Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Erst schwitzen, dann schlemmen

Von Ohne Stärkung bringt auch der besttrainierte Radsportler keine Leistung. Doch statt künstlicher Nahrungsergänzungsmittel lassen es sich die Radler der RV Vorwärts auf ihrem Weg nach Rügen richtig gut schmecken.
Reinhold Roos und Peter Sobotta (von rechts) begleiten die Radsportler der Radfahrvereinigung Vorwärts mit einem Verpflegungsfahrzeug. Unterwegs schlägt er mit seinem Beifahrer stets die mittransportierten Bierzeltgarnituren auf und bittet zu Tisch. Reinhold Roos und Peter Sobotta (von rechts) begleiten die Radsportler der Radfahrvereinigung Vorwärts mit einem Verpflegungsfahrzeug. Unterwegs schlägt er mit seinem Beifahrer stets die mittransportierten Bierzeltgarnituren auf und bittet zu Tisch.
Neu-Anspach. 

Ausdauersport macht richtig hungrig. Das geht auch den Rad-Cracks der Radfahrvereinigung (RV) Anspach auf ihrer fünftägigen Etappenfahrt nach Rügen nicht anders. Denn wer tagtäglich mit eigener Muskelkraft durchschnittlich 150 Kilometer abstrampelt, der freut sich nach Ankunft im Etappenort vor allem auf eins: gutes Essen und ein frisches Bier. Nach dem Start am Samstag (wir berichteten) hatte das Dutzend Pedaleure bereits am Montagabend Arendsee in der Altmark erreicht.

„Die Gruppe harmoniert perfekt, es herrscht eine gute Stimmung, und alle sind noch wohl auf“, teilte Tourleiter Günther Bennerscheid der TZ nach der Ankunft an dem mit fünf Quadratkilometern Wasserfläche größten natürlichen See von Sachsen-Anhalt mit. „Nun freuen wir uns darauf, die Fischspezialitäten vom Arendsee in einem guten Restaurant zu probieren.“

Der See gilt mit 50 Meter Wassertiefe zugleich als einer der tiefsten Seen Norddeutschlands. Freilich luden die kühlen Fluten des ausgezeichneten Badesees nach den 170 Kilometern Tagespensum zu einer willkommenen Abkühlung ein.

Von Goslar kommend sausten die Radsportler mit einer beeindruckenden Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Kilometer in der Stunde über die langen Alleenstraßen von Sachsen-Anhalt. „Jeden Herbst rasten am See rund 60 000 nordische Wildgänse und viele andere Wasservogelarten auf dem See“, berichtete Bennerscheidt. Kein Wunder, dass die Radfahrer im Hotel „Zur Wildgans“ in Zießau Quartier nahmen.

Auf den Tagesetappen begleiteten Reinhold Roos und Peter Sobotta die Radler mit einem Begleitfahrzeug. Die beiden Männer sorgen dafür, dass die Ausdauersportler unterwegs immer ausreichend Energie zu sich nehmen und Flüssigkeit tanken. Alle 50 Kilometer winkt er den Tross auf einen schönen Rastplatz, wo Getränke aufgefüllt und Bananen sowie Energieriegel gereicht werden.

Während auf der ersten, 180 Kilometer langen Etappe nach Kassel sogar noch selbst gebackenen Kuchen an Bord waren, sind die bereits gegessen. Roos und sein Kompagnon bitten die Radler zwischen 12 und 13 Uhr stets zu Tisch. Das Mittagessen wird dann in gemeinsamer Runde an den im Begleitfahrzeug transportierten Bierzeltgarnituren eingenommen.

„Der Reinhold hat an alles gedacht: Er serviert uns sogar stets Teller mit frischem Mozzarella und Tomate mit Olivenöl und Balsamico-Essig“, berichtet Bennerscheid und lobt die Verpflegung auf der anstrengenden Tour. „Kaffeepausen sind bei den langen Distanzen ebenso wichtig, um die Konzentration aufrechtzuerhalten.“

Unterwegs lassen sich die Radler immer wieder auch lokale Spezialitäten schmecken. Auf der ersten Etappe war ein Stopp in der Spezialitäten-Metzgerei Claus eingeplant, wo original Aale Wurst als Stärkung auf dem Speiseplan stand. Auf der zweiten Etappe folgten die Radler dem Fulda-Radweg von Kassel nach Hannoversch Münden und weiter in den Harz, zuerst in Richtung Osterrode an Clausthal-Zellerfeld vorbei über einige Anstiege dann in die tausendjährige Kaiserstadt Goslar. Selbstredend, dass am Abend in der Harz-Metropole ebenfalls regionale Spezialitäten gefragt waren.

Zur Startseite Mehr aus Usinger Land

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse