nicht nur die zünftige Hessenkost angeboten, sondern dort waren auch „Croco-Diehl-Music“ und weitere Ensembles zu hören und abschließend der Westerfelder Gospelchor „Nah dran“.

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