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Gutes Obstjahr: Gartenbauer zeigen, was sie alles geerntet haben

Von Gärtnern kann jeder. Davon ist der Obst- und Gartenbauverein überzeugt. Allerdings fallen die Ergebnisse je nach „Anbaugebiet“ sehr unterschiedlich aus, wie die Obst- und Gemüseausstellung zeigte. „Schuld“ waren allerdings nicht nur die Gärtner.
Detlev Mühl und Elke Stark, die Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, zeigten eine üppige Obsternte, während die Gemüseernte eher bescheiden ausfiel. Foto: Tatjana Seibt Detlev Mühl und Elke Stark, die Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, zeigten eine üppige Obsternte, während die Gemüseernte eher bescheiden ausfiel.
Neu-Anspach. 

„Gärtnern kann jeder.“ So lautet die These von Elke Stark, Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins. Eine gewagte These gemessen daran, was so mancher Hobbygärtner aus seinem Garten heraus holt. Und dennoch sind Stark und ihr Stellvertreter Detlev Mühl von dieser Aussage überzeugt. Mit einer Einschränkung: „Es sind selbstverständlich auch einige andere Faktoren entscheidend, wie zum Beispiel die Lage des Gartens.“

Wessen Garten beispielsweise komplett im Schatten liegt, der könnte Schwierigkeiten mit der Aufzucht von Obst und Gemüse bekommen. Gleiches gilt auch für zu viel Sonne, denn dann „bekommen zum Beispiel auch die Äpfel einen Sonnenbrand“, weiß Stark, die sich selbst über eine hervorragende Apfelernte freut.

Während auch das Steinobst-Jahr hervorragend war, lief es bei Gemüse nicht so gut, wie Mühl mit Blick auf die Obst- und Gemüseausstellung am Sonntag im Gemeindehaus feststellte.

Anbau auch ohne Garten

Die Hoffnung, etwas zu ernten, können aber auch Menschen ohne einen Garten haben. „Vieles lässt sich auch auf dem Balkon kultivieren“, stellte Stark fest. Zucchini und Salat, aber auch Salatgurken und Radieschen ließen sich im Blumenkasten sehr gut anbauen. Vielleicht gebe es auch genug Platz für ein kleines Hochbeet, so dass die Anzahl der Pflanzen ausgeweitet werden könne. Und für Tomaten im Topf sei bestimmt auch immer ein Plätzchen. „Das ist alles pflegeleicht und braucht nur eines: Wasser“, sagte Stark.

Das war in diesem Sommer extrem knapp und entsprechend fiel auch die Ernte aus. „Wir haben viel Obst, aber es ist klein“, sagte Mühl, der selbst jede Menge Äpfel und Nüsse geerntet hat. Aber alles sei deutlich kleiner als im Vorjahr. Anders als beim Gemüse, das entweder klein blieb oder zum Teil gar nicht wuchs.

Ein Vlies gegen Unkraut

Wer über einen Garten verfügt, der könne sich – je nach Größe – über das Jahr verteilt fast vollständig selbst versorgen, informieren die Experten. Kürbisse, Rote und Weiße Bete, Karotten, Zwiebeln, Lauch, Kartoffeln, Mangold und auch Erdbeeren haben die Vereinsmitglieder angebaut. Gegen das Unkraut nutzt Stark ein Vlies, denn „das erspart etwas Arbeit“.

Die Vereinschefin berichtete außerdem, dass sich einige Pflanzen im Wachstum gegenseitig begünstigen. So könnten auf einem Ackerstück gleich mehrere Sorten Gemüse angebaut werden. Die Kartoffel hingegen bleibe stets für sich. Das gelte auch für die Weintrauben-Stöcke, die Stark bei sich an der Hauswand gesetzt hat und deren Früchte von exzellenter Süße waren. Prima, aber ist das auch etwas für den Balkon? „Nein, leider nicht, denn die Rebstöcke wurzeln sehr tief, genauso wie die Karotten“, sagte Stark.

Dass Weintrauben nur an rheinländischen Berghängen wachsen, haben gleich mehrere Mitglieder in der Ausstellung widerlegt. „Allerdings ist dafür eine Hauswand mit Südseite notwendig, denn die Trauben brauchen viel Sonne“, betonte die Vorsitzende.

Bohnen hingegen könnten an einer Hauswand am Spalier gezogen werden, selbst auf einem Balkon. Der wiederum eigne sich auch hervorragend für die Aufzucht von Kräutern wie Rosmarin, Petersilie, Lavendel, Liebstöckel, Minze oder Salbei. Da sie häufig nicht viel Platz brauchen, bieten sie im Sommer zum eigenen Salat stets die richtige Würze.

Tipps bekamen die Besucher der Ausstellung aber auch von den anderen Mitgliedern. Eine Kuriosität des Sommers hatte zudem Dieter Skoetsch mitgebracht, der drei Arten von Früchten seines Apfelbaumes zeigte: Vertrocknete, winzige Äpfel und solche, die fast Normalgröße erreichten, „nachdem ich anfing, den Baum zu gießen“. Wasser ist und bleibt für das Gärtnern eben Grundvoraussetzung.

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