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Reiterhof: Familie Wintzer hat den Tannenhof vor rund einem Jahr gekauft

Von Der neue Besitzer des Tannenhofes baut um. Der Reiterhof soll moderner und die Landwirtschaft auf Bio umgestellt werden. Jakob Wintzer und seine Familie hatten sich das Projekt allerdings etwas entspannter vorgestellt, als es jetzt ist.
Jakob Wintzer freut sich über die tolle Lage des Tannenhofes und die weiten Flächen, auf denen Pferde viel Platz haben. Jakob Wintzer freut sich über die tolle Lage des Tannenhofes und die weiten Flächen, auf denen Pferde viel Platz haben.
Neu-Anspach. 

Wer sein Pferd liebt, der schaut, dass es ihm gut geht. Nur wie, ist manchmal die Frage. Ins heimische Wohnzimmer mitnehmen ist ein bisschen schwierig. Auf dem Flur fühlt es sich auf Dauer sicher auch nicht wohl. Scherz beiseite. Pferdefreunde wissen ein Lied davon zu singen, wie schwierig es ist, die richtige Unterkunft für seinen Liebling zu finden. Auch Jakob Wintzer und seine Familie haben gesucht. Seine Frau und die beiden Töchter Pia und Louise sind begeisterte Reiterinnen und für ihre vierbeinigen Freunde haben sie einige Pensionen durchprobiert. Mal war das Heufrühstück nichts, dann das Strohbett zu feucht, die Unterkunft war zu dunkel oder die Wiese zum Toben und Futtern draußen zu klein.

Messebauer von Beruf

Dann machen wir das eben selbst, hat die Familie entschieden und den Tannenhof unterhalb des Hessenparks gekauft. Das war im vergangenen Herbst. Und die Freude war groß, sagt Jakob Wintzer. Sie dauert auch immer noch an. Allerdings wird sie hier und da von ein paar Kleinigkeiten getrübt. Denn der Messebauer aus Kronberg hätte sich nie träumen lassen, dass in einem Hofgut mit Landwirtschaft so viel Arbeit steckt. „Wenn zehn Probleme behoben sind, tauchen bei jedem noch zwei Unter-Probleme auf“, lacht Wintzer. „Hier ist das Leben tatsächlich kein Ponyhof!“. Den Humor hat er sich bewahrt und Probleme sind dazu da, gelöst zu werden. Denn ihm schwebt vor, dass die gesamte Anlage in spätestens fünf Jahren nicht nur optisch was her macht, sondern die Landwirtschaft auch komplett auf Bio umgestellt ist. Der Bio-Gedanke bedeute: Nur so viel aus der Natur nehmen, dass sich alles wieder regenerieren kann.

Viele helfende Hände

Bis dahin gibt es viel zu tun. Und die Arbeit ist in der Familie gut aufgeteilt. Er kümmert sich um alles, was mit Planung und Bauen zu tun hat, Tochter Pia kümmert sich um die Mitarbeiter und die praktischen Abläufe, Louise ist die Frau fürs Kaufmännische und seine Frau hält im Büro des Messebaubetriebes in Kronberg die Stellung. Und weitere sieben Mitarbeiter helfen dabei, den Betrieb am Laufen zuhalten. „Wir hatten uns das etwas entspannter vorgestellt“, gibt Wintzer zu.

Das gesamte Gelände umfasst 60 Hektar und darauf gibt es so viele Koppeln, dass die Pferde drei bis vier Mal umgestellt werden können. Das heißt also: Immer frisches Buffet. Und den Hafer, der zugefüttert wird, untersucht Pia auf ungesunde Zusätze, wie Jakobskreuzkraut. Die Ställe, die nach und nach abgerissen und neu aufgebaut werden, können 90 Pferde aufnehmen. Erweitern wolle die Familie nicht, sagt der Geschäftsführer. In einer großen Halle ist bereits eine weitere Ebene eingezogen worden, in der sich die Reiter umziehen und ihre Sättel ablegen können. Der Boden in der Halle ist mittlerweile von einem Sand-Douglasien-Gemisch überzogen. Das schont die Gelenke der Pferde und es staubt nicht.

Platz ab 370 Euro

Die übrigen Gebäude werden nach und nach modernisiert und einen großen Außenreitplatz von etwa 40 mal 80 Metern soll es auch geben. Turniere sind allerdings keine geplant. „Die finden in der Wintermühle statt. Wir wollen dort nicht dazwischenfunken“, sagt Jakob Wintzer.

Eine friedliche Koexistenz mit den übrigen Pferdepensionen hat er vielmehr im Sinn. Kleine Turniere für Kinder und Jugendliche kann er sich allerdings vorstellen. Vorstellen kann er sich noch viel mehr und Pläne dazu gibt’s auch. Eine Art Kneipp-Anlage für Pferde beispielsweise soll noch entstehen. Und ein Treffpunkt für die Reiter soll ebenfalls entstehen. Selbst mit einem Hofladen liebäugelt Wintzer.

Auf den Plänen sieht das Ganze schon sehr gut aus. Trotzdem will er keine Luxusanlage etablieren. Die Preise sollen moderat bleiben und sowohl für Spring-, Dressur- als auch Hobbyreiter erschwinglich sein. Ein Unterstellplatz kostet 370 bis 450 Euro pro Monat, hinzu kommen Gebühren für den Service, der individuell festgelegt wird. Reitlehrer gibt’s übrigens auch, die Pferde und Reiter trainieren.

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