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Fontäne in der Neutorstraße

Wasserrohre können sich im Winter als besonders tückisch erweisen. Doch auch wenn die genaue Ursache noch unklar ist: An der Witterung lag es offensichtlich nicht, dass die Feuerwehr Usingen gestern zu einem außergewöhnlichen Einsatz ausrücken musste . . .
Ein Wasserbogen spannt sich über die Neutorstraße . . . Bilder > Ein Wasserbogen spannt sich über die Neutorstraße . . .
Usingen. 

Wer gestern Morgen auf der Neutorstraße unterwegs war, dürfte sich die Augen gerieben oder mit dem Auto eine Umleitung genommen haben: Aus dem Keller des Restaurants „Schöne Aussicht“ sprudelte eine Wasserfontäne in hohem Bogen gen Himmel – um sich dann einige wenige Meter entfernt laut prasselnd im Schein von Blaulichtern auf die B 275 zu ergießen.

Was war passiert? Gegen 6.19 Uhr in der Frühe gab es Alarm für die Usinger Feuerwehr. Gemeldet wurde ein mutmaßlicher Wasserrohrbruch im Keller eines Gastronomiebetriebs in der Neutorstraße. Beim Eintreffen stellten die Brandbekämpfer schnell zwei Dinge fest: Einige Kellerräume standen bereits bis zu 30 Zentimeter unter Wasser. Und der Wasserrohrbruch war kein klassischer Rohrbruch: Vielmehr war der Hausanschluss aus bisher unbekannter Ursache abgerissen.

Die Wehr reagierte schnell: Um weiteren Schaden zu verhindern, sei der abgerissene und munter sprudelnde Schlauch kurzerhand ganz einfach aus dem Kellerfenster geführt worden, wodurch sich eine große Wasserfontäne auf die Neutorstraße ergossen habe, schreibt die Feuerwehr Usingen-Mitte auf ihrer Homepage.

Nachdem die Stadtwerke die Hauptwasserleitung kurze Zeit später abgeriegelt hatte, konnte die Feuerwehr den Keller anschließend mit einer Tauchpumpe und zwei Industrie-Saugern leer pumpen.

 

Bauhof streut die Straße

 

Damit war zwar für das Untergeschoss der Gastronomie eine Lösung des Problems in Sicht, nicht jedoch für die Straße. Denn dort herrschten vor Sonnenaufgang noch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Daher rückte auch Personal vom Usinger Bauhof mit entsprechendem Material an und streute die Bundesstraße mit Streusalz ab, um das sich bildende Eis von der Bundesstraße zu entfernen.

Die Bundesstraße 275 war während der Arbeiten der Einsatzkräfte voll gesperrt. Erst um 8.10 Uhr konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden. Eingesetzt waren das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16, und der Gerätewagen Logistik.

(hko)
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